Hutneck-Kirnbach: Rohr wird eingezogen

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Die Spülbohrarbeiten für die Kanalisation für den Außenbereich Hutneck gehen so langsam ihrem Ende entgegen. Am Mittwoch haben die Spezialisten das vorbereitete Rohr in ein zuvor gebohrtes Loch von der Kirnbachstraße hinauf zur Hutneck gezogen.

Mit einer Horizontalbohrmaschine hatten Spezialisten der der Firma Leonhard Weiss zwei parallele Bohrlöcher den Hang hinunter voran getrieben. In eines der Löcher haben sie vor drei Wochen schon  Stromkabel gelegt. Die bisherige 20-KV-Leitung soll nämlich abgebaut und unterirdisch verlaufen. Das andere  Rohr nimmt jetzt die Abwasserleitung auf.

Probleme im Fels zwingen zum improvisieren

Man sei damit zum ursprünglichen Plan zurückgekehrt, so Konrad Ginter, Abteilungsleiter Tiefbau bei der Stadt Schramberg. Beim Bohren des ersten Loches waren die Bauarbeiter auf klüftiges Gestein gestoßen. Das Schmiermittel Bentonit war dann nicht, wie geplant, im Bohrloch zurück geströmt. Stattdessen hatte es den „Weg des geringsten Widerstandes“ gesucht und war in eine Quelle gelangt. Auch die Stadtwerke waren betroffen. Sie mussten eine ihrer Quellen im Kirnbachtal vom Netz nehmen (wir haben berichtet.)

Daraufhin hatte man erwogen, mit nur einer auf 50 Zentimeter Durchmesser aufgeweiteten Bohrung sowohl für Strom als auch fürs Abwasser auszukommen. Ein hinzugezogener Geologe habe wegen der Klüftigkeit davon aber abgeraten, so Ginter: „Man hätte das nicht auf 50 Zentimeter aufweiten können.“ Die zweite Bohrung sei dann auch problemlos gewesen.

Rohr wird hochgezogen

Neben dem eigentlichen Abwasserrohr haben am Morgen die Bauarbeiter ein zweites, dünneres Rohr ins das Loch eingezogen. Auf der Wiese hatten sie zuvor das gut 300 Meter lange Plastikrohr ausgelegt. Mit Unterstützung von Meinrad Kopp vom Kristleshof, der mit Traktor und Seilwinde vor Ort war, ziehen sie das Rohr bis zum Ausgang des Bohrloches.

Es werde fünf bis sechs Stunden dauern, bis das Rohr durch das Loch bis zur Hutneck hochgezogen sei, schätzte einer der Bauarbeiter. Gut 100 aneinandergekoppelte Stahlstangen befinden sich im Loch. Immer wenn eine der Stahlstangen  herausgezogen ist, müssen die Arbeiter sie abmontieren und wieder frisch ankoppeln.

Wenn das Abwasserrohr am Platz ist, soll es über das zweite eingezogene Rohr mit Beton im Fels verpresst werden, erläutert Kopp.  So hofft man, die entstandenen Spalten im Fels zu verschließen. „Dann können sich die Brunnen wieder erholen“, hofft Ginter. Die Arbeiten für die Hausanschlüsse würden noch bis ins kommende Frühjahr dauern.

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