Geschafft: Der Steinzeitfan Markus Klek ist in Freiburg – zu Fuß

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Schramberg. Er hat es tatsächlich geschafft: Markus Klek ist von Schramberg bis Freiburg gewandert. Ausgerüstet wie ein Wanderer in der Steinzeit. Gemeinsam mit drei ebenso enthusiastischen Steinzeitfans war Klek am 21. Januar losgewandert. Die drei Kollegen hatten ihn bis Eisenbach begleitet. Dann wanderte er allein weiter und ist am Samstagnachmittag in Freiburg angekommen.

„Es war ein großartiges Experiment und ich habe fast jeden Moment davon genossen“, schreit er auf Instagram. Acht Tage und sechs Nächte hat er draußen im Schnee verbracht. Das Wetter sei herrlich eisig gewesen, es habe nicht geregnet “und meine Ausrüstung hat wunderbar funktioniert“. Einschränkend bemerkt er noch, sein Schuhwerk habe  ihm eine harte zeit beschert und sein linker Fuß schmerze …“aber was für ein Trip“.

Als Klek am Samstag vorige Woche gemeinsam mit Dennis Moch, André Schnellmann und Raimund Kuckuk in Schramberg aufbrachen, da sah es noch nicht wirklich danach aus, dass die Wanderung funktionieren könnte. Die Ausrüstung war sehr schwer, die Schleifen, auf denen zwei der Wanderer ihre Habseligkeiten verstaut hatten, nicht wirklich stabil – und Andrés Rucksack mit etwa 30 Kilogramm Gewicht grenzwertig. Auch mit moderner Ausrüstung, geschweige denn, wenn statt Goretex Gamsleder und statt Daunenschlafsack Schaffelle die Ausrüstung bestimmten.

Dennis Moch berichtet, sie hätten immer nach einer Stunde Marschieren fünf Minuten Pause eingelegt, nach drei Stunden maximal 30 Minuten.  Sein Schaffellmantel sei „tags zu warm“ gewesen. Deshalb habe er ihn auf die Schleife gebunden. Aber nachts zum Schlafen sei er „ideal“. Dennis hatte auf der Schleife 28 Kilo Gewicht und auf dem Rücken noch einen „Rucksack mit 12 Kilogramm.

Auf Ötzis Spuren durch den Schwarzwald

Am Dienstag, so war es verabredet, haben sich die drei Mitwanderer verabschiedet und Markus Klek ist alleine weitergezogen. Das Gepäck sei schwer, der Nebel dicht Die Nächte seien nicht gerade komfortabel aber er habe nicht gefroren, schreibt er auf Instagram. „Alles ist feucht.“  Er mache nun einen schritt nach dem anderen. Und dann  meint er fröhlich: „Eigentlich macht es Spaß !!“

Am Freitag berichtet er dann von zwei harten Tagen. Etwa 50 Meter Sicht, alles vereist. Mit dem Smartphone macht er ein Selfie vor einer vereisten Tanne. Er sei vom Morgen bis zum Abend durchgewandert, um sein Ziel zu erreichen. „Kein Feuer in dieser Nacht.“ Auch habe er einige seiner Ausrüstungssachen zurückgelassen, damit er weniger Gewicht zu tragen hat. „Unter anderem meinen wertvollen Schlitten.“

Noch zwei Tage, schreibt er, und er habe gehört weiter unten sei der Schnee weg. Und tatsächlich. Am Samstag ist er glücklich: „Last day! Wahnsinns Eis und Schnee. Runter nach Freiburg. Schuhe kaputt.“

Info: Am Dienstag um 18.45 läuft der zweite Teil einer Reportage über Markus Kleks Tour im SWR-Fernsehen.

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.