8.4 C
Rottweil
Montag, 24. Februar 2020

Helios Rottweil: Hubschrauberlandeplatz soll verschoben werden

In einem Schreiben hat die Leitung der Rottweiler Helios-Klinik vor wenigen Tagen über ihren Plan informiert, den bestehenden Hubschrauberlandeplatz zu verschieben. Auch die An- und Abflugkorridore sollen gedreht werden. Das Schreiben ist an „die Nachbarn und Anlieger der Klinik“ gerichtet. Es liegt der NRWZ vor.

Der bestehende Hubschrauberlandeplatz sei in das sogenannte Luftrettungswesen eingebunden, was bedeute, dass der Rettungsdienst mit dem Hubschrauber Notfallpatienten ins Krankenhaus bringen könne. Auch seien schnelle Verlegungen in Spezialkliniken dadurch möglich. Das schreibt Nina Heitger, Geschäftsführerin des Rottweiler Krankenhauses.

Die Klinik sei gehalten, Vorgaben für einen solchen Landeplatz einzuhalten. Diese legten die genaue Größe der Fläche sowie die Hindernisfreiheit in den An- und Abflugbereichen fest. 

Die Gesetzeslage erfordere eine Anpassung des aktuellen Landeplatzes, so die Klinikchefin weiter. Demnach sei der Platz leicht zu verschieben. Außerdem müssten die An- und Abflugschneisen gedreht werden. Bisher lagen diese in Richtung Nord-Ost und Süd-West. Also zum Wohngebiet am Turmweg und zur Schramberger Straße mit Flugrichtung Hausen. 

Künftig liegen die Schneisen um 90 Grad gedreht – so sollen die Rettungsflieger die Tannstraße aus Richtung Hochturm beziehungsweise die Schramberger Straße aus Richtung Schulcampus entlang ein- beziehungsweise abfliegen.

Der Flugbetrieb bei Dunkelheit sei in Deutschland eine Ausnahme. Dennoch fordere der Gesetzgeber zumindest die Möglichkeit der Nachtlandung. Das mache eine Beleuchtung, eine „Landeplatzbefeuerung“ notwendig. „Auch sie muss nun an unserem Landeplatz geschaffen werden“, so Klinik-Geschäftsführerin Heitger. Weniger als einmal pro Jahr lande ein Hubschrauber nachts am Rottweiler Krankenhaus, bisher sei dann die Feuerwehr gerufen worden, um den Platz auszuleuchten. Dies ist nach NRWZ-Informationen etwa auch beim Vinzenz-von-Paul-Hospital so, das ebenfalls über einen Hubschrauberlandeplatz verfügt.

Ein entsprechender Antrag auf Änderung der Flugplatzgenehmigung sei bei der zuständigen Luftfahrtbehörde, dem Regierungspräsidium Freiburg, eingereicht worden.

„Es ist uns bewusst, dass die Hubschrauber, wenn sie uns anfliegen, nicht zu überhören sind“, schreibt Klinikchefin Heitger, „und dass Sie als Anwohner den Fluglärm möglicherweise als störend empfinden.“ 

Bislang gebe es 25 Flugbewegungen an der Rottweiler Klinik jährlich. Diese Zahl werde sich durch die geplanten Maßnahmen nicht erhöhen. 

 

Mehr auf NRWZ.de