Montag, 22. April 2024

Überregionales Gäubahn-Bündnis gegründet

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Der evangelische Gemeindesaal war voll, lokale Vertreter aus Anrainer-Städten entlang der Gäubahn und Zulieferstädten zur Gäubahn von Konstanz bis Stuttgart waren gekommen , um ein überregionales Pro Gäubahn Bündnis zu gründen, und damit gebündelt die Interessen aller Gäubahnfahrenden zu vertreten.

Rottweil. „Wir wollen nicht abgehängt werden!“ Vor der Rottweiler Konferenz hatten sich bereits in zahlreichen Gäubahn-Anliegerstädten lokale Bündnisse für die gefährdete Gäubahn zusammengefunden. Auf der Rottweiler Gründungskonferenz stellten sich vor:
Das Gäubahnkomitee Stuttgart „Wir wollen zum Bodensee“ , die IG Gäubahn Freudenstadt, die Pro Gäubahn Initiative Rottweil „Wir wollen zum Hauptbahnof“ , der VCD Kreisverband Konstanz. Darüber hinaus waren Vertreter und Gruppen aus Böblingen, Herrenberg, Horb,Tuttlingen und Singen vertreten.

In der per Aklamation verabschiedeten „Rottweiler Erklärung“ ist der Gründungskonsens des Bündnisses Pro Gäubahn verabschiedet worden, an dem sich bereits bestehende lokale Initiativen zu einem Dachverband zusammenschlossen, um somit mehr Gewicht zu bekommen. Grundtenor ist die Forderung nach „dem Fortbestand der direkten Anbindung des südlichen Baden-Württembergs zum Stuttgarter Hauptbahnhof und für den solidarischen Zusammenhalt aller Landesteile“.

Aufgrund der Tatsache, dass die Gäubahn eine der wichtigsten Bahnstrecken Süddeutschlands und eine der wichtigen internationalen Fernverkehrsstrecken zwischen Stuttgart, Zürich und Mailand ist, wendet sich das frisch gegründete Bündnis gegen die Kappung der Gäubahn im Rahmen von Stuttgart S21 und lehnt auch „Ablenkungsmanöver wie S-Bahn-Verlängerungen oder absurde Umwege über Tübingen oder Renningen“ ab.

Unterstützungshilfe leistete Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe Jürgen Resch, die mit einer Klage für den Erhalt und den Weiterbetrieb der Gäubahn bis Stuttgat Hbf (oben) kämpft. Es gehe nicht um eine Klage gegen etwas, sondern um eine Klage für die Einhaltung des Planungsfeststellungsverfahrens der Deutschen Bahn, betonte Resch ausdrücklich. Zu Hilfe kommen könnte außerdem ein Aus der Finanzierung des geplanten Pfaffensteigtunnels nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Bundesaushalt. Für einen Erhalt der Gäubahnstrecke bis zum Hbf könnten die neuesten Entwicklungen einer Inbetriebnahme des unterirdischen Hauptbahnhofs dienen, denn nach neuesten Planungen , werde der Kopfbahnhof bei Inbetriebnahme von S21 erstmal weiterhin gebraucht. Es gebe also nicht einmal aus Sicht der Befürworter des Projekts S21 einen sachlichen Grund für die Zerstörung der umsteigefreien Verbindung, so der Gründungskonsens des Bündnisses Pro Gäubahn.

Ihre verabschiedeten Forderungen lauteten entsprechend: „Die Gäubahn muss auf kürzestem Weg Zürich und Singen mit Stuttgart verbinden und durch Streckenausbau attraktiver werden!“

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Pressemitteilung (pm)
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