Fußgängerzone: Das Ende in Sicht

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Drei Pflasterer haben sich dick eingemummelt und arbeiten am Pflaster für die sanierte Fußgängerzone am Hirsoner Platz. Dicke Pudelmützen auf dem Kopf, warme Jacken und Handschuhe schützen die drei Pflasterer gegen die Märzkälte. Mit einem Hammer, der gleichzeitig eine kleine Hacke ist, graben sie das Loch in den feinen Kies, in den die Pflastersteine eingefügt werden. Mit der Hammerseite klopfen sie den Granitstein dann in den Untergrund.

Vorher haben sie Leinen gespannt, die ihnen die Richtung anzeigen. An der Hauswand entlang müssen sie die verschiedenen Ausbuchtungen wegen der Hauseingänge oder Regenrinnen beachten. Auf der freieren Fahrbahnfläche legen sie die Steine im Bogenmuster. Das sieht nicht nur gut aus, sondern gibt dem Pflaster auch Stabilität.

Granit aus dem Elsass

Die Granitsteine ersetzen das frühere Porphyrpflaster in der Fußgängerzone. Das hatte die harte Belastung nicht ausgehalten und war unter der Last der Müllfahrzeuge und den Temperaturschwankungen brüchig geworden. Die Granitsteine aus dem Elsass sind grau und leicht rötlich. Das sei ein Farbton, der in Schramberg häufiger vorkomme, hatte der damalige Tiefbauamtsleiter Horst Bisinger vor einem Jahr erläutert.

Das muss passen. Ivo dalla Rosa schließt die Lücke.

Die Pflasterer aus dem Trentino, Neapel und Mazedonien werden in den kommenden Monaten immer mal wieder in Schramberg arbeiten, erzählt Mauricio. „Wir sind nicht am Stück hier.“ Das Arbeiten hier sei ok, auch wenn es  „bisschen eng“ ist. Ein Geschäftsinhaber am Hirsoner Platz lobt die drei Pflasterer: „Die sind sehr fleißig und freundlich, nette Kerle.“

Fertig bis August

Bis zum Sommer, spätestens August, werde die Baumaßnahme abgeschlossen sein, so Susanne Felker-Henn, Sprecherin der Stadtverwaltung. Lieferschwierigkeiten bei den Granitsteinen, die Coronapandemie und deutlich aufwändigere Arbeiten im Untergrund hatten die Bauarbeiten erheblich verzögert. Schon 2017 begannen die Planungen. Bei einer Ausschreibung im Jahr 2018 gab es eine böse Überraschung, sodass der Baustart auf 2020 verschoben wurde.

Info: Die Kosten für die Sanierung teilen sich die Stadt, der Eigenbetrieb Abwasser und die Stadtwerke. Da  im vergangenen Jahr bei den Kanalarbeiten zusätzliche Arbeiten erledigt werden mussten, hatte die Stadt 125.000 Euro Mehrkosten veranschlagt. Auch beim Straßenbau kamen  etwa 85.000 Euro hinzu. Im Haushalt 2021 sind 750.000 Euro vorgesehen, um die noch ausstehenden Arbeiten bezahlen zu können. „Das müsste ausreichen“, so der Abteilungsleiter Tiefbau Konrad Ginter zur NRWZ.

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