Thomas Herzog will es nochmal wissen

 Oberbürgermeisterwahl: Bewerbungsfrist hat jetzt begonnen

Kurz nach Mitternacht wirft OB Thomas Herzog seinen Bewerbungsumschlag beim Rathaus in den Briefkasten: „Der ist so dünn, weil ich diesmal keine Unterstützerunterschriften brauche.“Foto: him

SCHRAMBERG – Zu unge­müt­lich spä­ter Stun­de hat sich am Frei­tag Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog beim Rat­haus ein­ge­fun­den. Er hat kurz nach Mit­ter­nacht, dann also am Sams­tag, sei­nen Bewer­bungs­um­schlag im Rat­haus­brief­kas­ten ein­ge­wor­fen.

Am Frei­tag war im „Schwarz­wäl­der Boten“ aber auch im „Staats­an­zei­ger Baden-Würt­tem­berg“ die Stel­len­aus­schrei­bung zur OB-Wahl am 7. Juli erschie­nen. Bewer­bun­gen kön­nen „frü­hes­tens am Tag nach die­ser Stel­len­aus­schrei­bung und spä­tes­tens bis Mitt­woch, 12. Juni 2019, 18.00 Uhr, schrift­lich beim Vor­sit­zen­den des Gemein­de­wahl­aus­schus­ses“ ein­ge­reicht wer­den, heißt es dazu in der Anzei­ge.

Und der Tag danach begann um Mit­ter­nacht. Da die Rei­hen­fol­ge der Bewer­ber auf dem Stimm­zet­tel vom Ein­gang der Bewer­bun­gen abhängt und Her­zog ger­ne auf Platz eins ste­hen möch­te, war der Gang für ihn unver­meid­lich. Außer zwei Pres­se­ver­tre­tern trieb sich kein ande­rer Bewer­ber zu die­ser Stun­de am Rat­haus her­um.  Das mit Platz eins soll­te also geklappt haben. Es sei denn, bis Mon­tag wirft doch noch jemand sei­ne Bewer­bung ein – dann ent­schei­det das Los.

Offen­bar war ein Mit­ar­bei­ter oder eine Mit­ar­bei­te­rin im Rat­haus und hat geprüft, dass vor Mit­ter­nacht der Brief­kas­ten leer war. Wer sich zu früh bewirbt, des­sen Bewer­bung ist ungül­tig. Eini­ge Minu­ten nach dem mit­ter­nächt­li­chen Foto­ter­min ging dann im Rat­haus erneut das Licht an und der Bewer­bungs­brief wur­de ver­mut­lich amt­lich doku­men­tiert ent­nom­men.

Der Wochen­end­ter­min hän­ge mit dem Erschei­nungs­da­tum des Staats­an­zei­gers zusam­men: „Die Zei­tung erscheint frei­tags, und da wol­len wir auch drin sein“, so Her­zog.

Kommt noch ein Mitbewerber oder eine Mitbewerberin?

Ob es über­haupt einen wei­te­ren Bewer­ber oder eine Bewer­be­rin geben wird, ist völ­lig offen. Bis­her sind kei­ne Namen bekannt gewor­den. Dass nicht alle Rats­frak­tio­nen mit Her­zogs Amts­füh­rung glück­lich und zufrie­den sind, ist kein Geheim­nis. Ins­be­son­de­re die CDU mahnt immer wie­der „mehr Dyna­mik“ an. Ob sie einen ande­ren Bewer­ber für den Pos­ten prä­sen­tie­ren wird, ist aber der­zeit unklar.