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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Rott­weil ”Kom­mu­nal­po­li­ti­sche Hirn­für­ze mit SPD-Geschmack”

”Kommunalpolitische Hirnfürze mit SPD-Geschmack”

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Sie haben’s getan. Rott­wei­ler Genos­sen haben sich an einem Diens­tag in der Rush-Hour an die Haupt­kreu­zung gestellt und den Ver­kehr gezählt. Dafür wer­den sie nun nicht gera­de gelobt – eher mit Häme über­schüt­tet. ”Zwei von drei waren mal mei­ne Leh­rer”, gefolgt von einem ”Ach-du-mei­­ne-Güte-Emi­­to­­con”, das ist noch die harm­lo­ses­te Vari­an­te.

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”Kom­mu­nal­po­li­ti­sche Hirn­für­ze mit SPD-Geschmack.” Die hat ein Fan der NRWZ auf Face­book wahr­ge­nom­men. Er senkt den Dau­men, gefällt ihm nicht. Hin­ter­grund: Mit der Ver­kehrs­zäh­lung will die ört­li­che SPD ihre For­de­rung nach einer Ver­drän­gung des Ver­kehrs aus der Rott­wei­ler Innen­stadt unter­bau­en. Tat sie auch ein­drucks­voll: 1120 Autos haben sie in einer Stun­de gezählt. Und, das wird die ört­li­chen Grü­nen ärgern, die kaum eine Woche ver­strei­chen las­sen, ohne fürs Fahr­rad als Trans­port­mit­tel zu wer­ben: In der glei­chen Zeit haben die Genos­sen gan­ze acht Draht­esel gezählt.

Die Autos raus aus der Innen­stadt – für eini­ge undenk­bar. ”Und wenn alle Auto­fah­rer aus­ge­sperrt sind, wird die Innen­stadt unat­trak­tiv und die Geschäf­te wer­den ein­ge­hen. Wollt ihr das?”, fragt ein Leser. Er erzählt: ”Ich woh­ne in der Nähe von Bad Urach und dort sind die Geh­stei­ge schon lan­ge hoch­ge­klappt, weil die Auto­fah­rer nicht mehr erwünscht sind. Vie­le Geschäf­te haben inzwi­schen schlie­ßen müs­sen. Ist das die Absicht derer, die sich dar­um bemü­hen, die Auto­fah­rer aus­zu­sper­ren?”

Ein ande­rer schreibt: ”Immer wie­der die Mär­chen­stun­de, dass Autos nur zum Spaß gefah­ren wür­den! Autos sind unab­ding­ba­re Beglei­ter auf den beruf­li­chen Wegen und kei­ner fährt frei­wil­lig Umwe­ge bei den Sprit­prei­sen. Grü­nes Den­ken liegt hier völ­lig dane­ben.”

Und eine Lese­rin schreibt: ”Ja, man hat es woan­ders schon gese­hen, was pas­siert, wenn man alles umlei­tet … Nur Mut, es sind noch nicht alle Innen­städ­te aus­ge­stor­ben. Eine Par­tei, die regel­mä­ßig ihre Stand­punk­te ändert, ist auch wirk­lich glaub­wür­dig. Ihr macht sicher das rich­ti­ge …”

Aber es gibt auch Zuspruch: ”Rott­weil ist für mich als Ein­kaufs­stadt völ­lig unat­trak­tiv, vor allem wegen des ätzen­den Ver­kehrs”, schreibt eine Lese­rin. ”Und das Eis im ‘Vene­zia’ schmeckt auch nur bedingt bei dem Ver­kehrs­lärm. Ein schö­ne Stadt, die durch den Ver­kehr völ­lig ver­un­stal­tet wird! Ande­re Städ­te wie Vil­lin­gen machen es vor … eine Innen­stadt ohne Ver­kehr hat nur Gewin­ner.” Sie bekommt Zuspruch.

Ein ande­rer schreibt: ”Muss man mit dem Auto vor jedes Geschäft fah­ren kön­nen?? Wenn die Leu­te nach Stutt­gart oder in eine ande­re Stadt fah­ren, lau­fen sie kilo­me­ter­lang die Fuß­gän­ger­zo­ne rauf und run­ter mit tau­send Tüten in den Hän­den!!!”

Die Rott­wei­ler SPD hat sich jeden­falls fest­ge­legt. „Hier ist zu viel Auto­ver­kehr und gerecht­fer­tigt erscheint der Prüf­an­trag der SPD-Stadt­­­rats­frak­­ti­on, leicht ver­än­dert von der CDU, die Stadt­ver­wal­tung möge nach Wegen zur Ver­kehrs­min­de­rung suchen.”  

 

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