Bundesverdienstkreuz an Rudolf Wuhrer verliehen

40 Jahre Bürgermeister von Denkingen

Große Ehrung: Landrat Stefan Bär (rechts) verleiht Rudolf Wuhrer das Bundesverdienstkreuz am Band. Foto: wede
Autor / Quelle:
Lesezeit 2 Min.

Mit ihm bleiben der Nachbarschaftshilfeverein „MiKaDo“, die Nachhaltigkeits-Region 5G und vor allem der weithin bekannte Albabtrieb verbunden: Rudolf Wuhrer, von 1983 bis 2023 Bürgermeister von Denkingen, hat das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Denkingen – Die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik für Verdienste um das Gemeinwohl verleiht. Dies hob der Tuttlinger Landrat Stefan Bär bei seiner Laudatio hervor. Und lobte nicht nur den auf Wuhrer zurückgehenden Albabtrieb, der inzwischen 20.000 Besucher in das Dorf am Rande des Heubergs lockt. Die Tätigkeit im Kreistag. Aber auch das Engagement des Ex-Schultes in Gremien wie dem Gemeinderat, dem Deutschen Städte- und Gemeindebund, in Gremien der Landesregierung und des Umweltministeriums sowie im Kreistag Tuttlingen.

Ideen auch mit Leben füllen

In seiner Dankesrede bezog er seine Mitstreiter in der Gemeinde und darüber hinaus mit ein. „Ich war immer der Ansicht, wer seine Ideen einbringt, soll sie auch leben und mit Leben füllen“, sagte er. „Es nützt ja nichts, wenn einer voraus geht, die anderen ihm aber nicht nachfolgen.“ Und“. „Dafür bedurfte es immer Mitmenschen, die bereit waren mitzuarbeiten, die ebenfalls ihre Gedanken eingebracht haben und die darauf vertraut haben, dass man sich aufeinander verlassen kann.“ Für dieses Vertrauen sei er „nicht nur heute dankbar“.

Dafür sei auch der richtige Zeitpunkt wichtig. Als ein Beispiel nannte er den Albabtrieb: „Der richtige Zeitpunkt warn bei ein paar Bierchen nach der Hauptübung der Feuerwehr bei der Schäferfamilie.“ Der Gedanke eines Schafabtriebs sei ja schon gewagt und abenteuerlich gewesen, „ja vielleicht sogar etwas verrückt.“ Als Hintertürchen habe er immer noch „den Verweis auf ein Bier zu viel“ gehabt, „um dieses Hirngespinst einigermaßen gesichtswahrend wieder fallen zu lassen.“ Doch der Schäfer sei sofort darauf eingestiegen, „und daraus ist etwas ganz Einzigartiges entstanden.“

Wuhrer hat seine Verwaltungs-Laufbahn unter anderem im Rottweiler Landratsamt begonnen. Er ist noch immer stark mit der alten Reichsstadt verbunden und regelmäßig hier zu Gast, wie er unserem Redakteur sagte. Und: Er lese auch regelmäßig die NRWZ online.