Humor ist, wenn man trotzdem lacht

ER*Schöpfung - Karikaturenausstellung in Aichhalden eröffnet

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Bei strahlendem Wetter hatten sich etwa 70 Personen am Sonntag in der katholischen Kirche St. Michael in Aichhalden eingefunden. Dort fand laut einer Pressemitteilung die Eröffnung der Karikaturenausstellung „ER*Schöpfung“ statt, bei der ausgewählte Stücke der MISEREOR-Ausstellung „Glänzende Aussichten“ gezeigt werden.

Aichhalden. Pastoralreferent Kunibert Frank begrüßte im Namen der Veranstalterin, der Seelsorgeeinheit Aichhalden, die Besucherinnen und Besucher mit Gedanken zum Thema „Schöpfung – Erschöpfung – ER*Schöpfung“. In einem fiktiven Interview mit einem der Karikaturisten wurde die Arbeitsweise eines Karikaturisten aufgezeigt. Eine der Karikaturen wurde zudem zum Leben erweckt und besonders unter die Lupe genommen.

 

Ulrike Wiedmann berichtete kurz von ihrer Motivation, zu dieser Ausstellung anzuregen. Als Mitglied der Regionalgruppe der deutschlandweiten Bewegung „Omas for Future“ sieht sie in der Ausstellung eine gute Möglichkeit das Motto der Omas „Handeln! Aus Liebe zum Leben.“ umzusetzen. Indem eine Karikatur uns zum Lachen bringt, regt sie zum Nachdenken an und fordert zum Handeln auf.ingrid und uli dkpm 170424

Ingrid Siegl berichtete, dass die katholische Kirchengemeinde gleich bei der ersten Anfrage vieles organisiert und auch finanziert hat und bedankte sich dafür. Vier thematisch passende und wunderschöne Liedbeiträgen, vorgetragen von Steffi und Peter Flaig, bereicherten die Matinee.

Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Besucher die Möglichkeit die Karikaturen im Oratorium der Kirche anzuschauen.

Austausch mit den „Omas for Future“

Vor der Kirche luden das sehr schöne Wetter und Getränke und Gebäck der Ortsgruppe der „Omas for future“ zum Verweilen und Austausch ein. Dass der Humor nicht zu kurz kam, zeigte die spontane Bemerkung eines Besuchers. Mit einem kleinen Bier in der Hand verriet er, dass er bereits seine Lieblingskarikatur gefunden habe: „Uran im Trinkwasser? Hauptsache im Bier is nix!“

An einem Tisch des Weltladens konnten fair gehandelte Produkte gekauft werden. Britta Blaurock von der Buchlese Schramberg präsentierte ausgewählte Bücher für Groß und Klein passend zum Thema. Außerdem gab es Informationsmaterial und Quizhefte der „Omas for Future“. Nicht zuletzt hatten die Anwesenden die Möglichkeit ihr Klimaversprechen auf ein Klimaband zu schreiben und an einem „Zukunftsbaum“ zu befestigen.ausstellung besucher dkpm 170424

Als besonderes Highlight begleiteten „The Omas and the Opas“ aus Tennenbronn die Veranstaltung mit passenden Liedbeiträgen und trugen so maßgeblich zu der sehr entspannten, angenehmen Atmosphäre auf dem Aichhalder Kirchplatz bei.musiker dkpm 170424

„ER*Schöpfung“ ist eine Auswahl einer Wanderausstellung von Misereor. Karikaturen zu Themen wie Lebensstil, Konsum, Klimawandel und Gerechtigkeit geben einen überraschend anderen Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit. Auf witzige, verblüffende und manchmal auch erschreckende Weise regen sie zum Nachdenken an über die Abgründe unseres individuellen Verhaltens, aber auch über die großen weltpolitischen Zusammenhänge.

Humor hilft, trotz aller Katastrophen, die Hoffnung zu bewahren. Ein herzhaftes Lachen hilft oft mehr als der erhobene Zeigefinder, um etwas zu verändern. Die Ausstellung ist eine Einladung zum Mitdenken und Mitwirken für mehr Gerechtigkeit und für ein gutes Leben in einer besseren Welt.

Bis zum 11. Mai kann die Ausstellung täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr in der katholischen Kirche St. Michael in Aichhalden besucht werden. Der Eintritt ist frei. Alle Infos – auch zu den Veranstaltungen der Kooperationspartner – siehe: se-aichhalden.de/erschoepfung

Die Regionalgruppe „Omas/Opas for Future“ wurde erst in diesem Jahr gegründet. Sie ist Teil einer bundesweiten Umwelt- und Klimabewegung. Die Bewegung will einfache, umsetzbare Vorschläge machen, wie Jeder und Jede unsere Lebensgrundlage, unsere Erde schützen kann. Und das Beste daran: Am meisten gewinnen wir selbst dabei. Es geht nicht um Verzicht, sondern um einen bewussten, nachhaltigen Konsum.

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NRWZ-Redaktion Schramberg
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