Sonntag, 14. April 2024

Schulstart am Montag in Schramberg

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Am Montag können die Grundschulen wieder mit dem Regelunterricht beginnen. An den weiterführenden Schulen in Schramberg wird es bis auf weiteres Wechselunterricht geben. Das hat auf Anfrage der NRWZ die geschäftsführende Schulleiterin Tanja Witkowski berichtet.

„Der Regelunterricht wird unter Pandemiebedingungen erteilt“, so Witkowski. Das heißt, es gilt weiter die Maskenpflicht, Abstand halten und zwei Mal pro Woche Testen. An ihrer schule, der Grundschule Tennenbronn, werde man nach dem  normalen Stundenplan arbeiten. Schwimmunterricht sei ab dem 17. Juni wieder möglich, Sportunterricht mit  Einschränkungen ebenfalls.

Da die Inzidenz im Kreis Rottweil weiterhin über 50 liege, gelte an den  weiterführenden Schulen die Vorgabe Wechselunterricht. Allerdings  gelte diese Vorschrift laut einer Verordnung, die am 11. Juni auslaufe. Die darin enthaltenen Regeln wolle das Kultusministerium noch anpassen. Auch bei der Maskenpflicht seien Änderungen angekündigt, aber noch nicht offiziell mitgeteilt.

Mit gutem Beispiel voran: Schulleiterin Tanja Witkowski beim PCR-Test. Foto: Schule

Bitte keine weiteren Coronafälle

„Ich freue mich, wenn alle Kinder wieder kommen können“, versichert Witkowski. Doch ihr Bauchgefühl sei noch nicht beruhigt. Sie hoffe, dass nach den Pfingstferien alles gut gehe und nicht neue Infektionen ausbrächen. „Es wäre für die Kinder so wichtig, dass wir in den letzten paar Wochen bis zu den Sommerferien alle da haben.“  Wenn nun wegen Corona einzelne Klassen wieder in Quarantäne müssten, wäre das nicht förderlich.

Was kommt im Herbst?

Wie die Schulen die entstandenen Wissenslücken ausgleichen sollen, sei noch nicht recht klar. Es solle zwar wieder die „Lernbrücken“ in den Sommerferien geben. Aber dazu fehlten noch konkrete Informationen. Witkowski: “Wir hängen da in der Luft.“ Wichtig seien konkrete Vorgaben, wie sich das Kultusministerium das kommende Schuljahr vorstellt. Von einer „Schnellbleiche“ in den Sommerferien hält sie wenig.

Wichtig wäre, dass die Schulen passgenaue Hilfen, individuell auf die Klassen und Kinder zugeschnitten, anbieten könnten. Das könnte beispielsweise Förderunterricht oder Zusatzstunden sein. Aber dafür fehle oft das Personal. Die angekündigten 500 freiwilligen Lehramtsstudierenden seien da wohl „ein Tropfen auf dem heißen Stein“.

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.