Nach Olympia hatte sich Janina Hettich-Walz vorgenommen, noch den einen oder anderen Top 10-Platz bei den letzten Wettbewerben in der laufenden Saison zu erkämpfen. Gleich beim ersten Rennen gelang ihr dies eindrucksvoll.
Im kalten Kontiolathi in Finnland begann der Wettkampf für die Lauterbacher Biathletin sehr gut. Mit einer fehlerfreien Serie setzte sie sich auf Platz sechs liegend (+ 0:13 Minute) gleich im Spitzenfeld fest. Auch der erste Stehendanschlag war makellos, dadurch verbesserte sie sich bereits auf Rang vier (+ 0:24 Minute).
In der dritten Laufrunde gab Janina Hettich-Walz richtig Gas, dort erzielte sie die beste Laufzeit aller Biathletinnen. Trotzdem wirkte auch das dritte Schießen ruhig und abgeklärt. Nach weiten fünf Treffern arbeitete sie sich auf den dritten Platz (+ 0:22 Minute) nach vorne. Wie so oft in dieser Saison hielt sie läuferisch mit den Besten mit. Weiterhin auf Rang drei liegend erreichte sie den Schießstand zum letzten Stehendanschlag.
Zwei Schießfehler
Leider warfen sie zwei Schießfehler, verbunden mit zwei Strafminuten, auf den zehnten Zwischenrang zurück (+ 2:12 Minuten). Auf der Schlussrunde verlor sie zur Spitze zwar noch einige Sekunden, machte aber trotzdem mit ihrer sehr guten Laufform noch einen Rang gut. Der neunte Platz mit zwei Strafminuten und damit einem Rückstand von 2:23 Minuten war jedoch ein weiterer Beleg dafür, dass Janina Hettich-Walz aktuell zur erweiterten Weltspitze zählt. „Mit einer Top 10 Platzierung kann ich eigentlich sehr zufrieden sein, jedoch nicht mit dem Rennverlauf“, bilanzierte sie. Damit spielte Hettich-Walz darauf an, dass es erneut das letzte Schießen war, das ihr eine absolute Spitzenplatzierung, in diesem Fall das Podium, gekostet hat. „Leider ist das abschließende Schießen bei mir zurzeit eine Kopfsache“, haderte die 29-jährige.
Trotzdem kann der neunte Platz als tolles Ergebnis gewertet werden. Dadurch machte Janina Hettich-Walz auch einen Sprung in der Weltcup Gesamtwertung unter die besten 25 Biathletinnen. Damit sicherte sie sich auch einen Platz im Massenstartwettbewerb der besten 30 Biathletinnen.
Ihr bestes Weltcuprennen überhaupt lieferte Marlene Fichtner. Ohne Schießfehler erkämpfte sie sich einen sensationellen fünften Platz (+ 1:26 Minute). Im ersten Wettbewerb nach der Ära Franziska Preuß konnten die weiteren Teamkolleginnen nicht überzeugen.
Selina Grotian landete auf dem 20. Platz (3 Fehler + 3:32 Minuten), Vanessa Voigt musste sich mit Rang 25 (3 Fehler + 3:57 Minuten) begnügen. Julia Tannheimer erreichte trotz toller Laufzeit als 28. (4 Fehler + 4:14 Minuten) das Ziel. Fehlerfrei sicherte sich die Schwedin Elvira Oeberg den Sieg vor ihrer Schwester Hanna (1 Fehler + 0:41 Minute) und der Slovakin Paulina Bartovska-Fialkova (1 Fehler + 0:45 Minute).
Mit dem Massenstart, ebenfalls in Kontiolathi, und der abschließende Staffel gibt es für Janina Hettich-Walz zwei weitere Möglichkeiten, ihre derzeit sehr gute Form unter Beweis zu stellen.

