Samstag, 13. April 2024

Schwimmbad-Modernisierung in Tennenbronn läuft planmäßig

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Auf der Großbaustelle am Freibad in Tennenbronn laufen die Abbruch- und Erdarbeiten weitgehend planmäßig. Das bestätigt  der Chef der Stadtwerke Schramberg Peter Kälble auf Nachfrage der NRWZ. „Wir sind derzeit etwa vier Wochen hinter dem Zeitplan“, so Kälble, „bis Ende April sollen die Erdarbeiten abgeschlossen sein.“

Die Verzögerung kam dadurch zustande, dass auf eine erste Ausschreibung im September 2019 nicht eine einzige Firma ein Angebot eingereicht hatte. Erst Mitte November konnte der Gemeinderat die Erdarbeiten vergeben.

Bis Ende April werde es noch viel LKW-Verkehr im Affentäle geben, denn es werden viele hundert Tonnen Material  auf das Gelände gebracht und eingebaut werden, so Kälble. Danach wird die von Anfang an vorgesehene Ruhezeit eintreten. Damit der Boden wirklich stabil für den Einbau der neuen Stahlbecken ist, muss der Boden sich mindestens sechs Monate setzen können. „Das war immer so geplant“, so Kälble. „Nach der Setzzeit werden wir im Herbst mit den großen Gewerken loslegen.“

Ausschreibungsergebnisse bis zur Sommerpause

In den vergangenen Monaten hatten die Planer die Details für den Schwimmbadumbau ausgearbeitet. Auf dieser Grundlage stellen sie derzeit die Ausschreibungsunterlagen zusammen. „Die EU-weite Ausschreibung für die Gewerke werden wir in den nächsten Tagen veröffentlichen“, so Kälble. Bei dieser Ausschreibung  gelten – wie bei jeder Ausschreibung – Fristen, die eingehalten werden müssen.

Kälble rechnet damit, dass vor der Sommerpause die Aufträge für die großen Gewerke vergeben werden können. Dann könnten die Arbeiten nach der sechsmonatigen Setzzeit wie geplant Ende Oktober starten. Kleinere Arbeiten oben am Gebäude und im Gelände könnten parallel zu den Arbeiten an den Becken und an der Technik laufen.

Auch wegen der Kostensicherheit des Gesamtprojektes seien die Ausschreibungsergebnisse wichtig. Was den Zeitplan angeht, ist Kälble „im Moment“ sicher, den Eröffnungstermin Mai 2021 halten zu können.

Klappt die Lieferkette noch?

Aber natürlich gibt es neben dem Wetter dank Corona nun zusätzliche Unwägbarkeiten. So gebe es seit einigen Tagen Sicherheitsvorschriften für Baustellen, die bisher aber noch keine großen Einschränkungen bei den Arbeiten mit sich brächten. Wichtiger: „Wie wirkt sich die Coronapandemie auf die Lieferketten der Hersteller aus“, fragt sich Kälble. Für die Edelstahlbecken stammt der Stahl teilweise aus China. „Wir müssen abwarten, was die Ausschreibungen ergeben.“

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.