OneCoin-Greenwood muss weiter warten

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Um ein weiteres viertel Jahr hinaus ziehen wird sich das Verfahren gegen OneCoin Top-Star Karl Sebastian Greenwood. Den eigentlich für den 18. Dezember geplanten Prozessauftakt in New York hat Richter Edgardo  Ramos nämlich gestern auf den 26. März 2021 verschoben.

Greenwood, der zusammen mit Ruja Ignatova das OneCoin-Imperium aufgebaut hatte, sitzt seit 2018 in US-Haft. Seine Anwälte hatten schon mehrfach eine Prozessaufschiebung erreicht, weil sie unter den Coronabedingungen nur selten mit ihrem Mandanten reden könnten.

Die OneCoin-Gründerin Ruja und ihr Bruder Konstantin sind in Schramberg aufgewachsen und zur Schule gegangen. Bis heute erinnern sich ehemalige Mitschülerinnen und Lehrer an die beiden. Ruja war eine brillante Schülerin, eine „Überfliegerin“, wie sie eine ehemalige Lehrerin nannte. Konstantin verkehrte in Skater-Kreisen auf dem Wittumgelände, sein damaliger Spitzname Konsti-Keks. Er machte auch Musik, eher von der düsteren Sorte, wie sich Kumpels von damals erinnern. Um 2014/15 hatte Ruja die OneCoin-Idee. Eine Kopie der Kryptowährung Bitcoin –„nur besser“. wie Ruja versprach. Zusammen mit dem Marketing-Genie Greenwood zog sie ihr Imperium auf.

Konstantin und Ruja auf einem Facebookpost aus der OneCoin-Fangemeinde von 2019. Da sass Konsti Keks bereits im Gefängnis und die Cryptoqueen war längst untergetaucht

Drei Verfahren laufen in den USA

Das Verfahren gegen Sebastian Greenwood ist der dritte Prozess gegen einen OneCoin-Beteiligten vor dem Gericht in Manhattan. Bereits verurteilt hat das Gericht Konstantin Ignatov. Nach Rujas Untertauchen im Oktober 2017 hatte Konstantin ihre Rolle an der Spitze von OneCoin  übernommen. Im März 2019 allerdings hatte das FBI Ignatov am Flughafen in Los Angeles verhaftet. Seither sitzt er in US-Gewahrsam.

Nachdem er zunächst versucht hatte, gegen Kaution frei zu kommen, hatte es sich im Spätsommer 2019  auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft eingelassen und ein umfangreichs Geständnis abgelegt. Im Gegenzug sollte er eine mildere Strafe erhalten. Bedingung war aber auch, dass „Konsti-Keks“ in weiteren OneCoin-Verfahren aussagt.

Das tat er dann vor einem Jahr im Prozess gegen Mark Scott. Dem Rechtsanwalt aus Florida hatte die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, er habe für Ruja und die OneCoin-Organisation etwa 400 Millionen US-Dollar gewaschen und dafür 50 Millionen Dollar kassiert.

Da Ignatov auch geg…

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