Gastronomen, Sicherheitskräfte und Besenbetreiber haben im Januar an Schulungsterminen unter dem Motto „Sicher. Feiern. in Rottweil“ teilgenommen. Das Polizeipräsidium Konstanz, Referat Prävention, Standort Rottweil und Frauen helfen Frauen + Auswege e.V. sensibilisierten in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kinder- und Jugendreferat (KiJu) die Teilnehmer im Umgang mit kritischen Situationen, um das Nachtleben an der Fasnet weiterhin sicher zu begleiten.
Im vergangenen Jahr entstand die Initiative „Sicher. Feiern. in Rottweil“ aus dem Arbeitskreis Kommunale Kriminalprävention (KKP), um die Rottweiler Fasnet für Besucherinnen und Besucher weiterhin sicher zu gestalten. Bereits seit vielen Jahren ist der Arbeitskreis am Schmotzigen Donnerstag in der Innenstadt für junge, feiernde Menschen Unterwegs und entwickelt stetig das Präventionskonzept weiter.
Mit der Schulung „Sicher. Feiern. in Rottweil“ wurden im Januar gezielt Gastronomiebetriebe, Security-Kräfte und weitere Akteure des Nachtlebens für kritische Situationen sensibilisiert und in ihrer Handlungssicherheit gestärkt. An beiden Terminen nahmen insgesamt 36 Personen teil, die in den Räumlichkeiten des Stadtjugendrings im Parkhaus „Stadtmitte Nord“ (Kriegsdamm) stattfand.
Die Inhalte zielten darauf ab, ein gemeinsames Verständnis für den Schutz feiernder Menschen zu schaffen. Im Fokus standen dabei die Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt und kritisches Verhalten, die Früherkennung von grenzüberschreitenden Situationen sowie die Vermittlung praxiserprobter Interventions- und Deeskalationsstrategien. Darüber hinaus wurden wichtige Aspekte des Opferschutzes, der professionellen Unterstützung von Betroffenen und rechtliche Grundlagen behandelt. In praxisnahen Rollenspielen konnten die Teilnehmenden das Gelernte direkt anwenden, ihren Blick für Situationen überprüfen und ihre Kompetenzen für den Ernstfall erproben.
„Wir geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Wissen und die Handlungssicherheit mit, die sie benötigen, um in kritischen Momenten sicherer agieren zu können“, so Tanja Kaluza-Rall vom Referat Prävention des Polizeipräsidiums Konstanz. Die Schulung vermittele nachhaltige Kompetenzen, die während der gesamten Fasnet und bei der alltäglichen Arbeit im Nachtleben angewendet werden können und so einen ganzjährigen Beitrag zur Sicherheit und der Feierkultur leisten können.
„Die Schulung ist eine wichtige Ergänzung zum Präventionskonzept am Schmotzigen Donnerstag, doch ihre Wirkung geht weit darüber hinaus“, betont auch Anni Kluge, Leiterin des Kinder- und Jugendreferates der Stadt Rottweil und des Arbeitskreises KKP. „Die hohe Teilnahmezahl und das durchweg positive Feedback bestätigen uns darin, wie wichtig dieses Angebot ist. Ziel ist, dass wir diese Schulungen jährlich anbieten und möglichst viele Akteure erreichen, um das Thema präsent zu halten.“
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