Don Bosco Kindergarten. Archivfoto: him

Schram­berg. Die nächs­te Run­de in Sachen Erhö­hung der Kin­der­gar­ten­ge­büh­ren ist beschlos­sen. Wie bereits im ver­gan­ge­nen Jahr, stimm­te der Gemein­de­rat der Stadt Schram­berg auch dies­mal für eine Erhö­hung um drei Pro­zent. Für die Erhö­hung stimm­ten OB Tho­mas Her­zog, die CDU und die Freie Lis­te mit zusam­men 15 Stim­men. Dage­gen waren die die Räte von SPD/Buntspecht, ÖDP und Akti­ve Bür­ger, die zusam­men elf Stim­men hat­ten. Zwei Räte waren für die Sit­zung ent­schul­digt.

Zuvor hat­ten sich der Ort­schafts­rat Wald­mös­sin­gen bei einer Ent­hal­tung, der Ort­schafts­rat Ten­nen­bronn, bei zwei Nein-Stim­men der bei­den BDU-Ver­tre­ter, und der Ver­wal­tungs­aus­schuss mit den Stim­men von OB Her­zog, CDU, Freie Lis­te und Akti­ve Bür­ger für die Erhö­hung aus­ge­spro­chen. Bereits im Aus­schuss waren die Ver­tre­ter von SPD/Buntspecht und ÖDP dage­gen. Der Ver­tre­ter der Akti­ven Bür­ger stimm­te im Aus­schuss mit Ja, wäh­rend sei­ne bei­den Frak­ti­ons­kol­le­gen im Gemein­de­rat mit Nein votier­ten. Über die Sit­zun­gen haben wir berich­tet: https://www.nrwz.de/schramberg/erhoehung-der-kindergartengebuehren-ist-umstritten/235294

Im Gemein­de­rat gab es erneut eine kur­ze Dis­kus­si­on. Tan­ja Wit­kow­ski, Frak­ti­ons­spre­che­rin von SPD/Buntspecht, begrün­de­te das Nein ihrer Frak­ti­on damit, dass es sich bei Kin­der­gär­ten um Bil­dungs­ein­rich­tun­gen han­delt, die eigent­lich gebüh­ren­frei sein müss­ten. Dabei ver­wies sie auf die Bemü­hun­gen der SPD auf Lan­des­ebe­ne. Die­se for­dert, die Gebüh­ren­frei­heit aus dem Lan­des­haus­halt zu finan­zie­ren, wie es meh­re­re ande­re Bun­des­län­der bereits tun. Eben­so wie im ver­gan­ge­nen Jahr sag­te SPD/Buntspecht dann auch geschlos­sen Nein.

Jür­gen Win­ter begrün­de­te das Ja der CDU-Frak­ti­on zur Gebüh­ren­er­hö­hung: „Wir wür­den uns über einen Geld­se­gen von oben freu­en. Wir kön­nen aber nicht bis zum St. Nim­mer­leins­tag war­ten.“ Und wei­ter: „Wir wol­len die sozia­le Ver­träg­lich­keit hier und heu­te.“ Eine ent­spre­chen­de Berech­nung, mit Blick auf die aktu­el­len Wert­gren­zen, will die Ver­wal­tung auf das nächs­te Jahr hin vor­be­rei­ten.Bernd Rich­ter mach­te für die ÖDP deut­lich, dass sei­ne Par­tei ein ande­res Fami­li­en­bild habe. Wäh­rend der ers­ten drei Jah­re muss es aus Sicht der ÖDP ein Erzie­hungs­ge­halt geben, was einem Eltern­teil erlaubt, sich zuhau­se um das Kind zu küm­mern. Die ÖDP stimm­te gegen die Gebüh­ren­er­hö­hung.