Foto: Peter Arnegger

Tödliche Verletzungen hat ein 26-jähriger BMW-Fahrer bei Dunningen nach einem Aufprall auf einen LKW erlitten. Um das Leben eines kleinen Kindes, das ebenfalls im BMW gesessen hatte, haben die Rettungskräfte gekämpft. Ein Rettungshubschrauber brachte es in eine Klinik. Als die Retter den Leichnam des Fahrers bergen wollten, machten sie zudem eine grausige Entdeckung: Ein zweites Kind war noch im Auto, bis dahin unentdeckt. Es war zu diesem Zeitpunkt tot. Die Unfallstelle, die B 462, war gesperrt. Der Verkehr wurde über Dunningen umgeleitet.

Fotos: Peter Arnegger

Bei einem Frontalzusammenstoß am Montagmorgen auf der B462 bei Dunningen sind der 26-jährige Fahrer eines BMWs und eine seiner Töchter so schwer verletzt worden, dass sie nur noch tot aus dem PKW geborgen werden konnten. Die zweite Tochter, die ebenfalls im Auto gesessen hatte, kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Uniklinik nach Freiburg. Das berichtet die Polizei.

Kurz vor 11 Uhr fuhr der 26-Jährige, mit im Auto seine beiden drei und vier Jahre alten Töchter, demnach auf der B 462 aus Richtung Hochwald kommend in Richtung Dunningen. Kurz nach der Einmündung der alten Bundesstraße (Dunningen-Ost) kam er aus bisher noch ungeklärter Ursache auf den linken Fahrstreifen und stieß frontal mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen.

Der 26-Jährige und eine der Töchter konnten nur noch tot aus dem völlig demolierten BMW geborgen werden. Das andere Kind wurde sehr schwer verletzt. Der Einsatz eines Rettungshubschraubers war notwendig, um das Mädchen auf dem schnellsten Weg in die Uniklinik nach Freiburg zu transportieren. Es besteht laut Polizei Lebensgefahr. Der Lastwagenfahrer verletzte sich leicht und kam zur weiteren Behandlung in die Helios Klinik nach Rottweil. Der BMW ist im Ortenaukreis zugelassen.

Wie die Polizei der NRWZ berichtete, haben die Retter erst bei ihren Bergungsarbeiten in Bezug auf den tödlich verletzten Fahrer des BMW die Kinderleiche im Wagen gefunden. Was bis dahin offenbar niemand wusste: Es hatten drei Menschen in dem Wagen gesessen.

Die Rettungsarbeiten hatten zu diesem Zeitpunkt bereits etwa zwei Stunden angedauert. Der Verkehrsunfalldienst war mit der Unfallaufnahme beschäftigt, ein Sachverständiger der Staatsanwaltschaft machte sich ein Bild von der Lage – auch wörtlich, mithilfe einer Kamera. Niemand, auch seitens der Feuerwehr Dunningen, in deren Händen die Einsatzleitung gelegen hat, hatte bis dahin einen Hinweis darauf erhalten, dass noch ein weiterer Mensch im Auto gesessen haben könnte.

Der Kommandant der Dunninger Feuerwehr, Volker Hils, erklärt auf Nachfrage der NRWZ klar, der Wagen sei von den Einsatzkräften – von seinen Kameraden wie auch von der Polizei – durchsucht worden. Das zweite Kind sei dabei leider nicht zu entdecken gewesen. 

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Die Feuerwehr Dunningen ist nach diesem Ereignis für heute Nachmittag teils aus der Einsatzbereitschaft genommen worden. Das berichtete Rottweils Stadtbrandmeister Frank Müller der NRWZ. Die Kernstadtwehr Rottweil habe die Bereitschaft übernommen. Die Kameraden in Dunningen sollten eine Möglichkeit bekommen, die traumatischen Erlebnisse aufzuarbeiten.

Der Dunninger Kommandant, Hils, konkretisierte dies auf Nachfrage. Danach sei die Dunninger Wehr weiterhin in Bereitschaft, solle es aber "zu einem gleichartigen Unfall kommen", werde neben den Abteilungswehren aus Seedorf und Lackendorf auch die Rottweiler alarmiert. Diese Vereinbarung gelte bis heute um 20 Uhr.

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Nach der Entdeckung des toten Mädchens im Fahrzeugwrack ist der Rettungsdienst erneut alarmiert worden. Die Kräfte des Roten Kreuzes rückten nochmals zur selben Unfallstelle aus. Auch Kreisbrandmeister Mario Rumpf, der bereits am Morgen vor Ort gewesen war, fuhr erneut zur Unfallstelle.  

Der Unfall geschah nahe der Ausfahrt Dunningen-Ost der B 462. Der Verkehr konnte durch diese und die Ausfahrt Dunningen-Mitte geleitet werden. Die im Radio vermeldete Unfallstelle, die Abzweigung nach Lackendorf, war falsch. Ebenso hat der Hörfunk die Strecke deutlich zu früh als frei vermeldet. Die Rettungsarbeiten gestalten sich sehr aufwändig und dauern Stunden.

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Als Unfallverursacher gilt der BMW-Fahrer. Sein Wagen war komplett auf die Gegenfahrbahn geraten. Ungebremst prallte das Auto in den entgegen kommenden LKW. Der Aufprall hinterließ ein Trümmerfeld auf der Fahrbahn. Beide Fahrzeuge wurden seitlich abgewiesen. 

Der LKW-Fahrer ist eingeklemmt worden. Die Feuerwehr befreite ihn.

Die Rettungskräfte waren mit großem Aufgebot vor Ort. Neben dem DRK und der Polizei waren die Feuerwehren aus Dunningen und Schramberg im Einsatz.

An der Unfallstelle war als einer der DRK-Mitarbeiter auch der Dunninger Bürgermeister Peter Schumacher. Er war als sogenannter Helfer vor Ort einer der Retter, die um das Leben eines der beiden Kinder gekämpft haben. Es soll keine drei Jahre alt sein. Ein Hubschrauber hat es inzwischen in eine Klinik in Freiburg geflogen.

Der Verkehr wurde über Dunningen geleitet. Wegen einer Baustelle dort kam es zu Stauungen.

Als "keinen alltäglichen Einsatz" bezeichnete Kreis-Feuerwehrsprecher Manuel Suhr die Rettungs- und Bergungsarbeiten. Wenn Kinder zu retten seien, sei dies immer belastend. Zum Zeitpunkt, als er dies sagte, wusste er noch nichts von dem zweiten, beim Unfall getöteten Kind in dem BMW.

Die Unfallursache – warum der BMW auf die Gegenfahrbahn gekommen ist – ist unklar. Der Verkehrsunfalldienst der Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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