Rottweil – Mit rund 350 Gästen hat die CDU Rottweil am Sonntagabend in der „Guten Stube“ Kraftwerk ihren traditionellen Neujahrsempfang gefeiert. Gastgeber und Landtagsabgeordneter Stefan Teufel (CDU) konnte dabei prominenten Besuch begrüßen: Manuel Hagel, Landes- und Fraktionsvorsitzender der CDU Baden-Württemberg, war als Hauptredner des Abends nach Rottweil gekommen (wir berichten hier und hier).
Politik mit Haltung und Bodenhaftung
In seiner Ansprache stellte der Abgeordnete zentrale Themen seiner politischen Arbeit vor Ort vor. Grundlage seiner Haltung, so Teufel, sei „Politik auf Basis christlicher Überzeugungen und der sozialen Marktwirtschaft“. Er bat die Gäste um Unterstützung für die CDU bei der anstehenden Landtagswahl im März.
Zugleich griff Teufel ein Zitat von Walter Rathenau auf: „Arbeitsplätze sind nicht alles, aber ohne Arbeitsplätze ist vieles nichts.“ Entsprechend setzte er wirtschaftliche Stärke an die erste Stelle seiner politischen Schwerpunkte. „Wir brauchen Technologie statt Ideologie“, sagte Teufel mit Blick auf aktuelle wirtschafts- und industriepolitische Debatten. Freihandel bleibe für ihn ein entscheidender Faktor für Wohlstand – etwa durch das Mercosur-Abkommen.
Einsatz für Wirtschaft, Bildung und Sicherheit
Zu seinen Kernanliegen im Wahlkreis zählte Teufel ein klares Bekenntnis zur regionalen Wirtschaft, zur inneren Sicherheit und zum Bildungsstandort. Er dankte anwesenden Sicherheitskräften und hob den Ausbau der Kriminalpolizei in Rottweil sowie der Autobahnpolizei in Zimmern hervor. „Das ist ein starkes Zeichen für die Sicherheit in unserem Land“, sagte Teufel.
Im Hinblick auf Bildung forderte er „Vorfahrt für Bildung“ und verwies auf Investitionen in Schulbauprogramme des Landes, von denen auch Rottweil und Villingen-Schwenningen profitierten. Besonders entscheidend sei ihm zudem die duale Ausbildung. „Sie ist ein Garant für niedrige Jugendarbeitslosigkeit – nicht nur in Baden-Württemberg, sondern in ganz Europa.“

Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Ehrenamt im Fokus
Als Familienvater sei ihm der gesellschaftliche Zusammenhalt ein persönliches Anliegen, betonte Teufel weiter. Die Landarztquote und der Ausbau von Kurzzeitpflegeplätzen hätten gezeigt, dass auch ländliche Regionen gestärkt würden. Stiftung und Ehrenamt seien tragende Säulen der Gesellschaft: „Ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen“, würdigte Teufel das Engagement vieler Bürger – von sozialen Diensten über Sportvereine bis hin zu Tafeln.
Beispielhaft nannte er die Unterstützung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) und Investitionen in den Sportstättenbau. „Es macht einen Unterschied, wenn die Anlagen vor Ort in einem guten Zustand sind – das motiviert, sich einzubringen.“
Infrastruktur und regionale Projekte
Zu den Projekten, die aus seiner Sicht den Landkreis voranbringen, zählte Teufel die Sanierung von Lehrschwimmbecken, um Kindern Schwimmunterricht zu ermöglichen, sowie den Ausbau der Gäubahn. „Baustellen vergehen, Fortschritt bleibt – das ist unsere Hoffnung“, sagte Teufel. Er forderte einen zügigen Ausbau des Pfaffensteigtunnels und eine bessere Anbindung zwischen Stuttgart und Singen.
Auch die medizinische Versorgung und Unterstützung der Landwirte seien ihm bedeutend, betonte der CDU-Politiker zum Abschluss. Mit einem Appell schloss er seine Rede: „Lassen Sie uns am 8. März gemeinsam angehen – für ein gutes Ergebnis der CDU hier in der Region.“



