Rettungshubschrauber vor der Rottweiler Helios-Klinik. Foto: pm

In einem Schrei­ben hat die Lei­tung der Rott­wei­ler Heli­os-Kli­nik vor weni­gen Tagen über ihren Plan infor­miert, den bestehen­den Hub­schrau­ber­lan­de­platz zu ver­schie­ben. Auch die An- und Abflug­kor­ri­do­re sol­len gedreht wer­den. Das Schrei­ben ist an „die Nach­barn und Anlie­ger der Kli­nik” gerich­tet. Es liegt der NRWZ vor.

Der bestehen­de Hub­schrau­ber­lan­de­platz sei in das soge­nann­te Luft­ret­tungs­we­sen ein­ge­bun­den, was bedeu­te, dass der Ret­tungs­dienst mit dem Hub­schrau­ber Not­fall­pa­ti­en­ten ins Kran­ken­haus brin­gen kön­ne. Auch sei­en schnel­le Ver­le­gun­gen in Spe­zi­al­kli­ni­ken dadurch mög­lich. Das schreibt Nina Heit­ger, Geschäfts­füh­re­rin des Rott­wei­ler Kran­ken­hau­ses.

Die Kli­nik sei gehal­ten, Vor­ga­ben für einen sol­chen Lan­de­platz ein­zu­hal­ten. Die­se leg­ten die genaue Grö­ße der Flä­che sowie die Hin­der­nis­frei­heit in den An- und Abflug­be­rei­chen fest. 

Die Geset­zes­la­ge erfor­de­re eine Anpas­sung des aktu­el­len Lan­de­plat­zes, so die Kli­nik­che­fin wei­ter. Dem­nach sei der Platz leicht zu ver­schie­ben. Außer­dem müss­ten die An- und Abflug­schnei­sen gedreht wer­den. Bis­her lagen die­se in Rich­tung Nord-Ost und Süd-West. Also zum Wohn­ge­biet am Turm­weg und zur Schram­ber­ger Stra­ße mit Flug­rich­tung Hau­sen. 

Künf­tig lie­gen die Schnei­sen um 90 Grad gedreht – so sol­len die Ret­tungs­flie­ger die Tann­stra­ße aus Rich­tung Hoch­turm bezie­hungs­wei­se die Schram­ber­ger Stra­ße aus Rich­tung Schul­cam­pus ent­lang ein- bezie­hungs­wei­se abflie­gen.

Der Flug­be­trieb bei Dun­kel­heit sei in Deutsch­land eine Aus­nah­me. Den­noch for­de­re der Gesetz­ge­ber zumin­dest die Mög­lich­keit der Nacht­lan­dung. Das mache eine Beleuch­tung, eine „Lan­de­platz­be­feue­rung” not­wen­dig. „Auch sie muss nun an unse­rem Lan­de­platz geschaf­fen wer­den”, so Kli­nik-Geschäfts­füh­re­rin Heit­ger. Weni­ger als ein­mal pro Jahr lan­de ein Hub­schrau­ber nachts am Rott­wei­ler Kran­ken­haus, bis­her sei dann die Feu­er­wehr geru­fen wor­den, um den Platz aus­zu­leuch­ten. Dies ist nach NRWZ-Infor­ma­tio­nen etwa auch beim Vin­zenz-von-Paul-Hos­pi­tal so, das eben­falls über einen Hub­schrau­ber­lan­de­platz ver­fügt.

Ein ent­spre­chen­der Antrag auf Ände­rung der Flug­platz­ge­neh­mi­gung sei bei der zustän­di­gen Luft­fahrt­be­hör­de, dem Regie­rungs­prä­si­di­um Frei­burg, ein­ge­reicht wor­den.

Es ist uns bewusst, dass die Hub­schrau­ber, wenn sie uns anflie­gen, nicht zu über­hö­ren sind”, schreibt Kli­nik­che­fin Heit­ger, „und dass Sie als Anwoh­ner den Flug­lärm mög­li­cher­wei­se als stö­rend emp­fin­den.” 

Bis­lang gebe es 25 Flug­be­we­gun­gen an der Rott­wei­ler Kli­nik jähr­lich. Die­se Zahl wer­de sich durch die geplan­ten Maß­nah­men nicht erhö­hen.