Das „Seminar für Ausbildung und Fortbildung der Lehrkräfte Rottweil (Gymnasium)“ hat am Dienstag in der Aula des Albertus-Magnus-Gymnasiums feierlich den diesjährigen Absolventinnen und Absolventen die Urkunde über das Bestehen der Zweiten Staatsprüfung überreicht. Der Notenschnitt von beinahe 1,5 fiel in diesem Jahr besonders gut aus und zeugt vom sehr guten Ausbildungsniveau am Seminar Rottweil.
Rottweil – Überreicht wurde auch der Preis für „Innovatives Lernen und Lehren“. Der erste Preis geht in diesem Jahr an Johanna Pape vom Ellenrieder-Gymnasium Konstanz für ihre Unterrichtseinheit „Chaos in Akustien. Spielerische Erkenntnisgewinnung und Ergebnissicherung im Einstiegsunterricht Physik anhand eines Escape-Games zum Thema Akustik.“ Die Jury hob hervor, dass die Unterrichtseinheit für das Fach Physik begeistere. Den zweiten Preis erhielt Dr. Annegret Montag für eine Einheit, in der in Klasse 10 True-Crime-Podcasts im Unterricht erstellt wurden. Mit dem dritten Preis wurde Christine Böhm für eine bilinguale Einheit ausgezeichnet, die aktivierend durch Rollenspiele die Arbeit der UN im Gemeinschaftskundeunterricht erschließt.
Die Absolventinnen und Absolventen haben einen 19-monatigen Vorbereitungsdienst absolviert. Dabei haben sie an 30 Gymnasien der Landkreise Rottweil, Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Konstanz hospitiert und unterrichtet. Am Seminar Rottweil sind sie in der Didaktik und Methodik ihrer Fächer sowie in Pädagogik ausgebildet worden und haben eine Vielzahl praxisorientierter Veranstaltungen besucht. In der über 50-jährigen Geschichte des Seminars war es der 83. Kurs, der seine Ausbildung beendet.
Die Direktorin des Seminars, Ulrike Heller, übergab die Zeugnisse. Sie blickte auf eineinhalb Jahre der Ausbildung zurück und sprach den Absolventinnen und Absolventen Glückwünsche zum Abschluss einer exzellenten Ausbildung aus. Den Ausbilderinnen und Ausbildern dankte sie für die engagierte Betreuung der Referendare. Sie beschrieb in ihrer Ansprache die sonnigen Tage und die herausfordernden Tiefs des Vorbereitungsdienstes. Nun könnten alle Absolventen ihren eigenen Platz als Lehrkräfte einnehmen und den Schülern „Regenschirm“ und „Schneeräumdienst“ werden. Werte zu vermitteln und Vorbild zu sein seien die wohl wichtigsten Aufgaben der angehenden Lehrkräfte.
Der Ausbildungspersonalrat blickte humorvoll zurück auf die gleichermaßen anstrengende wie bereichernde Zeit der Ausbildung und auf die belastende Situation, denen sich die angehenden Lehrkräfte gerade gegenübersehen. Unter dem Motto „Tolle Menschen machen den Unterschied“ dankte er der Seminarleitung, den Ausbildern und der Verwaltung. Einige Ausbilder wurden vonseiten der Referendare besonders gewürdigt.
Auch der neugegründete Förderverein des Seminars stellte sich vor und bat um Unterstützung. Die Feierstunde wurde von Referendarinnen und Referendaren des folgenden Jahrgangs musikalisch umrahmt.
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