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Samstag, 11. Juli 2020
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    Fasnetskonzert der Stadtmusik Schramberg ein riesiger Erfolg

    Über 500 Besucher im ausverkauften Bärensaal

    Schramberg. Eine neue Idee, ein mit über 500 Besucherinnen und Besuchern restlos ausverkaufter Bärensaal, und ein Publikum, das voll des Lobes für die Stadtmusik Schramberg ist. Das Fasnetskonzert ist zu einem riesigen Erfolg geworden. Auch wenn die Veranstaltung von Stadtmusikpräsident Herbert O. Zinell als einmaliges Ereignis eröffnet wurde, hoffte so mancher Gast auf eine Wiederauflage.

    Die Stadtmusik Schramberg pflegt ihre Tradition, ist aber auch für neue Ideen offen. Schon vor längerer Zeit hatte Holger Gögelein die Idee, ein Fasnetskonzert zu veranstalten. Vor etwas mehr als einem Jahr wurden die Überlegungen dann konkret. Die Stadtmusiker um ihren Vorsitzenden Peter Flaig legten sich so richtig ins Zeug, um die Veranstaltungsidee zu realisieren. Die Probenarbeit lag – wie immer – in den Händen von Musikdirektor Meinrad Löffler. Narrenmärsche aus Schramberg und der Region wurden geübt. Dabei zahlte sich nicht nur die Routine in Sachen Konzerte und deren Vorbereitung aus, auch wie man Feste zum Erfolg macht, weiß man bei der Stadtmusik Schramberg.

    Kontakte zu den Narrenzünften wurden aufgenommen, das Team der katholischen Kirchenfasnet wurde für die Bewirtung gewonnen, Ideengeber Holger Gögelein machte das bisher Unmögliche möglich: Er überzeugte die Narrenzunft Villingen, eine Abordnung nach Schramberg zu schicken.

    Als es am Samstag nun so weit war, hatten Musikerinnen und Musiker für einen ausverkauften Bärensaal gesorgt. Die bei anderen Veranstaltungen übliche Abendkasse gab es nicht. Nur ein paar reservierte Karten wurden noch abgeholt, sofern sie nicht bereits beim Vorverkauf gleich mitgenommen worden waren.

    Von hinten zog die Stadtmusik zum „Alten Jäger“ in den Bärensaal ein. „Alte Weiber“ und Dominos folgten der Stadtmusik. Während die Stadtmusik auf die Bühne ging, blieben die „Alten Weiber“ und die Dominos im Saal.

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    Stadtmusik-Präsident Herbert O. Zinell begrüßte die zahlreichen Gäste. Jene, die es noch nicht wussten, erfuhren von ihm, dass das Fasnetskonzert Teil des Programms zum 190-jährigen Bestehen der Stadtmusik Schramberg ist. Geplant sei das Konzert als einmaliges, als singuläres Konzert. Zinell dankte dem Team der katholischen Fasnet. Für diese bedeutete der Einsatz im Bärensaal bei der Stadtmusik, dass dieses Jahr die eigene Fasnet ausfällt. Der Erlös aus der Bewirtung geht übrigens an den Kinderfonds.

    Die Moderation des Abends übernahmen Stadtarchivar Carsten Kohlmann und der stellvertretende Vorsitzende der Stadtmusik Schramberg, Matthias Krause. Die Entwicklung des Schramberger Narrenmarsches wurde ebenso in Worten als auch musikalisch nachgezeichnet. Neu entdeckt wurde von wenigen Jahren der Narrenmarsch von Fridolin Schinle (1885-1936). Dieser war von seinen Nachfahren an die damalige Stadtmusikvorsitzende Tanja Witkowski übergeben worden, die die wertvollen Noten an Dirigent Meinrad Löffler weitergab. Schon bekannter war dann die erste Version des heutigen Narrenmarsches von Walter Pfeiffle, die sich aber dennoch in Teilen von der anschließend gespielten Version zwei und damit der aktuell gespielten Version unterschied. Eben zu dieser zweiten Fassung gab es auch den Brezelsegen mit den Schramberger Kleidlesträgern.

    Dem schlossen sich die Narrenmärsche der Statteile und der Region an. Die Narrenzünfte Sulgen und Waldmössingen hatten trotz eigener Fasnetsveranstaltungen am gleichen Abend Kleidlesträger ins Tal geschickt, die zu den jeweiligen Narrenmärschen in den Bärensaal einzogen. Den Tennenbronner Narrenmarsch gab es dann ohne Kleidlesträger. Wiederum mit eigenen Abordnungen waren die Hardter und die Lauterbacher Narren zu ihren von der Stadtmusik Schramberg gespielten Narrenmärschen eingezogen.

    Überregional wurde es dann mit dem Narrenmarsch aus Donaueschingen. Deren Vertreter wurden mit großem Applaus empfangen, auch wenn ihnen ein Einzug in den Saal mit eigenen Kleidesträgern nicht möglich war.

    Dem schlossen sich die Narrenmärsche aus Oberndorf, Elzach und Rottweil an, bevor die Rosswälder für Stimmung sorgten.

    Absoluter Höhepunkt war der Besuch der Historischen Narrozunft Villingen 1584. Der Spielmannszug der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen spielte den Lockmarsch, den die Stadtmusik Schramberg nahtlos übernahm. Die Villinger Narren folgten. Gespielt wurden sowohl der Villinger Narrenmarsch, als das Villinger Schunkellied. Den Ausmarsch der Villinger Narros begleitete dann wieder der Spielmannszug mit dem Parademarsch.

    Als Zugabe gab es eine Fasnetsnummer, die es vor vielen Jahren im Bärensaal gab. Zum „Puppenspieler von Mexico“ zogen gleich drei Paarungen aus Kindern und Erwachsenen auf Stelzen in den Saal ein. Sänger war Dominik Dieterle.

    Doch damit nicht genug: Bis tief in die Nacht hinein wurde nun mit der ehemaligen Fasnetsband „Franky and the backward principle“ gefeiert, die sich nach langer Pause eigens für diesen Abend wieder zusammengetan hatten.

    Mit ihrer Idee hat die Stadtmusik Schramberg das Publikum begeistert. Bereits am Morgen danach waren in den sozialen Medien zahlreiche positive Kommentare zu lesen und bereits am Abend hoffte so mancher auf eine Wiederauflage des Fasnetskonzerts.

    Und hier hätten wir auch noch ein kurzes Video für alle, die das Villinger Schunkellied auch hören wollen.

    Für alle, die gerne noch mehr wissen möchten, geht es hier zur Moderation des Abends mit allen historischen Informationen.

     

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