Kindergarten Regenbogen in Tennenbronn: Sicherheitstechnik statt neuer Eingang+++aktualisiert

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Schramberg-Tennenbronn. Statt eines neuen Eingangsbereichs bekommt der Evangelische Kindergarten Regenbogen in Tennenbronn erst einmal unter anderem einen neuen Verteilerkasten im Elektroraum und neue Heizkörper. Das geht aus einer Vorlage für den Verwaltungsausschuss hervor. Der Grund: Die Evangelische Landeskirche hatte den Kindergarten auf Sicherheitsmängel untersuchen lassen.

Update 1. Februar 2023: Am Nachmittag teilt die Stadverwaltung mit:

Der erste Tagesordnungspunkt „Investitionsmaßnahme im Evangelischen Kindergarten Regenbogen, Tennenbronn“ muss abgesetzt werden, weil.
der Ortschaftsrat Tennenbronn dazu noch keinen Empfehlungsbeschluss gefasst und das Thema vertagt hat.

Somit bleiben nur noch „Bekanntgaben, Anregungen und Anfragen“ auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses.

Unsere ursprüngliche Meldung:

Die Begutachtung habe „diverse Mängel ergeben“, so die Landeskirche. Und diese seien schnellstmöglich zu beheben, heißt es in der Vorlage von Kerstin Flaig. Die Evangelische Kirchengemeinde habe einen Antrag auf Umwidmung des bisher geplanten Zuschusses von gut 100.000 Euro für den vierten und letzten Bauabschnitt gestellt. Statt für einen neuen Eingangsbereich mit Windfang und die Außenanlagen soll der Zuschuss nun in die Sicherheit gesteckt werden.

Gutachter stellt Sicherheitsmängel fest

Kurz vor Weihnachten habe die Kirchengemeinde die Stadt Schramberg informiert, dass die Landeskirche Baden am 9. Dezember mitgeteilt habe, dass die Finanzierung des 4. Bauabschnitts nicht möglich sei, weil vorher die Sicherheitsmängel beseitigt werden müssen. Die Stadt und die Kirchengemeinde hätten vereinbart, zunächst nur die sicherheitsrelevanten Maßnahmen anzugehen, „die gegebenenfalls die Betriebserlaubnis gefährden“.

Deshalb würden unter anderem diverse Brandschutzmaßnahmen ergriffen, Flucht- und Rettungswege sowie eine Brandabschottung hergestellt. Eine neue Verbindungstür für den notwendigen Lagerraum soll eingebaut, das Büro der Leitung verlegt und Verglasungen gesichert werden. Außerdem fordere die Landeskirche Lärmschutzmaßnahmen im Obergeschoss, den Austausch von Heizkörpern und Schutzvorrichtungen an den Türen gegen Fingerquetschungen. Schließlich seien Sicherheitsvorkehrungen im Bewegungsraum/Gemeindesaal und die Nachrüstung bei zwei Fluchtweg-Türen erforderlich.

Für diese Maßnahmen möchte die Kirchengemeinde nun den Zuschuss verwenden. Die Evangelische Landeskirche Baden hat dabei vorgegeben, dass der Kostenrahmen von 150.000 Euro eingehalten wird und die Stadt Schramberg 101.388 Euro übernimmt. Dann würde die Kirche, wie im Kindergartenvertrag vorgesehen, den Rest, also mindestens 20 Prozent der Kosten tragen.

Im Jahr 2024 dürfte dann ein neuer Antrag kommen, damit die Kirchengemeinde endlich auch der vierte und letzte Bauabschnitt umsetzen kann.

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.