Schulcampus: Der nächste Schritt

Diskussion zum Schulcampus im Verwaltungausschuss (von links) Kämmerer Rudi Huber, Fachbereichsleiter Uwe Weisser, OB Thomas Herzog, Abteilungsleiterin Kerstin Fleig und Fachbereichsleiter Rudolf Mager. Foto: him

Der Schul­cam­pus an der Graf-von-Bis­sin­gen-Stra­ße kommt Schritt für Schritt vor­an. Am Diens­tag hat ein Bau­un­ter­neh­men als ers­ten Vor­bo­ten sozu­sa­gen Modu­le für den Don-Bosco-Kin­der­gar­ten auf dem Park­platz hin­ter der Karl-Diehl-Hal­le auf­ge­stellt. Mit dem Neu­bau des Kin­der­gar­tens soll bekannt­lich das gesam­te Schul­cam­pus­pro­jekt begin­nen.

Im Ver­wal­tungs­aus­schuss des Gemein­de­ra­tes hat Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog erläu­tert, dass nach der Grund­satz­ent­schei­dung nun die Ver­tie­fungs­pla­nung kom­me. Dabei wer­de auch eine Zeit­ach­se auf­ge­stellt und die Kos­ten ermit­telt, die jeweils bis zum Jahr 2022 – dem Zeit­rah­men der mit­tel­fris­ti­gen Finanz­pla­nung – anfal­len wer­den. Wie berich­tet, soll das Cam­pus-Kon­zept schritt­wei­se über einen Zeit­raum von etwa zehn Jah­ren umge­setzt wer­den, begin­nend mit dem Neu­bau des Don-Bosco-Kin­der­gar­tens. Am Ende stün­de der Neu­bau und Umzug der Ber­neck-Schu­le an und der Aus­bau des Licht­spiel­hau­ses in eine Aula.

Abbruch der Schulen sinnvoll

Fach­be­reichs­lei­ter Rudolf Mager erläu­ter­te den neu­en Vor­schlag, die bei­den bis­he­ri­gen Gebäu­de der Peter-Mey­er-Schu­le und der Erhard-Jung­hans-Schu­le abzu­rei­ßen und durch zwei Ver­bund­ge­bäu­de zu erset­zen. Nur so lie­ßen sich die heu­ti­gen schul­päd­ago­gi­schen Erfor­der­nis­se erfül­len. Dabei geht es unter ande­rem um den Ganz­tags­be­trieb, der ent­spre­chen­de Räu­me braucht. Dar­über habe die Ver­wal­tung aus­führ­lich mit den Schul­lei­tern der betei­lig­ten Schu­len bera­ten, die sich für den neu­en Plan aus­ge­spro­chen haben.

In der Dis­kus­si­on frag­te Uli Bauknecht, wes­halb zwei Mensen – die alte AOK und ein Neu­bau vor­ge­se­hen sei­en.  Fach­be­reichs­lei­ter Mager erläu­ter­te, dass die Plä­ne nur das Raum­pro­gramm dar­stel­len, zei­gen, dass auf den vor­han­de­nen Grund­stü­cken die Gebäu­de unter­ge­bracht wer­den könn­ten. Wie das kon­kret aus­se­hen wer­de, wer­de bei einem Archi­tek­ten­wett­be­werb erar­bei­tet.

Mir­ko Wit­kow­ski (SPD/Buntspecht) tat sich schwer, dass die Peter-Mey­er-Schu­le und die Ber­neck­schu­le abge­ris­sen wer­den sol­len. Er fra­ge sich, ob die schon so weit run­ter gekom­men sind, dass eine  Sanie­rung nicht mehr loh­ne. Er woll­te außer­dem wis­sen, ob dann Zuschüs­se an das Land zurück­ge­zahlt wer­den müss­ten.

So könn­te der neue Schul­cam­pus eines Tages aus­se­hen. Blau umrahmt: Die­se Grund­stü­cke gehö­ren bereits der Stadt. Gra­fik: Stadt Schram­berg

Mager ent­geg­ne­te, es hän­ge von der Grund­sub­stanz der Gebäu­de ab. Die Kirch­platz­schu­le in Sul­gen sei in sehr gutem Zustand, da mache eine Sanie­rung Sinn. Die bei­den Schu­len in der Tal­stadt sei­en 40 oder 50 Jah­re alt, hier gäbe es einen gro­ßen Sanie­rungs­stau. Außer­dem sei die Fas­sa­den­flä­che etwa zwei­ein­halb Mal so groß als bei einem moder­nen kom­pak­ten Neu­bau. Das  habe Bedeu­tung bei den Fol­ge­kos­ten. Durch den Abbruch und Neu­bau spa­re man auch etwa ein Vier­tel der bis­he­ri­gen Grund­flä­che ein: „Wir spa­ren so unse­re wich­tigs­te Res­sour­ce: Flä­che.“

Käm­me­rer Rudi Huber berich­te­te, dass Schul­ge­bäu­de inner­halb von 40 bis 50 Jah­ren abge­schrie­ben wür­den. Bei den Zuschüs­sen müs­se man für ein­zel­ne Objek­te mit dem Regie­rungs­prä­si­di­um spre­chen. Die Gesprä­che wer­de man füh­ren, so OB Her­zog, „wenn wir wis­sen wohin es geht.“ An die Ber­neck­schu­le habe er per­sön­li­che Erin­ne­run­gen. „Die Schu­le war  schön mit ihren Halb­ge­schos­sen”, so Her­zog. Aber es gebe kei­ne Bar­rie­re­frei­heit, und neue päd­ago­gi­sche Anfor­de­run­gen lie­ßen sich mit dem Gebäu­de nicht mehr erfül­len.

Der Aus­schuss emp­fahl ein­stim­mig dem Gemein­de­rat, dass die Ver­wal­tung die Cam­pus­plä­ne wei­ter vor­an­brin­gen soll.