Land fördert Modernisierung der Kläranlage in Bösingen mit rund einer Million Euro

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Regierungspräsident Gabbert (rechts) übergibt Bürgermeister Schuster den Förderbescheid. Foto: Klaus Weisser

Die Kläranlage Bösingen wird erweitert und schrittweise an aktuelle technische und ökologische Standards angepasst. Für den ersten Bauabschnitt hat das Regierungspräsidium Freiburg (RP) nun einen Landeszuschuss in Höhe von rund 1,01 Millionen Euro bewilligt. Die Gesamtkosten des Abschnitts liegen bei rund 3,7 Millionen Euro. Das geht aus einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums Freiburg hervor.

„Die Gemeinde Bösingen geht mit dem Anschluss des Ortsteils Herrenzimmern an die Kläranlage Bösingen und deren Erweiterung einen großen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Abwasserreinigung. Wir denken an morgen, wenn wir heute handeln und durch die Stilllegung der kleinen Kläranlage in Herrenzimmern dem Schloßbach unmittelbar was Gutes tun und gleichzeitig den Betrieb der Kläranlage in Bösingen fit machen für die Zukunft“, so Regierungspräsident Carsten Gabbert bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids an Bürgermeister Peter Schuster am vergangenen Freitag.

„Als Land unterstützen wir Kommunen bei der Modernisierung und Zentralisierung der Abwasserreinigung. Das ist eine Investition, die sich lohnt. Denn so wird eine kosteneffiziente und zukunftsfähige Abwasserentsorgung dauerhaft sichergestellt“, teilte Umweltministerin Thekla Walker aus Stuttgart mit.

Die Kläranlage im Bösinger Ortsteil Herrenzimmern soll stillgelegt und mit einer Druckleitung an die Kläranlage in Bösingen angeschlossen werden, die entsprechend erweitert wird. Zudem wird im ersten Bauabschnitt das Zulaufhebewerk erweitert, eine Kompaktanlage zur mechanischen Reinigung errichtet und ein neues Betriebsgebäude gebaut. Die Gesamtkosten der Erweiterung und Modernisierung der Kläranlage belaufen sich auf rund 13,2 Millionen Euro und verteilen sich auf fünf Bauabschnitte. Dadurch soll ein sicherer und effizienter Betrieb für die nächsten Jahrzehnte gewährleistet werden, so das RP.

„Aufgrund des hohen Eigenanteils der Gemeinde an den Gesamtkosten ist das Vorhaben eine beachtliche Herausforderung. Das Gesamtprojekt wird deshalb mit der notwendigen Ertüchtigung von Kanälen kombiniert. Hier gehen wir schrittweise und nach Prioritätensetzung vor“, sagte Bürgermeister Schuster. Planungen, Bau und Baubegleitung würden bei Ingenieurbüros und Handwerksbetrieben aber auch bei der Gemeindeverwaltung nennenswerte Personalressourcen binden und dies über einen längeren Zeitraum. Es brauche ein planvolles Vorgehen, Zuversicht, einen langen Atem vor Ort und die wohlwollende, finanzielle Unterstützung von übergeordneter Seite, um das Ziel einer nachhaltigen Abwasserreinigung zu erreichen.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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