Rund 150 Menschen mussten am Freitagabend die Gebäude des Alten Spitals in Rottweil verlassen, in denen aktuell Geflüchtete untergebracht sind. Der Grund: eine verrauchte Küche.
Rottweil – „Wir haben eine starke Verrauchung im dritten Stock“, ließ Stadtbrandmeister Frank Müller als Einsatzleiter früh wissen. Seine Kameradinnen und Kameraden brachten Lösch- und weitere Fahrzeuge, etwa die Drehleiter, in Stellung. Ein Brand war, wie sich dann herausstellte, nicht ausgebrochen. Essensqualm hatte die Küche verraucht. Das kommt bisweilen vor, erst am Nachmittag etwa in einer Privatwohnung in Rottweil.

Die beiden Gebäude, die die Unterkunft darstellen, waren beim Eintreffen der Feuerwehr bereits geräumt worden. Die Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener Nationalitäten warteten draußen, im Gebäude beschäftigte Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter wiesen sie zudem an, die Straßenseite zu wechseln, um den anrückenden Rettungskräften Platz zu machen. Diese hatten auch die Untere Hauptstraße, in der das Alte Spital liegt, gesperrt, um mit ihren Fahrzeugen rangieren zu können. Was manchen Autofahrer an den Rand seiner fahrerischen Fähigkeiten brachte. Trotz erkennbarer Sperrung drängelten viele dennoch durch. Wie Rottweils Feuerwehrsprecher Felix Daute sagte, sei die Wehr mit diesem Problem auch schon bei dem Einsatz am Nachmittag in der Zimmerner Straße konfrontiert gewesen.
Der Einsatz war binnen Minuten beendet, Kommandant Müller konnte den Sicherheitsleuten der Einrichtung grünes Licht geben, die Bewohnerinnen und Bewohner samt der Kinder durften wieder rein. Etwa 150 seien es aktuell insgesamt, schätzte Müller.
Auf die Belange der Feuerwehr nehmen die Betreiber der Flüchtlingsunterkunft laut Müller vermehrt Rücksicht. Der Zugang etwa zum Schlüsselkasten für die Brandmeldeanlage sei nicht mehr, wie früher schon, durch mehrere Mülltonnen verstellt gewesen. An der Anlage kann der Kommandant – beziehungsweise die erste am Einsatzort eintreffende Kraft – erst feststellen, welcher Melder ausgelöst hat und wo sich dieser befindet. Das entscheidet über die weitere Strategie der Feuerwehr wie die Positionierung etwa der Drehleiter.
Der Brandmeldealarm lief, wie in einem Gebäude mit vielen darin untergebrachten Menschen üblich, direkt bei der Einsatzleitstelle auf. Diese setzte dann die Rettungskräfte in Marsch. Darunter auch ein Rettungswagen des DRK.
Die Polizei war mit einer Streife am Einsatzort.
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