St. Gallus-Kindergarten in Heiligenbronn: Leiterin Michaela Schumacher geht

SCHRAMBERG –  Die langjährige Leiterin des St. Gallus-Kindergartens in Heiligenbronn hat gekündigt. Das teilt Pfarrer Christian Albrecht im Waldmössinger Mitteilungsblatt jetzt mit. Unter „kirchliche Nachrichten“ würdigt er die  Leiterin Michaela Schumacher als „prägende Kraft“, die in stürmischen Zeiten den Überblick behalten, Charakter gezeigt und ihrer Berufung treu geblieben sei.

Weiter schreibt Albrecht: „Nach den krisenhaften Zeiten im Kindergarten St. Gallus in Heiligenbronn muss die Kirchengemeinde die Kündigung der langjährigen Leiterin, Frau Michaela Schumacher, verkraften. Sie blieb sich immer treu!“

Die Verantwortlichen der Kirchengemeinde hätten Schumacher andere Umstände gewünscht, ihren Abschied zu nehmen. Albrecht weiter: „Nachdem die schlimmste Krise vorüber ist und sich neues Personal und Eltern gemeinsam auf den Weg gemacht haben, die Einrichtung in eine gute Zukunft zu führen, war es auch für Michaela Schumacher genug. Verständlich ist es für den Kirchengemeinderat, dass sie, von den Missbrauchsvorwürfen zwar entlastet, nach dieser Zeit dennoch einen persönlichen Schlussstrich ziehen muss.“

Damit erinnert Schumacher an die Auseinandersetzung um die Jahreswende, als vier Erzieherinnen in Heiligenbronn  kündigten, und die anschließenden Debatten um Erziehungsmethoden und schließlich der Verdacht eines Großvaters , sein Enkelkind sei geschlagen worden. Diesen Verdacht hat die Staatsanwaltschaft im April ausgeräumt.

Albrecht würdigt anschließend ausführlich Schumachers Arbeit in Heiligenbronn und in der Gesamtstadt: „Die Kirchengemeinde weiß, was sie an Michaela Schumacher hatte. Ihre Loyalität, ihr oft überdurchschnittlicher Einsatz für die Einrichtung und die Sorge um ein gutes Miteinander im Betrieb prägten sie.“

Die Kirchengemeinde werde nach Sonntagsmesse am 28. Juli um 10.30 Uhr in Heiligenbronn zum Stehempfang auf dem Kirchplatz einladen, um Frau Schumacher zu verabschieden.  Ihr letzter Arbeitstag sei der 19. Juli, so Albrecht.

 

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