Montag, 22. April 2024

Kripo ermittelt zu mutmaßlichem Tötungsdelikt in Sulgen +++ aktualisiert

Lebensgefährte festgenommen? / Polizei: Keine Anrufe in der Nacht

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Zum mutmaßlichen Tötungsdelikt in einem Mehrfamilienhaus in Sulgen hat die Staatsanwaltschaft am Mittwochmorgen nur eine knappe Meldung verbreitet: „Am Dienstagnachmittag, gegen 14.15 Uhr, ist eine 37-jährige Frau tot in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Sulgauer Straße vom Rettungsdienst und der Polizei aufgefunden worden.“

Schramberg. Die Umstände, die zum Tod der Frau geführt hätten, seien bislang unklar. Eine Gewalttat könne nach derzeitigen Stand nicht ausgeschlossen werden. Beamte der Kriminalpolizeidirektion Rottweil hätten die Ermittlungen aufgenommen. „Diese dauern an“, heißt es abschließend.

Schon öfter handgreiflich geworden?

Vor Ort wissen Anwohner, dass es schon „mehrmals handgreiflich“ zugegangen sei bei dem Paar. „Schon seit mehr als zwei Jahren gab’s da immer wieder Krawall“, so ein Anwohner zur NRWZ. Andere wollen gesehen haben, dass die Polizei den Lebensgefährten vorläufig festgenommen habe. Das Paar soll von Sozialhilfe gelebt haben.

Kein Streifenwagen in der Nacht zu Dienstag frei?

Im Internet kursiert auch ein Gerücht, in der Nacht zu Dienstag habe ein Nachbar dreimal die Polizei angerufen, da stimme etwas nicht in der betroffenen Wohnung. Die Polizei habe aber erklärt, es sei kein Streifenwagen frei, der vorbeikommen könne.

Die NRWZ hat beim Sprecher der Staatsanwaltschaft Rottweil nachgefragt. Dieser konnte das weder bestätigen noch dementieren: „Ich weiß davon nichts“, so Staatsanwalt Frank Grundke: „Wir kümmern uns jetzt um den Sachverhalt.“ Auch das Polizeipräsidium versucht, das aufzuklären.

Für den Abend haben Staatsanwaltschaft und Polizei eine weitere Erklärung angekündigt.

Update 15.2. : Polizei versichert, es gab keine Anrufe in der Nacht

Das Gerücht, dass es schon in der Nacht Anrufe bei der Schramberger Polizei gegeben habe, kann eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Konstanz nicht bestätigen. Es habe „keine solchen Anrufe im Schramberger Revier oder über den Notruf gegeben.“

Ein Anruf  aus der Nacht zu Dienstag habe sich auf einen Vorfall bei der Sulgener Festhalle bezogen, aber in keinem Zusammenhang mit dem Geschehen in der  Sulgauer Straße gestanden. Die Polizei werde immer einem solchen Hinweis auf häusliche Gewalt nachgehen, und eine Streife nachschauen, betont die Sprecherin.

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.