Gegen das Urteil des Stuttgarter Landgerichts sind Revisionen beantragt. Foto: him

OBERNDORF/STUTTGART – Die Urtei­le  im Ver­fah­ren zu den ille­ga­len Waf­fen­ex­por­ten der Fir­ma Heck­ler und Koch nach Mexi­ko wer­den vom Bun­des­ge­richts­hof über­prüft wer­den. Nach Anga­ben des Land­ge­richts Stutt­gart haben sowohl die Staats­an­walt­schaft als auch die bei­den zu Bewäh­rungs­stra­fen ver­ur­teil­ten Ex-Mit­ar­bei­ter und die Fir­ma als Neben­be­tei­lig­te selbst Revi­si­on bean­tragt. Das hat das Land­ge­richt Stutt­gart auf Nach­fra­ge der NRWZ mit­ge­teilt.

Vor einer Woche hat­te das Land­ge­richt einen ehe­ma­li­gen Ver­triebs­lei­ter und eine Sach­be­ar­bei­te­rin zu Bewäh­rungs­stra­fen von einem Jahr und zehn Mona­ten bezie­hungs­wei­se einem Jahr und fünf Mona­te ver­ur­teilt. Außer­dem sol­len 3,7 Mil­lio­nen Euro von dem Obern­dor­fer Waf­fen­her­stel­ler ein­ge­zo­gen wer­den.

Laut Land­ge­richts­ur­teil hat­te das Unter­neh­men zwi­schen 2006 und 2009 mehr als 4500 G 36-Geweh­re nach Mexi­ko in vier Unru­he­pro­vin­zen gelie­fert. Die Ver­ur­teil­ten sol­len sich die Geneh­mi­gun­gen dazu erschli­chen haben.

Zu den Revi­si­ons­grün­den konn­te der Spre­cher des Land­ge­richts noch nichts erläu­tern: „Die Revi­si­ons­be­grün­dung folgt grund­sätz­lich erst nach Abfas­sung der Urteils­grün­de. Sie erfol­ge inner­halb einer Frist von­ei­nem Monat ab Zustel­lung der schrift­li­chen Urteils­be­grün­dung.