Am Ende nur noch Opa: Schulleiter Bernard Dennig nach seiner Verabschiedung in der Aula des Gymnasiums. Fotos: him

SCHRAMBERG –  Als nach etwa zwei­ein­halb Stun­den alle Reden gehal­ten, Musik­stü­cke gehört und Tän­ze bewun­dert waren, erho­ben sich die zahl­rei­chen Gäs­te in der Aula des Schram­ber­ger Gym­na­si­ums, um dem schei­den­den Schul­lei­ter Bern­hard Den­nig zu applau­die­ren. Er hat­te als Schluss­punkt eine humor­voll-nach­denk­li­che Abschieds­re­de gehal­ten.

Musi­ka­lisch beglei­te­te die Big Band des Gym­na­si­ums unter der Lei­tung von Johan­nes Romer die Ver­ab­schie­dung.

In sei­ner Begrü­ßung nann­te der Stell­ver­tre­ten­de Schul­lei­ter Mat­thi­as Dobler Den­nig einen „enga­gier­ten und begeis­ter­ten Päd­ago­gen“ und hieß zu sei­ner Ver­ab­schie­dung ins­be­son­de­re die gro­ße Fami­lie Den­nig will­kom­men. Er dank­te sei­nem Chef für 14 Jah­re gute Zusam­men­ar­beit.

Mat­thi­as Dobler.

An den Phi­lo­so­phen und Psy­cho­ana­ly­ti­ker Erich Fromm erin­ner­te in sei­ner Anspra­che Abtei­lungs­di­rek­tor Tho­mas Stei­ner vom Regie­rungs­prä­si­di­um Frei­burg. Des­sen Buch  „Haben oder Sein“ habe Den­nigs Leben geprägt. Die­ser sei „jemand, der für die ihm anver­trau­ten Men­schen Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten suchen“ wol­le. Den­nig hin­ter­las­se am Gym­na­si­um eine „wun­der­ba­re Bilanz“. Anschlie­ßend über­reich­te er Den­nig die Urkun­de zur Ent­las­sung in den Ruhe­stand.

Tho­mas Stei­ner.

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog sprach  als Ver­tre­ter des Schul­trä­gers. Bei einem Schul­lei­ter sei­en päd­ago­gi­sches und orga­ni­sa­to­ri­sches Talent gefragt. Man habe vie­le Ver­hand­lun­gen geführt  „und man­che Sträu­ße aus­ge­foch­ten“, so Her­zog. Den­nig habe viel durch­ge­setzt und so sei das Gym­na­si­um nun sehr gut auf­ge­stellt. Er erin­ner­te auch an die gemein­sam im Novem­ber 2017 durch­ge­stan­de­ne Amok-Dro­hung. Da habe sich Den­nig als „Kri­sen­ma­na­ger par excel­lence“ erwie­sen.

Von der Stadt gab es eine Thea­ter­ring-Abo zum Abschied.

Gruß­wor­te kamen auch von Schü­ler­spre­che­rin Rosa-Maria Schnei­der, die Den­nigs „stets offe­nes Ohr für die Wün­sche der Schü­ler­schaft“ lob­te.

Rosa-Maria Schnei­der

Gemein­sam mit Ver­tre­tern der SMV über­reich­te sie Den­nig ein Bild eines Baums, des­sen Blät­ter aus den Dau­men­ab­drü­cken aller Schü­le­rin­nen und Schü­ler bestand.

Bern­hard Den­nig freut sich über das Abschieds­bild der Schü­ler­schaft.

Für das Leh­rer­kol­le­gi­um dank­te die Per­so­nal­rats­vor­sit­zen­de Ruth Bihl­mai­er Den­nig, für den „das Schü­ler­wohl die Richt­schnur“ gewe­sen sei. Die Leh­rer­schaft hat­te ein Video mit mehr oder weni­ger ernst­haf­ten Dan­kes­be­kun­dun­gen zusam­men­ge­stellt.

Ruth Bihl­mai­er

Die Eltern­bei­rats­vor­sit­zen­de Bär­bel Mun­zin­ger befand, Den­nig habe den Eltern „immer mit Rat und Tat zur Sei­te“ gestan­den.

Bär­bel Mun­zin­ger

Für den Vor­sit­zen­den des Freun­des­krei­ses des Gym­na­si­ums Tho­mas Brug­ger war Den­nig „ein Mensch des Gesprächs“. Er hob ins­be­son­de­re die 13 Bil­dungs­part­ner­schaf­ten her­vor, die in Den­nigs Zeit geschlos­sen wur­den.

Tho­mas Brug­ger

Die Geschäfts­füh­ren­de Schul­lei­te­rin Tan­ja Wit­kow­ski berich­te­te, Den­nig habe immer für sein Gym­na­si­um gekämpft, aber auch für die ande­ren Schu­len der Stadt einen bes­se­ren Rah­men schaf­fen wol­len.

Tan­ja Wit­kow­ski

Für den Evan­ge­li­schen Ober­kir­chen­rat erin­ner­te Mar­tin-Ulrich Merk­le an die gemein­sa­me Stu­di­en­zeit in Tübin­gen und beton­te, sie bei­de sei­en kei­ne Stu­ben­ge­lehr­te gewor­den, son­dern hät­ten mit Men­schen zu tun gehabt.

Mar­tin-Ulrich Merk­le

Bern­hard Den­nig ver­si­cher­te in sei­ner Abschieds­re­de, er sei „bewegt und über­wäl­tigt“. Als er vor 37 Jah­ren nach Schram­berg gekom­men sei, habe er Schü­ler gefun­den „die noch etwas ler­nen woll­ten“. Ihm sei es bei sei­ner Arbeit als Leh­rer dar­um gegan­gen, der Eigen­art jedes ein­zel­nen gerecht zu wer­den.

 Er erin­ner­te an vie­le Weg­ge­fähr­ten, ins­be­son­de­re an Paul Flaig und des­sen bewun­derns­wer­tes Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent. Er dank­te allen, die ihn unter­stützt hät­ten. Und schließ­lich auch sei­nem Renn­rad. Da habe „er vie­le Stun­den zum Nach­den­ken auf dem schma­len Sat­tel gehabt.

Bern­hard Den­nig am Ende sei­ner Rede

Auf­ge­lo­ckert haben die Ver­ab­schie­dung die Big­band des Gym­na­si­ums, die bei­den Tanz-AGs und die Strei­cher AG.

Die Strei­cher…
…und die Tanz AG.

Im Anschluss hat­te die Stadt zu einem Steh­emp­fang im Schul­hof ein­ge­la­den.