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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Schram­berg Die Umfah­rung Sul­gen ist gesperrt

Die Umfahrung Sulgen ist gesperrt

Seit Don­ners­tag­vor­mit­tag wird der Ver­kehr durch Sul­gen gelei­tet / Bau­ar­bei­ten dau­ern bis Mit­te Dezem­ber

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Schram­berg. Seit Don­ners­tag­mor­gen ist es nun Rea­li­tät: Der gesam­te Stra­ßen­ver­kehr muss ab sofort durch Sul­gen über den Bären­platz und den Ring­ver­kehr.

Grund hier­für ist die Sanie­rung der Umfah­rung Sul­gen im Zuge der B 462 auf einer Län­ge von drei Kilo­me­tern. Läuft alles nach Plan, dann ist die Umfah­rung ab Mit­te Dezem­ber wie­der offen. Die Betei­lig­ten bemü­hen sich jedoch, frü­her fer­tig zu wer­den. Dabei sind sie aber auch vom Wet­ter abhän­gig. Joa­chim Hil­ser vom Stra­ßen­bau­amt des Land­rats­amts Rott­weil, das die behörd­li­chen Auf­ga­ben des Regie­rungs­prä­si­di­ums in die­sem Fall über­nom­men hat, hofft zwar auf eine kür­ze­re Bau­zeit, möch­te aber kei­ne frü­he­ren Ter­mi­ne nen­nen, um kei­ne fal­schen Hoff­nun­gen zu wecken.

Die Umfah­rung Sul­gen ist gesperrt.

Die Umlei­tung wird nicht nur für die Auto­fah­rer zur Gedulds­pro­be, son­dern auch für die Anwoh­ner zur Belas­tungs­pro­be. In Sul­gen stau­te sich der Ver­kehr bereits ab der Abfahrt Rich­tung Sul­gen unter­halb des ehe­ma­li­gen Auto­haus Hils. Da die meis­ten Auto­fah­rer jedoch sehr umsich­tig unter­wegs waren und auf­ein­an­der Rück­sicht nah­men, gab es zumin­dest zu die­sem Zeit­punkt noch kei­ne ganz hef­ti­gen Stö­run­gen. Pro­ble­ma­tisch wirk­te sich aus, dass im Rah­men der Ein­rich­tung der Voll­sper­rung vor­über­ge­hend die Ampeln am Bären­platz aus­ge­schal­tet wer­den muss­te, um auch sie auf die neue Situa­ti­on ein­zu­rich­ten.

Die Absper­run­gen ste­hen, es gibt kein Durch­kom­men mehr.

Eine Sul­ge­ne­rin, die am Don­ners­tag­vor­mit­tag mit dem Fahr­rad unter­wegs war, berich­tet: „Ich war vor­her (nach 9 Uhr)von der O.E. Schwei­­zer-Str. (Bären­sied­lung) mit dem Fahr­rad zum Ein­kau­fen unter­wegs. Zuerst konn­te ich nicht über den „frei­en“ Bären­weg durch­fah­ren, da ein Last­wa­gen  Säcke aus­la­den woll­te und die gan­ze Brei­te der Stra­ße benutzt hat.  Also bin ich über die Rech­berg­stra­ße, an den Glas­con­tai­nern mit den vie­len Scher­ben (sehr gut für Fahr­rä­der) vor­bei zur   Hei­li­gen­bron­ner Stra­ße gegan­gen. Ich fah­re mög­lichst nicht auf Geh­we­gen mit Fuß­gän­gern. An der Kreu­zung war kei­ne ein­zi­ge Ampel an, aber dafür sehr viel Ver­kehr.  Ich habe mit Mühe und Not nach eini­gen Minu­ten die Stra­ße über­que­ren kön­nen. Für die vie­len älte­ren Mit­bür­ger aus der Sied­lung, die zum Ede­ka wol­len ist dies nicht mög­lich.

Unter­halb des ehe­ma­li­gen Auto­hau­ses Hils wird der Ver­kehr Rich­tung Sul­gen gelei­tet.

Nach dem Ein­kau­fen war es noch schlim­mer:  ich habe an der glei­chen Ampel gegen 9.45 Uhr (vom ehe­ma­li­gen Geschäft Stein­hil­ber zum Sport­ge­schäft)  habe ich fünf vol­le Minu­ten war­ten müs­sen, da unun­ter­bro­chen Autos, Las­ter, Klein­trans­por­ter die Hei­li­gen­bron­ner Stra­ße mit so einer Geschwin­dig­keit run­ter fah­ren,  dass es lebens­ge­fähr­lich ist,  zu Fuß oder Rad schie­bend , um rüber­zu­kom­men.

Der Rück­stau reicht zurück auf die Bun­des­stra­ße.

Ich hof­fe, dass es nicht die Regel sein wird. Sonst braucht die Stadt sich nicht fami­li­en­freund­lich zu nen­nen. Es stimmt ein­fach nicht. Die Schwächs­ten, Kin­der, älte­re Mit­bür­ger, die auch zum HNO-Arzt wol­len, haben das Nach­se­hen.“

Bereits im Vor­feld hat­te Joa­chim Hil­ser dar­auf hin­ge­wie­sen, dass es bei einer Umlei­tung wäh­rend der ers­ten zwei bis drei Tage immer etwas chao­tisch sei. Dann spie­le sich vie­les ein. Den­noch wird das Stra­ßen­bau­amt die Situa­ti­on beob­ach­ten und schau­en, wo noch zusätz­li­che Rege­lun­gen getrof­fen wer­den müs­sen.

Update

Die NRWZ errei­chen immer mehr Nach­rich­ten von betrof­fe­nen Auto­fah­rern, Bus­fah­rern und ande­ren. So schreibt ein Bus­fah­rer im Lini­en­ver­kehr, der sich als Prü­gel­kna­be für generv­te Pend­ler sieht: ”Seit der Sper­rung der Bun­des­stra­ße wegen Bau­ar­bei­ten ist in Sul­gen der kom­plet­te Ver­kehr zusam­men­ge­bro­chen. Fuß­gän­ger kom­men nicht über die Stra­ße, alle Stra­ßen sind mit generv­ten Fah­ren gefüllt, die Pend­ler kom­men nicht an ihr Ziel oder zur Arbeit und die Lini­en­bus­se haben bis zu 1,5 Stun­den Ver­spä­tung. Und das soll so über drei Mona­te gehen.”

Ein ande­rer Ver­kehrs­teil­neh­mer schreibt: ”Sul­gen weit­räu­mig umfah­ren, da geht gera­de nicht viel vor­wärts 🤔, es staut sich bis zur Glas­bach­kur­ve run­ter und von Dun­nin­gen her auch Den gan­zen Ver­kehr packt die Bären­kreu­zung nicht.🙉

 

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