Zweite Chance verdient

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Ausschlaggebend für meinen Leserbrief war der Bericht vom vergangenen Freitag über unseren Ortsvorsteher Herrn Strobel. Man verurteilt Herrn Strobel aufgrund seiner „Leserbriefaffäre“. Diesen Stempel hat man ihm nun verpasst. Laut Zeitungsartikel mutmaßen Beobachter, es sei unwahrscheinlich, dass Herr Strobel am 25. Juni wiedergewählt wird.

Ich bin der Meinung, dass hier einiges ziemlich unfair läuft. Einen Menschen, der sich seit Anbeginn seines Amtsantrittes zweifellos immer und mit voller Kraft für die Menschen und Vereine in Tennenbronn eingesetzt hat, so dermaßen systematisch kaputt zu machen, finde ich persönlich nicht in Ordnung. Ich kenne Herrn Strobel als ein mit Herzblut gesteuertes Oberhaupt unseres Dorfes.

Ob er einen Fehler gemacht hat, oder nicht, dies zu beurteilen, ist nicht meine Aufgabe. Das sei im Moment einmal dahingestellt. Aber ich meine, alle Beteiligten sollten doch einmal daran denken, was Herr Strobel in unserem Dorf in den vergangenen Monaten geleistet hat.

Mit neuen Ideen und stetigen Einladungen seiner Mitbürger, muss jedem doch klar sein, wie sehr er für die Menschen in unserem Ort da sein möchte. Es ist doch bekannt, dass bei dem ein oder anderen mehr oder weniger Sympathie besteht zwischen unseren hiesigen Kommunalpolitikern. Das ist völlig normal und kann auch zu positiven Herausforderungen führen. Dass dieses Mail aber nun für Einige ein gefundenes Fressen ist, muss einfach einmal ausgesprochen werden.

Mich persönlich hat Herr Strobel bei der Gründung der Tennenbronner Kükensinger sehr unterstützt. Auch im Lauf der Zeit war er immer da, wenn es Fragen oder Probleme gab. Mir und den Küken fällt es in Tennenbronn immer noch schwer, Fuß zu fassen. Sosehr wir uns auch bemühen. Herr Strobel war sicher auch für alle anderen Probleme und Fragen seitens der Mitbürger da.

Aber er hätte sich sicher auch mal über ein Schulterklopfen, vielleicht auch von höherer Instanz, gefreut. Ich bin an dieser Stelle froh, kein Journalist zu sein. Denn ich muss hier nicht objektiv berichten. Ich möchte meine Emotionen und mein Empfinden einfach mal kundtun, denn ich weiß, dass viele unserer Mitbürger genau so denken. Einer muss es eben mal aussprechen.

Und an alle Zweifler: Nein! Herr Strobel hat diesen, meinen Brief nicht korrekturgelesen. Ich persönlich wünsche Herrn Strobel viel Kraft, Mut und Erfolg für die kommende Wahl. Jeder hat eine zweite Chance verdient!

Renate Caramanico, Tennenbronn

 

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