Am Bahnhof in Rottweil hat es am frühen Mittwochabend einen Großeinsatz von Rettungskräften, Feuerwehr und Polizei gegeben. Nach Angaben der Deutschen Bahn hat sich ein sogenannter Personenunfall ereignet. Der Fernverkehr ist daraufhin zeitweise unterbrochen worden.
Nach übereinstimmenden Informationen, die der NRWZ aus mehreren Quellen bestätigt worden sind, ist bei dem Vorfall eine Person ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen ist die Person offenbar von einem einfahrenden Intercity-Zug erfasst worden. Die genauen Umstände sind zunächst unklar geblieben. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Wie ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Offenburg mitgeteilt hat, ist ein leitender Beamter per Hubschrauber eingeflogen worden. In dem betroffenen Zug haben sich demnach rund 200 Reisende befunden, weitere etwa 20 Personen haben am Bahnsteig auf eine Weiterfahrt gewartet.
Der Zug ist im Bahnhof gestoppt und zunächst nicht freigegeben worden. Der Bereich um Gleis 5, das Ferngleis, ist von der Polizei beschlagnahmt worden. Die Fahrgäste haben zunächst im Zug gewartet, während Personen am Bahnsteig in den Wartebereich bei Gleis 1 gebeten worden sind. Laut Feuerwehr sind die Reisenden über den Notarzteinsatz informiert worden. Zwei gehörlose Fahrgäste sind demnach schriftlich über die Situation in Kenntnis gesetzt worden.
Wenig später ist mit der Räumung des Zuges begonnen worden, der ursprünglich nach Singen unterwegs gewesen ist. Zudem sind Kräfte der Kriminalpolizei sowie Spurensicherer am Unfallort eingetroffen, um die Ermittlungen aufzunehmen. Zahlreiche Reisende sind zeitweise gestrandet, da zunächst unklar geblieben ist, wie es in Richtung Singen und Zürich weitergegangen ist.
In einer Online-Mitteilung hat die Bahn erklärt, ein Notarzteinsatz auf der Strecke habe den Zugverkehr beeinträchtigt. Die Züge hätten am nächsten Bahnhof gehalten und die Dauer der Streckensperrung abgewartet. Zur Dauer der Sperrung sind zunächst keine Informationen vorgelegen.
Das Deutsche Rote Kreuz ist mit einem größeren Aufgebot im Einsatz gewesen, darunter Notarzt, Rettungswagen und organisatorischer Leiter Rettungsdienst. Auch die Feuerwehr hat einen Rüstzug entsandt. Kreisbrandmeister Philipp Glunz hat sich persönlich ein Bild der Lage gemacht, die Einsatzleitung hat Stadtbrandmeister Frank Müller übernommen.
Am frühen Abend ist zudem ein Ersatzverkehr zwischen Oberndorf und Rottweil eingerichtet worden. Gegen 17.50 Uhr ist die Feuerwehr schrittweise abgerückt, anschließend hat die Polizei die Einsatzstelle übernommen. Kurz darauf ist der Hubschrauber der Bundespolizei aus Offenburg am Bahnhof eingetroffen.


