Gelesen wird, was auf den (Nacht-)Tisch kommt

Für NRWZ.de+ Abonnenten: 

Seit einigen Tagen haben Steffi Knebel und Matz Kastning  von AudiotexTour ein neues Projekt im Internet. Die beiden haben einen eigenen Podcast gehostet: „Schuss vorm Buch“.

Der „crossmediale Bücher-Podcast“ sei gedacht „für Ex-Leser, Nichtleser und alle, die mal wieder lesen wollen, aber nicht wissen, was.“ Jede Folge habe ein Thema, und die beiden Medienschaffenden bringen jeweils ein zum Thema passendes Buch mit. „Was dann folgt, ist eine Reise durch Köpfe, Universen, Filme, Serien, Spiele und mehr“, heißt es in ihrer Ankündigung.

Im Rahmen ihres Projektes haben Knebel und Kastning zusätzlich die Spezial-Serie „Schuss vorm Buch WELTWEIT“ gestartet: „In den 15 bis 20 minütigen Folgen sprechen wir mit Deutschen weltweit über das, was sie gerade lesen, wie es ihnen geht und wie sich bei ihnen die Corona-Pandemie auswirkt.“

Bei der Bücherauswahl fühlen sich die Beiden völlig frei, denn sie finanzieren ihr Projekt  selbst: Sie können machen, was sie wollen, „und machen das auch“. Gelesen werde, was auf den (Nacht-) Tisch komme. Das gehe von Karl Dalls Biografie „Auge zu und durch“ und Snowdons „Permanent Record“ über „Walking Dead“ bis Albert Camus.

Sieben Stunden Stadt-Land-Fluss

In einer neuen Folge beispielsweise sprechen die beiden mit ihrem Freund Felix in Dresden, der eigentlich als Sprecher in Berlin gearbeitet hat, nun aber in Dresden in einem Hostel jobbt, beziehungsweise eben nicht jobbt, weil es geschlossen ist. Er plaudert über tätowierte Security-Männer an den Supermarkteingängen und sieben Stunden Stadt-Land-Fluss-Spielen am Geburtstag seiner Mutter. Aber natürlich auch über Bücher.

In früheren Folgen ging es um Thailand, Shanghai und Istanbul. „Es werden noch mindestens Paris, Jakarta, Toronto, USA und Nicaragua folgen“, verspricht Kastning, und es würden auch einige ehemalige und zurückgekehrte „Ländler“ dabei sein.

Auf der Seite zum jeweiligen Podcast finden die Hörer eine Liste mit den erwähnten Büchern, aber auch Filmen oder Computer-Spielen. Die Folgen sind hier zu finden.

image_pdfPDF öffnenimage_printArtikel ausdrucken
Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.