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Dienstag, 10. Dezember 2019
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Dr. Udo Schlipf: Von blau nach rot

Udo Schlipf wird Vor­stand bei der Kreis­spar­kas­se Mies­bach-Tegern­see / Wil­ler im Kraich­gau

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SCHRAMBERG/MIESBACH – Der frü­he­re Vor­stands­vor­sit­zen­de der Volks­bank Schwar­z­­wald-Neckar, Dr. Udo Schlipf, wird ab 1. Janu­ar Vor­stands­mit­glied der Spar­kas­se Mie­s­bach-Tegern­­see in Bay­ern. Nach der Fusi­on der Volks­bank mit Haupt­sitz in Schram­berg mit der Volks­bank Tutt­lin­gen gehör­te Schlipf dem neu­en Vor­stand eben­falls an. Er schied aber im Febru­ar 2018 aus, nach­dem sich die neue, fusio­nier­te Bank nicht auf einen neu­en Ver­trag mit Schlipf hat­te eini­gen kön­nen.

Schlipf hat­te dann im Raum Boden­see ver­sucht, eine neue Bank zu grün­den. Auf sei­ner Face­book­sei­te bezeich­ne­te er sich vor genau einem Jahr als „Foun­der bei Pro­vi­dence Bank i.G.“ Bei Xing als „Vor­stands­mit­glied, Pro­jekt­lei­ter und desi­gier­ter (sic!) Vor­stand­spre­cher, Bank­haus Pro­vi­dence AG i.G.”

Amigo-Skandal bei der Kreissparkasse Miesbach Tegernsee sorgte für bundesweites Aufsehen

Die Spar­kas­se Mie­s­bach-Tegern­­see ist bekannt gewor­den, weil  ein Vor­stands­vor­sit­zen­der und der zustän­di­ge Land­rat die Haupt­ver­ant­wort­li­chen dafür gewe­sen sei­en, dass die Spar­kas­se Mies­bach über Jah­re hin­weg Poli­ti­kern und Ver­wal­tungs­rä­ten teu­re Geschen­ke gemacht hat­te, so der Vor­wurf der Staats­an­walt­schaft. Die Spar­kas­se hat­te bei­spiels­wei­se eine 120.000 Euro teu­re Geburts­tags­fei­er für den Land­rat bezahlt.  

Die Wirt­schafts­straf­kam­mer am Land­ge­richt Mün­chen II ver­ur­teil­te die bei­den und einen drit­ten Ange­klag­ten schließ­lich im April 2019 wegen Untreue und Bei­hil­fe zu Haft­stra­fen auf Bewäh­rung und Sozi­al­stun­den.

Udo Schlipf weiß, ”wo er hinlangen muss”

Udo Schlipf soll Nach­fol­ger von Erwin Graf wer­den, der aus gesund­heit­li­chen Grün­den in den Ruhe­stand gehen wird, wie der „Münch­ner Mer­kur“ mel­det. Der Beleg­schaft der Spar­kas­se habe man bereits im Sep­tem­ber mit­ge­teilt, dass Schlipf zum 1. Janu­ar  sei­nen Pos­ten antre­ten wer­de. Im Okto­ber habe auch der Kreis­tag der Ernen­nung zuge­stimmt. Nun war­tet die Bank noch auf die Bestä­ti­gung durch das Bun­des­auf­sichts­amt für das Finanz­we­sen (Bafin) in Ber­lin.

Der Vor­stands­vor­sit­zen­de der Kreis­spar­kas­se Mar­tin Miha­l­o­vits lobt laut Mer­kur sei­nen neu­en Kol­le­gen, weil er das Regio­nal­bank­ge­schäft ken­ne „und er weiß, wo er hin­lan­gen muss.“

Das Vor­stand­mit­glied der Volks­bank Schwar­z­­wald-Donau-Neckar Rai­ner Fader hat kürz­lich im Inter­view mit der NRWZ erklärt, Schlipf sei nicht mehr „auf der pay­roll der Bank“, die ver­trag­li­chen Bezie­hun­gen sei­en abge­schlos­sen.

Frank-Karsten Willer seit Anfang Oktober im Kraichgau

Die Raiff­ei­sen Pri­vat­bank in Wies­­loch-Bai­er­­tal hat zwei neue Vor­stands­mit­glie­der: Einer davon ist bereits seit 1. Okto­ber Frank-Kar­s­­ten Wil­ler. Er sei neu­es Vor­stands­mit­glied, berich­tet die Rhein-Neckar-Zei­­tung (RNZ) aus Hei­del­berg. Die Bank hat­te sich zuvor von den bei­den bis­he­ri­gen Vor­stän­den „im gegen­sei­ti­gen Ein­ver­neh­men getrennt“, ohne dazu nähe­re Anga­ben zu machen. Wil­ler war bei der fusio­nier­ten Volks­bank Schwar­z­­wald-Donau-Neckar im Mai 2019 als Vor­stand aus­ge­schie­den.

Die bei­den bis­he­ri­gen Vor­stän­de waren einem Kre­dit­be­trü­ger auf­ge­ses­sen. Die Bank muss wohl neun Mil­lio­nen Euro abschrei­ben, berich­tet die RNZ.

 

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