Naturfreundehaus Jungbrunnen: Petition gegen Pächterwechsel gestartet

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Mit einer Online-Petition soll die Kündigung des Pachtverhältnisses für das Naturfreundehaus Jungbrunnen bei Rottweil rückgängig gemacht werden. Die Unterschriften trudeln in großer Zahl ein. Sie werden aber wohl nichts mehr bewirken können.

Das Naturfreundehaus Jungbrunnen wird seit knapp zwei Jahren von Frank und Marianne Bohn geführt, leider haben sie auf Ende des Jahres die Kündigung bekommen.
Die beiden waren bei Ihren Gästen sehr Beliebt und haben Leben in den Jungbrunnen gebracht, wenn Ihr auch der Meinung seid und die beiden dabei unterstützen wollt, eventuell auf dem Jungbrunnen bleiben zu können, bitte ich Euch, diese Petition zu unterschreiben.
Vielen Dank 😉

So begründet der Initiator der Petition sein Anliegen. Die Unterschriften treffen in großer Zahl ein, 200 hat Pierre Wimmer als Ziel angesetzt, nach zwölf Stunden waren es schon mehr als 150.

Der Hintergrund: Das Rottweiler Naturfreundehaus „Jungbrunnen“ bei Göllsdorf steht vor einem erneuten Pächterwechsel. Der aktuelle, Frank Bohn, seit 2018 aktiv, hat die Kündigung erhalten, muss im kommenden Jahr das Haus verlassen haben.

Bei Pierre Wimmer handelt es sich um den Sohn der Lebensgefährtin von Bohn, Marianne Wimmer. Er hat die Sache für die beiden in die Hand genommen, erzählt er am Dienstagmorgen der NRWZ. Die Unterschriftensammlung soll zeigen, „dass eigentlich alle Gäste, die da waren, hinter den Pächtern Frank und Marianne stehen“, so Wimmer auf Nachfrage der NRWZ. Es gehe darum, „vielleicht doch noch einen Weg zu finden, dass die beiden bleiben können“, so Wimmer weiter. Er will mit der schieren Zahl an Unterzeichnern zeigen, dass viele Menschen die Arbeit von Bohn und Wimmer schätzen.

Am Dienstagmorgen hat Bohn dann die Bitte um Unterstützung per Unterschrift an einen großen Mailverteiler geschickt, darunter die Stadtverwaltung, Redaktionen und Privatpersonen.

Manche der Unterzeichner begründen ihre digitale Unterschrift. So schreibt einer:

Noch nie war es so schön am Jungbrunnen. Die beiden haben alles gut gemacht und sind sehr freundlich. Man merkt eben das da Leidenschaft dahinter steckt. Ohne die beiden ist der Jungbrunnen nicht mehr das was er war.

Über die durch den Vorstand der Naturfreunde Rottweil gegenüber dem Pächter ausgesprochene Kündigung hatte die NRWZ berichtet:

Spannend war dann, wie die Vorsitzende der Rottweiler Naturfreunde, Gisela Burger, reagieren würde. Die NRWZ hat bei ihr angefragt, sie befindet sich allerdings im Urlaub.

Doch sie reagierte prompt. Und eindeutig: „Der Beschluss, Herrn Bohn zu kündigen, ist gefallen. Wenn Herr Bohn meint, öffentlich Druck ausüben zu müssen, wird dies nichts an unserer Entscheidung ändern.“

Nach ihren Worten hat der Verein derweil immer noch eine offene Rechnung mit der früheren Pächterin des Naturfreundehauses, der der Verein 2018 gekündigt hatte. Es bestünden Rückstände in Höhe von 6000 Euro, die anerkannt, aber noch nicht beglichen seien.

Info: Hier ist die Online-Petition zu finden.

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1 Kommentar

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Waldfreund
3 Jahre her

a) Was interessiert es in einem Bericht über den aktuellen Pächter, ob Frau Burger noch eine offene Rechnung mit jemand ganz anders hat? Das dient doch nur der Verzerrung.

b) Haftet (und profitiert!) Frau Burger persönlich für das Naturfreundehaus? Oder wieso hat SIE eine offene Rechnung mit einer anderen früheren Pächterin? Ist es nicht eher der e.V. oder die GbR der Rottweiler Naturfreunde?

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