Täter vermindert schuldfähig?

Prozess nach Bluttat im Schramberger Rathaus beginnt am 22. November

SCHRAMBERG – Ab dem 22. November muss sich ein heute 26-Jähriger vor dem Landgericht Rottweil wegen versuchten Mordes verantworten. Er soll in Schramberg am 20. März den Stadtkämmerer Rudi Huber mit einem Messer angegriffen und auf ihn eingestochen haben.

Zuvor hatte der Mann vor dem OB-Büro im Rathaus eine Flasche auf den Boden geworfen. Huber hatte ihn daraufhin angesprochen. Der Mann soll unvermittelt zugestochen und Huber im Schulterbereich schwer verletzt haben, so die Anklage. Inzwischen hat das Landgericht Rottweil den Prozess auf den 22. November terminiert und bereits zwei weitere Prozesstage am 25. November und 6. Dezember vorgesehen. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Angeklagter im Justizkrankenhaus

Der Pressesprecher des Landgerichts Rottweil, Richter Thomas Geiger berichtet, die Staatsanwaltschaft habe nicht die Unterbringung des Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus beantragt. „Sie geht allerdings von einer möglicherweise verminderten Schuldfähigkeit des Mannes aus.“ Seit seiner Festnahme kurz nach der Tat im „Park der Zeiten“ befindet sich der Mann in Untersuchungshaft, allerdings im Justizkrankenhaus Hohenasperg, so Geiger auf Nachfrage er NRWZ.

Huber hatte die Attacke nur dank einer Notoperation gut überstanden. Nach einer Reha-Behandlung war er bis Ende September noch im Dienst und geht zum ersten Dezember, wie schon vor der Messerattacke geplant, in Ruhestand.

 

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