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Samstag, 8. August 2020
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    Hotel Johanniterbad: Polizeieinsatz nach Arbeiten im Kameralamtsgarten (NRWZ.de+)

    Überraschung am Samstagmorgen: In einem bisher privat genutzten Teil des Kameralamtsgartens in Rottweils Innenstadt, im Johannserort, haben Baumfällarbeiten stattgefunden. Die derzeitigen Nutzer wurden kalt erwischt, sie riefen die Polizei. Hintergrund der Aktion sind Erweiterungspläne des Hotels Johanniterbad. Nach Darstellung dessen Geschäftsführers geht alles mit rechten Dingen zu. Ihm gehöre das Gelände bereits, sagt er, er werde es ja wohl pflegen dürfen.

    Am Samstagmorgen gegen 7 Uhr zerreißt Motorsägengeräusch die Stille im Johannserort. Später kommen das Knarzen und das Rattern eines Holzhäckslers hinzu. Während manch ein Anwohner noch in den Federn liegt und „schläft, wie ein Bär“, wie einer später der NRWZ erzählt, wundern sich andere über die Betriebsamkeit am helllichten Morgen, denken sich aber nichts dabei.

    Eine Familie aber schreckt die Betriebsamkeit im Garten auf: Es handelt sich um die aktuellen Pächter des Grundstücks. Dieses gehörte früher dem Land Baden-Württemberg, war aber an die Privatleute verpachtet worden. Diese sollen es kommendes Jahr aufgeben, dann kann der Betreiber des Hotels Johanniterbad, Tobias Maier, den Garten übernehmen, Parkplätze dort anlegen und Platz schaffen für eine erweiterte Hotellobby, so die – bereits vom Bauamt genehmigten – Pläne.

    Laut Maier gehört ihm der Garten bereits. Er habe den Vertrag mit dem Pächter, Anlieger des Grundstücks, vom Land übernommen. Weil er aber offenbar glaubt, noch das Recht über den Garten zu haben, weil ihm die Arbeiten zu früh stattgefunden haben, holt der aktuelle Pächter die Polizei.

    Das Polizeirevier Rottweil bestätigt auf Nachfrage der NRWZ den Einsatz um 9.30 Uhr am Samstag. Es handele sich wahrscheinlich um eine zivilrechtliche Angelegenheit, notiert der Bericht. Aber die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, eventuell kommt ein Ordnungswidrigkeitenverfahren hinzu. So ist das Fällen von Bäumen eigentlich in der Zeit vom 1. März bis 30. September in der Regel nicht erlaubt.

    Zum Zeitpunkt, als die Polizeistreife eintrifft, war vor Ort bereits ganze Arbeit geleistet worden. Eine Fläche von gut 100 Quadratmetern ist gerodet, mehrere Bäume sind geschnitten und säuberlich aufgestapelt worden. Zudem gibt es einen großen Haufen Häckselgut. Ob die Polizei die Arbeiten beendet hat oder ob sie bereits abgeschlossen gewesen sind, ist unklar. Der Polizeibericht sagt dazu noch nichts.

    Die betroffenen Nachbarn, die Pächter der ummauerten Anlage, wollen sich nicht dazu äußern. Sie stehen der NRWZ aktuell nicht für ein Interview zur Verfügung.

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    Dafür erzählt ein weiterer Nachbar, was er von der Maßnahme hält: nichts. Es sei für ihn völlig unverständlich, dass der Johanniterbad-Betreiber hier plötzlich losgelegt habe. Dass sich Maier, wie man ihm erzählt habe, den Schlüssel zum Tor des Gartens zuvor ohne nähere Erklärungen von den Pächtern geholt habe. Dass er, der Grundstückseigentümer, und der Pächter sich noch am Freitagabend getroffen hätten – und dass er auch da, am Vorabend, sein Vorhaben nicht angekündigt habe. Dass es am Samstagmorgen einfach losgegangen sei und man habe die Polizei holen müssen. Kopfschütteln. Vieles ist hier Hörensagen, dass sich die Kontrahenten getroffen haben, ist aber Fakt.

    Es geht vor Ort um ein Erweiterungsprojekt des Hotels. Maier möchte sein Haus aufstocken, möchte weitere Doppelzimmer anbieten können. Er erklärt das immer wieder auch mit der bestehenden Dachform des Gebäudes aus den 1960-er Jahren, die nach dem Umbau viel rottweilerischer würde. Was übrigens den Berechnungen zufolge zu Beschattungen des Hauses des bisherigen Pächters des Gartens führen wird.

    Wenn das Hotel mehr Gäste bewirtet und beherbergt, muss es mehr Parkplätze ausweisen. Deshalb hat sich der Johanniterbad-Wirt einen Teil des Kameralamtsgartens, jenen ummauerten, bisher privat genutzten Bereich, vom Land gesichert, hat ihn erworben, wie er der NRWZ am Sonntagvormittag berichtet. Dort sollen für mehrere Jahre Parkplätze entstehen. Außerdem soll die neue erweiterte Eingangshalle des Hotels in den bisherigen Park ragen. Genehmigt ist das alles. „Das Baugesuch ist seit 13. Oktober vergangenen Jahres durch“, so Maier zur NRWZ. Und er als Johanniterbad-Betreiber hat gegenüber der NRWZ auch schon vor Wochen bekräftigt, dass er trotz der Corona-Krise an seinen Plänen festhalten wolle.

    Bei den Arbeiten im Garten sei es ihm außerdem nur darum gegangen, das Grüngut zurückzuschneiden, etwas Ordnung zu schaffen. Er habe einen Blick auf das Baufenster bekommen wollen, in dem er im kommenden Jahr, wenn der Pachtvertrag ausgelaufen ist, dann loslegen will.

    Die Stadtverwaltung hat auf Anfrage der NRWZ ihre Sicht der anstehenden Dinge bereits 2017 erklärt. Sie schreibt: „Die Stadt plant, im Bereich des oberen Kameralamtsgartens eine öffentliche Grünanlage herzustellen. Bislang ist der Garten nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Dies würde sich dadurch ändern. Es gibt durch die Pläne auch keinen Konflikt mit einer geplanten Landesgartenschau, vielmehr würde mittelfristig sogar mehr öffentliches Grün in der Stadt für alle Bewohner verfügbar.“

    Wie? Keine Erweiterung? Doch, natürlich: In Erwägung gezogen werde eine temporäre Zwischennutzung mit acht Stellplätzen für das Hotel Johanniterbad, damit das Bauvorhaben, die Erweiterung des Johanniterbads, nicht weiter verzögert wird. „Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Standortsicherung eines Betriebs in der historischen Innenstadt“, hieß es in der Stellungnahme der Stadtverwaltung vor drei Jahren. Der Bauherr müsste sich dann während dieser Zwischenphase um eine andere dauerhafte Lösung kümmern, also die Parkplätze an anderer Stelle nachweisen.

    Es geht also vordringlich um Parkplätze, die ohnehin Mangelware sind in dem Viertel wie in jedem anderen Rottweiler Innenstadtviertel auch. So geht etwa die Legende, dass schon in früheren Zeiten zwei Anwohnerstellflächen dem aktuellen Johanniterbad-Parkplatz zugeschlagen worden sind, durch simples Verändern eines Parkschildes. Die Stadtverwaltung, vor längerer Zeit von der NRWZ befragt, hat dazu keine Stellungnahme abgegeben. Unter Androhung von Parkgebühren von 50 Euro pro Nacht wird das Falschparken jetzt dort vom Johanniterbad untersagt. Manche Anwohner schert das nicht, der Wirt stellt seine Wagen daher neuerdings gerne auf die offenkundig einstmals den Anwohnern zugedachten Stellplätze. Und manch ein Gast parkt wiederum wild im Viertel. Aber alle haben dem Anschein nach gelernt, damit zu leben,

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    Streit herrschte eigentlich keiner im Viertel. Jedenfalls kein offen ausgetragener. Man kennt sich, etwa der Wirt und der bisherige Gartenpächter, seit Langem, man duzt sich. Dass nun die Polizei geholt worden ist – eine ganz neue Eskalationsstufe.

    Offenbar aber brodelt es im Hintergrund. Maier erzählt, er und seine Familie, schon sein Vater als Unternehmensgründer, seien immer wieder angegangen worden von Nachbarn. Sie hätten nie einen leichten Stand gehabt. Mehr möchte er nicht sagen, es sei „eine ganz schwierige Geschichte“, erklärt er auf Nachfrage der NRWZ.

    Bisher kommunizierten beide Seiten aber anscheinend inhaltlich auf Augenhöhe. Das berichtet etwa ein Nachbar. Er war seinerzeit, 2017, bei einer Informationsveranstaltung des Johanniterbads zum geplanten Umbau. Damals war die Presse auf eigene Entscheidung nicht anwesend, obwohl eingeladen, weil man die beiden Seiten die Dinge unter sich klären lassen wollte. Die Stimmung bei dem Gespräch sei gut gewesen, so der Nachbar heute zur NRWZ. Der Wirt habe das Projekt detailliert erklärt und um Verständnis für sein Vorhaben geworben. Das hätte die andere Seite, das hätten die Anwohner durchaus.

    Auch gehe es den bisherigen privaten Gartennutzern nicht darum, an ihrem jährlichen Nachbarschaftsfestle in dem Garten festzuhalten und ihn ansonsten für sich selbst zu haben. Sie geben ihn für das Anbauvorhaben des Hotels her, kein Problem. Gerade vor diesem Hintergrund sei es für ihn unverständlich, dass der Johanniterbad-Betreiber sich nicht an die Vereinbarungen halte, sagt der Nachbar nun. Ohnehin habe er den Eindruck, das Haus schotte sich zu sehr ab. So öffnet das Johanniterbad ja nicht mehr für Narren an der Fasnet, die dort nicht mehr einkehren können, obwohl sie während der Sprünge dort vorbeikommen. Das sei schade, merkt der Nachbar an. Und es sei ebenfalls unverständlich.

    Auch hat am vergangenen Sonntagmittag entgegen sonstiger Gepflogenheiten der eigentliche Kameralamtsgarten nicht mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung gestanden. Es handelt sich dabei um einen kleinen Park an der Stadtmauer, eingeschlossen vom Lehrerkolleg einerseits und dem Hotel Johanniterbad andererseits. Eine Fläche jenseits der privaten, ummauerten. Sie ist am Montag schön gepflegt worden vom städtischen Betriebshof und einem von der Stadt engagierten Dienstleister.

    Die Parkplätze dort, die unter der Woche den angehenden Lehrern und ihren Ausbildern zur Verfügung stehen, gehören am Wochenende dem Hotel Johanniterbad. Der Bereich wird durch einen Torbogen erreicht, das mit einem eisernen Gitter verschlossen werden kann. Dass dieses sonntags mittags geschlossen ist, ist eigentlich unüblich.

    „Nach unserem Kenntnisstand ist es so, dass der Parkplatz werktags den Lehrerseminarangehörigen vorbehalten ist (keine öffentliche Parkierung). Nachts und am Wochenende gibt es eine Vereinbarung vom Amt für Vermögen und Bau des Landes und Hotel, dass das Johanniterbad die Parkflächen für seine Gäste nutzen kann“, so ein Sprecher der Stadtverwaltung auf Nachfrage der NRWZ. Die gesamte Fläche einschließlich der Grünanlage sei weiter im Besitz des Landes. „Wir haben keine Kenntnis davon, dass sich bei den Schließzeiten etwas grundsätzlich ändert. So solle das Tor zu den üblichen Öffnungszeiten geöffnet sein.

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    Ein Schild oberhalb der Abfahrt zu Tor, Lehrerkolleg und Garten weist die Öffnungszeiten aus:

    Bei der Stadtverwaltung beobachtet man die Entwicklung im Johannserort mit einer gewissen Sorge. Das Projekt der Hotelerweiterung sei gut, es stärke den Wirtschaftsstand Rottweil einerseits, es mache aber auch eine bisher privat genutzte Grünfläche eines Tages für die Öffentlichkeit zuständig, heißt es. Win-win, also. Dass es nun zu einem Polizeieinsatz gekommen sei, sei wiederum eine beunruhigende neue Eskalationsstufe. Man hoffe, dass sich die Situation dauerhaft befriede.

     

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