Juristisches Hickhack endet versöhnlich

Gaskonzession in Tennenbronn bleibt bei der EGT

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Der bisherige Gasversorger für Tennenbronn , die EGT, wird auch künftig den Schramberger Teilort mit Gas beliefern. Der Gemeinderat hat einstimmig das Angebot der Triberger Energieversorger angenommen. Damit endet eine jahrelange juristische Auseinandersetzung einigermaßen gütlich.

Schramberg. Das Gasgeschäft war lange umstritten: Erst hochbegehrt, dann fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Als die Konzession auslief, hatten sich neben dem bisherigen Konzessionär EGT auch die Stadtwerke Schramberg beworben. Im Oktober 2021 hatte der Gemeinderat „seinen“ Stadtwerken den Zuschlag auch erteilt.

Dagegen war die EGT juristisch vorgegangen, weil sie Konzession behalten wollte. Das Landgericht Stuttgart verhandelte sogar in der Sache.

Der Ukraine-Krieg ändert alles

Und dann kam der Ukraine-Krieg, Russland lieferte kein billiges Erdgas mehr, alle wollten weg vom Gas. Plötzlich waren weder die Stadtwerke noch die EGT mehr an der Konzession für Tennenbronn interessiert. Als bisheriger Konzessionär musste die EGT im Liefergeschäft bleiben.

Schließlich hat der Rat vor gut einem Jahr ein neues Konzessionsverfahren auf den Weg gebracht. Dabei hat sich nur die EGT um die Lieferkonzession beworben.

Laufzeit bis Ende 2039

In einer gutachterlichen Stellungnahme hat ein von der Stadt beauftragter Anwalt dem Gemeinderat die Annahme empfohlen. Der Vertrag wird nun bis zum Ende des Jahres 2039 gelten. Ursprünglich hatte die EGT Ende 2042 vorgeschlagen.

Um das Verfahren zu vereinfachen, hat die Stadt die Frist auf 2039 vorgezogen, denn dann läuft auch der Vertrag im übrigen Stadtgebiet aus, und die Verfahren können parallel abgewickelt werden.

Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.