Mord in Hardt: Sicherungsverfahren gegen 56-Jährige

Prozess beginnt diesen Donnerstag

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HARDT/TENNENBRONN – Die Blut­ta­ten vom 27. Janu­ar in Hardt und Ten­nen­bronn wer­den ab Don­ners­tag juris­tisch vor dem Land­ge­richt Rott­weil auf­ge­ar­bei­tet.  Damals soll eine 56-jäh­ri­ge Frau zunächst in Hardt ihre Toch­ter ersto­chen und wenig spä­ter in Ten­nen­bronn ihren Sohn lebens­ge­fähr­lich ver­letzt haben. Die Taten hat­ten Ende Janu­ar in Hardt und Ten­nen­bronn gro­ße Bestür­zung aus­ge­löst.

Die Staats­an­walt­schaft wirft der Frau Mord und ver­such­ten Mord in Tat­ein­heit mit gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung vor. Da die mut­maß­li­che Täte­rin zur Tat­zeit wegen einer psy­chi­schen Erkran­kung schuld­un­fä­hig war, wer­de sie nicht bestraft wer­den kön­nen. Die Staats­an­walt­schaft habe des­halb „eine Antrags­schrift im Siche­rungs­ver­fah­ren ein­ge­reicht und erstrebt die Unter­brin­gung der Beschul­dig­ten in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus gemäß Para­graf 363 Straf­ge­setz­buch“, teilt das Land­ge­richt Rott­weil mit.

Mutmaßliche Täterin psychisch krank und schuldunfähig

Die Beschul­dig­te war nach den Taten zunächst in Unter­su­chungs­haft und ist seit­her wegen ihrer psy­chi­schen Erkran­kung vor­läu­fig unter­ge­bracht“, heißt es wei­ter. Die Staats­an­walt­schaft gehe davon aus, dass die Beschul­dig­te am 27. Janu­ar „auf­grund eines hand­lungs­lei­ten­den Wah­nes“ zunächst ihre Toch­ter in deren Woh­nung in Hardt mit einem Mes­ser ersto­chen habe. Danach sei sie nach Ten­nen­bronn gefah­ren und habe dort ver­sucht, ihren Sohn in des­sen Woh­nung eben­falls mit einem Mes­ser zu erste­chen. Sie hat­te ihren Sohn dabei schwer ver­letzt.

Da Land­ge­richt hat wei­te­re vier Fort­set­zungs­ter­mi­ne ange­setzt: Am 29., 30. und 31. Juli sowie am 2. August jeweils um 9 Uhr.  Am Pro­zess sind neben Staats­an­walt­schaft und der 56-Jäh­ri­gen auch ein Neben­klä­ger, drei Sach­ver­stän­di­ge und sie­ben Zeu­gen betei­ligt. Der Pro­zess fin­det unter ver­schärf­ten Sicher­heits­vor­keh­run­gen statt. Das Gericht weist  dar­auf­hin, dass wäh­rend des Ver­fah­rens die Öffent­lich­keit even­tu­ell aus­ge­schlos­sen wird.

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