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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start OB Wahl Schram­berg 2019 OB-Wahl in Schram­berg: Fai­re Kon­tra­hen­ten bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren

OB-Wahl in Schramberg: Faire Kontrahenten bei hohen Temperaturen

Zum Auf­takt Debat­te im Bären­saal

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SCHRAMBERG  –  Trotz hoch­som­mer­li­cher Hit­ze woll­ten am Mon­tag­abend etwa 600 Besu­cher im Schram­ber­ger Bären­saal  die Kan­di­da­tin und die bei­den Kan­di­da­ten für die Ober­bür­ger­meis­ter­wahl am 7. Juli erle­ben.

Die Span­nung war ihnen anzu­se­hen: Dirk Caro­li, Doro­thee Eisenlohr und Tho­mas Her­zog (von links) bei der Kan­di­da­ten­ver­stel­lung im Bären­saal.

Stadt­rat  Jür­gen Win­ter lei­te­te die Debat­te in sei­ner Funk­ti­on als Vor­sit­zen­der des Gemein­de­wahl­aus­schus­ses. Der Abend bie­te die Gele­gen­heit, „abzu­klop­fen, was die Kan­di­da­ten für Schram­berg errei­chen wol­len“, so Win­ter.

Dr. Jür­gen Win­ter erläu­tert den Ablauf des Abends.

Zunächst aller­dings hat­ten Tho­mas Her­zog, Doro­thee Eichenlohr und Dirk Caro­li 20 Minu­ten Zeit, sich und ihr Pro­gramm vor­zu­stel­len.

Thomas Herzog: ”Auf das wir kommt es an”

Amts­in­ha­ber Her­zog begann, sei­ne Mit­be­wer­ber zogen sich wäh­rend­des­sen in eine Künst­ler­gar­de­ro­be zurück, damit Chan­cen­gleich­heit gewahrt blieb. „Gemein­sam Schram­bergs Zukunft schaf­fen“ – Mit sei­nem Wahl­kampf­mot­to star­te­te er, um dann  vie­le in sei­ner Amts­zeit erreich­te Pro­jek­te anzu­spre­chen. Das reich­te von neu­en Bau­ge­bie­ten über sanier­te Stra­ßen und Schul­hö­fe, neue Kin­der­gär­ten bis hin zur Tal­um­fah­rung, die wie­der im ”Vor­dring­li­chen Bedarf” sei, und den Plä­nen für den Schul­cam­pus.

Tho­mas Her­zog

Es sei nor­mal, dass vie­le Auf­ga­ben vor uns lie­gen. Neu sei­en „die Dimen­sio­nen und Aus­wir­kun­gen, wel­che die­se Auf­ga­ben oder Pro­jek­te haben wer­den. Davor ist mir aber nicht ban­ge.” Mit den Ort­­schafts- und Gemein­de­rä­ten, mit sei­nem hoch moti­vier­ten und gut geführ­ten Team in der Ver­wal­tung wol­le er es ange­hen: „Auf das wir kommt es an.“

Eisenlohr: ”Mit Herzblut für Schramberg”

Eisenlohr schil­der­te ihren beruf­li­chen Wer­de­gang: vom Stu­di­um in Pas­sau über ihre Zeit bei der Regi­on Stutt­gart bis zu ihrer Arbeit als Geschäfts­füh­re­rin der regio­na­len Wirt­schaft­för­de­rungs­ge­sell­schaft. Ihr Cre­do: ”Das Wich­tigs­te für mich sind Bür­ger­nä­he und eine ser­vice­ori­en­tier­te Stadt­ver­wal­tung.” Die Ver­wal­tung müs­se Dienst­leis­te­rin für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sein und ihnen auf Augen­hö­he begeg­nen.

Doro­thee Eisenlohr

Sie befand, dass etli­che Haus­fas­sa­den ent­lang der Obern­dor­fer Stra­ße einen Anstrich gebrau­chen könn­ten, lob­te die Plä­ne für den Stadt­um­bau 2030+, for­der­te aber einen „Boden­stän­dig­keit­s­check“, ob denn die Pro­jek­te auch wirk­lich den Bedürf­nis­sen der Men­schen ent­spre­chen. Eisenlohr ver­sprach, sich „mit gan­zer Kraft und viel Herz­blut für Schram­berg ein­zu­set­zen.

Dirk Caroli: ”Stadt hat alle Möglichkeiten wieder erfolgreich zu werden”

Caro­li berich­te­te über sei­ne mehr als 20 Jah­re Arbeit für eine Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaft, heu­te mache er „betriebs­wirt­schaft­li­che Bera­tun­gen“ für  Fir­men. Er habe zwei Lei­den­schaf­ten: Men­schen hel­fen und Kom­mu­nal­po­li­tik. Die eine Lei­den­schaft erfül­le er beim Deut­schen Roten Kreuz, die ande­re indem er  stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Gemein­de­rat von Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen und stell­ver­tre­ten­der Kreis­vor­sit­zen­der der FDP im Schwar­z­wand-Baar-Kreis sei.

Dirk Caro­li. Alle Fotos: him

In Schram­berg tre­te er aber als Par­tei­lo­ser an. Schram­berg habe durch sei­ne Viel­falt „alle Mög­lich­kei­ten, ein gro­ßes und erfolg­rei­ches Mit­tel­zen­trum zu sein oder zu wer­den“. Die Teil­or­te soll­ten über eige­ne Bud­gets ver­fü­gen. Dann könn­ten bei­spiels­wei­se die Ten­nen­bron­ner den von ihnen gewünsch­ten Sprung­turm im Frei­bad finan­zie­ren.

Viele Themen in der Diskussion

Es schloss sich eine leb­haf­te Debat­te an, in der sich die Drei auf dem Podi­um mit The­men wie Kli­ma­wan­del, Zukunft des Kran­ken­hau­ses, Tou­ris­mus und Schul­cam­pus äußer­ten. Mode­ra­tor Win­ter hat­te kei­ne Mühe mit den betei­lig­ten, weder im Saal noch auf dem Podi­um. Trotz tro­pi­scher Tem­pe­ra­tu­ren blieb alles fried­lich, demo­kra­tisch. Wir wer­den noch geson­dert berich­ten.

Info:  Am Mitt­woch, 26. Juni wer­den sich die drei Bewer­ber in Schram­berg Sul­gen in der Turn- und Fest­hal­le vor­stel­len. Der drit­te Vor­stel­lungs­ter­min fin­det am Mon­tag, 1. Juli im Stadt­teil Ten­nen­bronn in der Turn- und Fest­hal­le statt. Schließ­lich stel­len sich die Drei am Mitt­woch, 3. Juli, in der Kas­tell­hal­le in Wald­mös­sin­gen vor.  Alle Ver­an­stal­tun­gen begin­nen um 19.30 Uhr und sind bewir­tet.

 

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