Am Mittwochnachmittag, 20. März 2019: Der Krankenwagen transportiert den schwerverletzten Mitarbeiter zum wartenden Rettungshubschrauber. Archiv-Foto: him

SCHRAMBERG – Ab dem 22. Novem­ber muss sich ein heu­te 26-Jäh­ri­ger vor dem Land­ge­richt Rott­weil wegen ver­such­ten Mor­des ver­ant­wor­ten. Er soll in Schram­berg am 20. März den Stadt­käm­me­rer Rudi Huber mit einem Mes­ser ange­grif­fen und auf ihn ein­ge­sto­chen haben.

Zuvor hat­te der Mann vor dem OB-Büro im Rat­haus eine Fla­sche auf den Boden gewor­fen. Huber hat­te ihn dar­auf­hin ange­spro­chen. Der Mann soll unver­mit­telt zuge­sto­chen und Huber im Schul­ter­be­reich schwer ver­letzt haben, so die Ankla­ge. Inzwi­schen hat das Land­ge­richt Rott­weil den Pro­zess auf den 22. Novem­ber ter­mi­niert und bereits zwei wei­te­re Pro­zess­ta­ge am 25. Novem­ber und 6. Dezem­ber vor­ge­se­hen. Die Ankla­ge der Staats­an­walt­schaft lau­tet auf ver­such­ten Mord in Tat­ein­heit mit gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung.

Angeklagter im Justizkrankenhaus

Der Pres­se­spre­cher des Land­ge­richts Rott­weil, Rich­ter Tho­mas Gei­ger berich­tet, die Staats­an­walt­schaft habe nicht die Unter­brin­gung des Ange­klag­ten in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus bean­tragt. „Sie geht aller­dings von einer mög­li­cher­wei­se ver­min­der­ten Schuld­fä­hig­keit des Man­nes aus.“ Seit sei­ner Fest­nah­me kurz nach der Tat im „Park der Zei­ten“ befin­det sich der Mann in Unter­su­chungs­haft, aller­dings im Jus­tiz­kran­ken­haus Hohen­asperg, so Gei­ger auf Nach­fra­ge er NRWZ.

Huber hat­te die Atta­cke nur dank einer Not­ope­ra­ti­on gut über­stan­den. Nach einer Reha-Behand­lung war er bis Ende Sep­tem­ber noch im Dienst und geht zum ers­ten Dezem­ber, wie schon vor der Mes­ser­at­ta­cke geplant, in Ruhe­stand.