Benachrichtigung

Falscher Polizist in Rottweil: Senior übergibt nachts Wertgegenstände – Täter zu Fuß unterwegs

Betrugsmasche greift erneut: Täter täuscht Polizei vor – und kassiert nachts in Neufra ab. Polizei gibt Tipps zur Vermeidung solcher Straftaten.

Foto: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Autor / Quelle:
Lesezeit 2 Min.

Rottweil-Neufra. Ein perfider Telefonbetrug hat am Donnerstag einen 72-Jährigen um seine Wertgegenstände gebracht. Ein angeblicher Polizeibeamter setzte den Senior unter Druck – wenig später stand ein Komplize vor der Haustür.

Anruf am Nachmittag – Übergabe in der Nacht

Nach Angaben des Polizeipräsidium Konstanz meldete sich am Donnerstagnachmittag ein Mann telefonisch bei dem 72-Jährigen. Er gab sich als „Herr Stein“ von der Polizei aus und berichtete von angeblichen Einbrüchen in der Nachbarschaft. Im Gespräch erkundigte sich der Anrufer gezielt nach Vermögenswerten.

Gegen Mitternacht erschien schließlich ein weiterer Mann – angeblich ein Zivilpolizist – an der Wohnanschrift des Seniors im Rottweiler Ortsteil Neufra. Er hielt sich bis etwa 0.30 Uhr vor Ort auf und nahm die bereitgelegten Wertgegenstände an sich. Anschließend verließ er das Haus zu Fuß.

Täterbeschreibung – Polizei sucht Zeugen

Der Abholer wird als etwa 1,75 Meter groß, schmächtig und zwischen 30 und 40 Jahre alt beschrieben. Er trug eine Mütze.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet insbesondere Anwohner in Neufra um Mithilfe:
Wer im Zeitraum zwischen 23 und 1 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat oder über Videoaufzeichnungen verfügt, soll sich unter Telefon 0741/4770 melden.

Warnung der Polizei: So schützen Sie sich

Die Masche der „falschen Polizeibeamten“ ist seit Jahren bekannt – und weiterhin erfolgreich. Die Polizei gibt deshalb klare Hinweise:

  • Echte Polizisten fragen niemals nach Wertsachen oder Geld.
  • Legen Sie bei solchen Anrufen sofort auf.
  • Rufen Sie im Zweifel selbst die 110 an.
  • Sprechen Sie mit Angehörigen – besonders ältere Menschen sollten sensibilisiert werden.

Auffällig: Die Täter suchen gezielt nach älteren Vornamen in Telefonbüchern. Auch deshalb kann es sinnvoll sein, Einträge überprüfen oder löschen zu lassen.

Mehr zum Thema unter polizei-beratung.de

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
Unter dem Label NRWZ-Redaktion beziehungsweise NRWZ-Redaktion Schramberg veröffentlichen wir Beiträge aus der Feder eines der Redakteure der NRWZ. Sie sind von allgemeiner, nachrichtlicher Natur und keine Autorenbeiträge im eigentlichen Sinne.Die Redaktion erreichen Sie unter redaktion@NRWZ.de beziehungsweise schramberg@NRWZ.de
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen