Die auf Sanierungsbauwerke spezialisierte Schramberger Baufirma „Di-Zwo“ hat Insolvenz angemeldet. Di-Zwo war die Nachfolgefirma der Baufirma Dieterle, die 2013 zum zweiten Mal insolvent gegangen war. Eine erste Insolvenz hatte es 2010 gegeben.
Schramberg. Das Insolvenzgericht in Rottweil hat am 29. Januar Rechtsanwalt Christian Zschocke aus der Kanzlei Haischer und Partner in Villingen-Schwenningen zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt. Das Unternehmen hatte den Insolvenzantrag selbst gestellt. Ursachen für die Insolvenz seien die schwache Konjunktur und etliche Forderungsausfälle. Auch seien die Milliarden aus dem Sondervermögen der Bundesregierung noch nicht in Form von Aufträgen bei den Baufirmen angekommen, berichtet der Schwarzwälder Bote.

Di-Zwo hat ihren Sitz im Junghans-Firmenpark an der Geißhalde. Eine erste Insolvenz einer Baufirma der Familie sorgte 2010 für Schlagzeilen. Damals war ein Brückensanierungsprojekt in Freiburg beim Hauptbahnhof viel teurer als geplant geworden. Jahrelange Streitigkeiten mit der Stadt Freiburg waren die Folge. Die nächste Pleite folgte im Herbst 2013.
Danach gründete man die Baufirma Di-zwo. Die Firma hat an etlichen Sanierungsprojekten in Schramberg und Umgebung mitgearbeitet. Darunter zählen zwei Brückensanierungen an der Straße nach Hardt und nach Lauterbach. Das größte Projekt der vergangenen Jahre in Schramberg war allerdings die Göttelbachverdohlung in den Jahr 2020 und 2021.
Vor knapp vier Jahren ehrte das Ministerium für den Ländlichen Raum das Unternehmen noch mit dem Titel „Spitze auf dem Land“. Di Zwo hatte ein spezielles Verfahren entwickelt, das das Absenken der Brücke bei starker Belastung verhindert.
Auch das hat nicht geholfen. Di-Zwo ist insolvent.



