Tausende Besucher, volle Gassen und beste Stimmung zur Eröffnung der Neckarline in Rottweil – doch mitten im Festbetrieb sorgten Strafzettel für Diskussionen. In sozialen Netzwerken kritisierten mehrere Nutzer das Vorgehen des Ordnungsamts. Die Stadt stellt nun klar: Auch an besonderen Tagen gelten die Regeln.
Während des Brückenfests und des verkaufsoffenen Sonntags hatten Einsatzkräfte des Ordnungsamts in der Innenstadt Falschparker verwarnt. In einer lokalen Facebook-Gruppe löste das teils deutliche Reaktionen aus. Besucher und Anwohner monierten, man hätte an einem „besonderen Wochenende“ mehr Nachsicht zeigen können. Einzelne sprachen davon, dass die Maßnahme Gäste vergraule und dem Einzelhandel schade.
Andere Stimmen widersprachen: Gerade bei großem Andrang seien klare Regeln notwendig, um Chaos zu vermeiden. Zudem verwiesen einige Nutzer darauf, dass ausreichend Parkmöglichkeiten – etwa in Parkhäusern – vorhanden seien.
Wieder mal muss man sich fragen, was für Sch…. sich die „Obrigkeit“ so alles ausdenkt. – Es ist verkaufsoffener Sonntag in Rottweil, Wetter macht mit und viele Besucher in der Stadt. Und was macht das Ordnungsamt? Schön Knöllchen verteilen, mitten in der Stadt. Als ob es für die Einzelhändler mittlerweile nicht schwer genug ist, vergrault man sie vollends und lässt sie verrecken!“
Kommentar auf Facebook
Es gibt Parkhäuser. Es gibt Flächen für Autos, für Fußgänger, Radfahrer, Lieferanten, Fluchtwege, Notfallgassen, …. . Für all das gibt es Regeln, deren Einhaltung insbesondere dann wichtig ist, wenn es eng daher geht, und für Regelverstöße gibt es ua Knöllchen. Und für die Einzelhändler war der Tag heute gut, auch wenn die Passanten ein paar Meter liefen – war ja ein schönes Gehen.“
Eine direkte Antwort darauf
Das Ordnungsamt der Stadt Rottweil weist die Kritik zurück. „Grundsätzlich gelten die Parkregeln auch an Veranstaltungswochenenden uneingeschränkt“, heißt es auf Anfrage der NRWZ. Ein „großzügiges Wegsehen“ sei schon aus Gründen der Sicherheit und mit Blick auf die Interessen der Anwohner nicht möglich. Auch gegenüber jenen, die regulär ein Parkticket lösen, wäre ein Verzicht auf Kontrollen unfair.
Nach Angaben der Behörde hielt sich der Großteil der Besucher an die Vorgaben. Allerdings habe es am Sonntag vereinzelt „wildes Parken“ gegeben – etwa auf Grünflächen, in Rettungswegen oder auf Anwohnerparkplätzen. Das habe zu konkreten Behinderungen und Beschwerden geführt. Ziel der Kontrollen sei es gewesen, genau dem entgegenzuwirken.
Auch den Vorschlag, ähnlich einer Nikolaus-Aktion „0-Euro-Knöllchen“ zu verteilen, lehnt die Stadt ab. Eine solche Maßnahme sei bei Großveranstaltungen „nicht zielführend“, da sie Anreize schaffen könnte, Regeln bewusst zu missachten. Dadurch würde sich die Verkehrssituation weiter verschärfen und die Belastung für Anwohner steigen.
Unterm Strich bleibt: Während das Brückenfest für viele ein gelungenes Wochenende war, zeigt die Debatte um Strafzettel, wie sensibel das Thema Verkehr und Parken in der Rottweiler Innenstadt bleibt – gerade dann, wenn besonders viele Menschen gleichzeitig unterwegs sind.
📰 Aktuelles aus Rottweil
NEU
Handel im Wandel: „Es gehört Herzblut dazu“
NEU
Rugby begeistert in Rottweil: 300 Kinder verwandeln Plätze in Spielfelder voller Leidenschaft
NEU
Feuerwehr-Bobby-Cars zur Nachwuchsförderung
NEU
TTC Rottweil schafft als Aufsteiger den Klassenerhalt
NEU
Durch blühende Gärten in Rottweil
NEU
Generalversammlung zügig und harmonisch über die Bühne gebracht🔥 Meistgelesen
- Blitzer auf dem neuen Friedrichsplatz beschlossen
- Fahrzeug-Demo am Freitag in Rottweil: Behörden äußern sich – Route und Auflagen noch offen
- Neues „Rottweiler Bier“ startet zur Neckarline-Eröffnung – in vielen Lokalen und Läden erhältlich
🚨 Blaulicht
- Falscher Polizist in Rottweil: Senior übergibt nachts Wertgegenstände – Täter zu Fuß unterwegs
- Polizeikontrollen in Rottweil: Messerverstoß und alkoholisierte Eltern entdeckt – Jugendamt informiert

