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Freitag, 7. August 2020
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    Tösstraße in Schramberg: Es geht weiter (NRWZ.de+)

    Derzeit erneuert die Bösinger Baufirma Bantle die Tösstraße im Rahmen des Sanierungsgebietes Talstadt-West. Offen war, wie der Einmündungsbereich in die Lauterbacher Straße gestaltet werden soll. Dort fehlten der Stadt zwei Grundstücke, um die Kurve zu entschärfen. Nun hat sich herausgestellt, dass von der Stadt diese „beiden Grundstücke in absehbarer Zeit nicht erworben werden“ können, wie es in einer Vorlage für den Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) heißt.

    Im bisherigen Bebauungsplanentwurf sei für den Anschluss an die Lauterbacher Straße eine geänderte Verkehrsführung vorgesehen gewesen, die jedoch Grunderwerb benötigt hätte. Dort steht auf einem Grundstück ein alter, ungenutzter Kiosk. Als die Stadt die Bauarbeiten ausgeschrieben und der Gemeinderat den Auftrag erteilt hatte, liefen die Grunderwerbsgespräche noch. Deshalb hatte der Rat den Ausbau des Anschlussbereiches zunächst nicht in Auftrag gegeben.

    Es geht auch ohne die fehlenden Grundstücke

    Weil die Stadt die beiden Grundstücke nicht erwerben konnte, haben die Planer eine Alternative zur Verbesserung der Verkehrsführung auf städtischen Grundstücken nochmals geprüft und eine Lösung vorgeschlagen, mit der der Anschlussbereich verbessert werden kann. „Ein Ausbau des Anschlussbereiches im Rahmen des Sanierungsgebietes ist sinnvoll und sehr wirtschaftlich“, schreibt Konrad Ginter von der Abteilung Tiefbau in der Vorlage.

    „Mit dem Bau dieses Reststücks der Straße entsteht eine durchgängige Straßenraumgestaltung vom „Med-Zentrum“ bis zur Lauterbacher Straße.“ LKW könnten besser um die Kurve kommen, Fußgänger  die Straße leichter überqueren und ein fehlender Gehwegabschnitt werde ergänzt. Gleichzeitig werde die Radfahrspur auf der Talseite bis an die Lauterbacher Straße herangeführt. Auch würden die Straßenbauer die stark geschädigten Gehwegbereiche erneuern und teerhaltigen Straßenaufbruch im Straßenuntergrund entsorgen.

    Deutliche Verbesserungen

    Das Regierungspräsidium Freiburg habe bereits am 10. Juni per Mail bestätigt, dass  „aus  Fördersicht keine Bedenken gegen die veränderte Ausführung bestehen, es werden insgesamt deutliche Verbesserungen für Fußgänger und den motorisieren Verkehr erreicht.“

    So sollte die Einmündung in die Lauterbacher Straße (hellblau, unten in der Mitte) ursprünglich gestaltet werden. In dunklerem Blau dargestellt, der derzeitige Ausbaubereich. Grafiken: Stadt

    Die Firma Bantle biete an, „den oberen Teil zu den gleichen Konditionen wie den unteren Teil auszubauen“ so Ginter. Wenn die Stadt den zusätzlichen Auftrag erteile, würde eine zusätzliche Baustelleneinrichtung entfallen und die Arbeiten könnten gleich im Anschluss an die jetzige Maßnahme erfolgen. Beim ersten Auftrag sei Bantle etwa 40 Prozent günstiger als der zweitbeste Bieter gewesen. Ginter rechnet damit, dass die gesamte Baumaßnahme „noch in diesem Jahr“ abgeschlossen werde.

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    Geld im Haushalt schon eingeplant

    Ginter schätzt, dass laut Kostenberechnung des Büro Kirn die zusätzlichen Arbeiten etwa 96.000 Euro kosten werden, wenn man die bisherigen preise der Firma Bantle zugrunde legt. Hinzu kämen noch Kosten für Beleuchtung und Bepflanzung in Höhe von 9000 Euro und 15.000 Euro für Nebenkosten, sodass die Gesamtkosten etwa 120.000  betragen werden. Für den bereits im Bau befindlichen Teil erhält die Firma Bantle 840.000 Euro.

    Da im Haushalt mit knapp 1,3 Millionen Euro für die Sanierung der Oberen Tösstraße deutlich mehr Mittel verplant sind, reichen die Haushaltsmittel für die Sanierung des Reststücks aus. Auch seien „nennenswerte Mehrkosten derzeit nicht absehbar“, schreibt Ginter.

    Lege man die bisherige Förderung durch das Regierungspräsidium im Sanierungsgebiet zu Grunde, würde das Land etwa 72.000 Euro übernehmen und der städtische Eigenanteil 48.000 Euro betragen.

    Der Ausschuss wird sich am Donnerstag mit dem Projekt befassen und entscheiden, ob wie vorgeschlagen verfahren werden soll.

     

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