Großeinsatz für die Rettungskräfte am Bahnhof in Rottweil an diesem Mittwochabend. Laut einer Mitteilung der Bahn kam es zu einem Personenunfall. Der Fernverkehr ist aktuell (Stand: 18 Uhr) unterbrochen. Die planmäßige Verbindung Rottweil-Singen mit Abfahrt 18.43 Uhr kommt laut Bahn nicht zustande. Der in Rottweil in den Unfall verwickelte Zug soll aber nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen weiterfahren können, hieß es. Planmäßig soll wieder die Verbindung ab 19.43 Uhr gefahren werden.
Am Rottweiler Bahnhof kam es am frühen Mittwochabend zu einem Unfall. Eine Person kam dabei ums Leben, ist der NRWZ von verschiedener Seite bestätigt worden. Offenbar wurde die Person von einem einfahrenden IC erfasst. Die näheren Umstände sind unklar. Die Polizei ermittelt.
Seitens der Bundespolizei wurde ein leitender Beamter per Hubschrauber eingeflogen, sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Offenburg der NRWZ gegen 17.45 Uhr auf Nachfrage. Nach seinen Worten befanden sich etwa 200 Reisende in dem betroffenen Zug, weitere 20 hätten auf eine Weiterfahrt gewartet.
Der Zug ist nun im Bahnhof angehalten worden, er wird zunächst nicht weiterfahren dürfen. Die Polizei habe den Bereich von Gleis 5, dies ist das Ferngleis, beschlagnahmt, sagte ein Sprecher der Rottweiler Feuerwehr der NRWZ. Die Fahrgäste harrten zunächst im Zug aus, während die Reisenden, die am Gleis auf den Zug warteten, von der Polizei in den Wartebereich des Bahnhofs bei Gleis 1 gebeten wurden. Die Menschen im Zug seien informiert worden, dass es einen Notarzteinsatz gebe, dass sie sich leider auf eine Wartezeit einstellen müssten, so der Feuerwehrsprecher weiter. Unter den Fahrgästen hätten sich auch zwei gehörlose Menschen befunden, die entsprechend schriftlich informiert worden seien.
Einige Minuten später begann dann die Räumung des Zuges, der nach Singen / Hohentwiel unterwegs gewesen ist. Planmäßig hätte er um 17.17 Uhr Rottweil verlassen sollen. Nun sind Beamte auch der Kriminalpolizei eingetroffen, Spurensicherer, die die Unfallstelle untersuchen werden. Unterdessen sind Reisende offenbar gestrandet. Stand 17.45 Uhr: Niemand weiß, wie es von Rottweil aus Richtung Singen und Zürich weitergehen soll.
Die Bahn hat inzwischen Stellung zu dem Vorfall bezogen. Online heißt es: „Ein Notarzteinsatz auf der Strecke in Rottweil beeinträchtigt den Zugverkehr. Die Züge halten am nächsten Bahnhof und warten dort die Dauer der Streckensperrung ab. Bisher haben wir leider keine Informationen zur Dauer der Sperrung.“
Das DRK ist mit größerem Aufgebot vor Ort. Neben dem Notarzt sind ein Rettungswagen sowie der organisatorische Leiter Rettungsdienst da. Die Feuerwehr hat einen Rüstzug an den Einsatzort entsandt. Kreisbrandmeister Philipp Glunz macht sich persönlich ein Bild von der Lage. Die Einsatzleitung seitens der Feuerwehr hat Stadtbrandmeister Frank Müller.
Gegen 17.40 Uhr meldete die Bahn, dass ein Ersatzverkehr zwischen Oberndorf und Rottweil eingerichtet worden sei.
Gegen 17.50 Uhr rückte die Feuerwehr nach und nach ab. Die Einsatzstelle gehört nun der Polizei. Wenige Minuten später traf der Hubschrauber der Bundespolizei aus Offenburg ein.



