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Elzhofmoor: Große Maschinen im Einsatz für einen kleinen Schmetterling in Schönwald

Ein Hochmoorgelbling. Bildnachweis: Stefan Hafner
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Laut einer Mitteilung des Regierungspräsidiums (RP) wird der dichte Waldrand am Elzhofmoor im Naturschutzgebiet Elzhof in Schönwald (Schwarzwald-Baar-Kreis) leicht aufgelichtet. Momentan sind Mitarbeiter aus dem Forstbezirk mit ihren Geräten im Moorbereich, um vorsichtig Stamm für Stamm zu bergen.

Der Schutz von Arten und Biodiversität ist das Ziel dieser Maßnahme. Der Lebensraum des bedrohten Hochmoor-Gelblings soll besonders verbessert werden. Claudia Leitz vom Referat Naturschutz- und Landschaftspflege: „Im Juni und Juli kann man die auffälligen gelben oder gelbweißen Falter schon aus der Entfernung sehen, wenn sie über die Moore flattern.“ Die Raupen des Hochmoor-Gelblings fressen ausschließlich die Rauschbeere, die einem Zwergstrauch ähnlich der Heidelbeere ist. Um sich zu entwickeln, brauchen die Raupen Sträucher in der Sonne.

Auf der anderen Seite bietet der Baumschatten empfindlichen Torfmoosen, die eine wichtige Rolle in der Moorbildung spielen, Schutz. Unter der Koordination von Johannes von Stemm haben die Fachleute aus dem RP gemeinsam mit dem Forstbezirk Hochschwarzwald ein spezielles Pflegekonzept erarbeitet, das den Lebensraum der seltenen Schmetterlingsarten verbessert und dabei möglichst wenige Gehölze entfernt.

„Es ist eine Herausforderung, Gehölze aus dem Moor zu entnehmen, ohne dabei den empfindlichen, weichen Boden zu schädigen. „Die entfernten Gehölze können ohne Schädigung des Moores mit einem Gebirgsharvester und einem Seilkran geborgen werden“, sagt Claudia Leitz aus dem RP.

Lebensräume wie das Elzhofmoor beherbergen wenige, aber meist stark gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Arten, die den extremen Bedingungen von dauerhafter Nässe und Nährstoffarmut trotzen.

Die Moore im Mittleren Schwarzwald haben laut RP über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus eine wichtige Funktion im Schutz von Schmetterlingsarten, die ausschließlich in kühl-feuchten Lebensräumen vorkommen. Darunter befinden sich neben dem Hochmoor-Gelbling beispielsweise das Große Wiesenvögelchen und der Hochmoor-Perlmutterfalter.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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