Vandalismus in der Fußgängerzone: Polizei ermittelt

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Am vergangenen Wochenende haben Unbekannte in der Schramberger Fußgängerzone mit ausgeleerter Farbe eine ziemliche Sauerei angerichtet. Die NRWZ hatte berichtet, dass nicht nur der neue Pflasterbelag, sondern auch Hauswände in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auf Facebook entwickelte sich eine  heftige Diskussion zu diesem Thema aber auch grundsätzlich über das Problem mit den  nächtlichen Kneipengängern im „Goldenen Dreieck“. Die NRWZ hat dazu einige Fragen an den Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz Uwe Vincon gerichtet.

Herr Vincon, wie stuft die Polizei das Geschehen  an der Steige in der Nacht zum Sonntag ein?

Der Vorfall ist sicher nicht nur ärgerlich und eine regelrechte „Sauerei“, sondern möglicherweise auch eine Sachbeschädigung. Die Polizei Schramberg lässt das gerade prüfen und steht deswegen auch mit der Stadtverwaltung in Verbindung.

Gibt es schon eine Schätzung, wie hoch der angerichtete Schaden ist?

So wie es aussieht, lassen sich Reste nur mit Lösungsmittel entfernen. Das ist natürlich auch mit erheblichen Kosten verbunden.

Wann ist die Schramberger Polizei aktiv geworden?

Am Sonntag wurde das Polizeirevier über den Sachverhalt informiert. Eine Streife kam vor Ort und hat den Vorfall zu Protokoll genommen.

Was droht den Tätern, wenn sie erwischt werden?

Wenn eine gemeinschädliche Sachbeschädigung vorliegt, sieht das Gesetz einen Strafrahmen von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe vor.

Dauerproblem „Goldenes Dreieck“

Das „Goldene Dreieck“ macht immer wieder Ärger. Besonders die Anwohner fühlen sich immer wieder in ihrer Nachtruhe gestört. Gibt es da keine Lösung?

Da muss ich etwas ausholen.  Wie sicher bekannt ist, weist die Partymeile „An der Steige“ die Besonderheit auf, dass sich auf engstem Raum vier besonders am Wochenende beliebte und nun wieder stark frequentierte Gaststätten befinden. Die Gäste laufen zwischen den Kneipen hin und her, treffen sich oder rauchen auf der Straße, was dann zu einem, teilweise auch durch den Alkohol bedingt, erhöhten Lärmpegel führt.

Was unternimmt die Polizei dagegen?

Die Polizei überwacht diese Örtlichkeit an den Wochenenden regelmäßig und hat am vergangenen Samstag und Sonntag dort in den frühen Morgenstunden auch mehrmals wegen lautstarken Auseinandersetzungen auf der Straße eingreifen müssen. Völlig verhindern kann das auch die Polizei nicht. Selbst dann nicht, wenn wir noch mehr Personal einsetzen würden, was aber nicht möglich ist.

Die Anwohner müssen also damit leben?

Ruhestörungen sind sicher lästig und auf die Dauer auch zehrend, lassen sich aber gerade dort in dieser Konstellation nicht völlig vermeiden.

Was geschieht, wenn sich die Anwohner bei der Polizei melden?

Werden Straftaten, Ordnungswidrigkeiten oder sonstige Störungen festgestellt oder gemeldet, wird diesen auf jeden Fall nachgegangen. Wir geben die festgestellten Vorfälle regelmäßig an das Ordnungsamt weiter, die dort sicher auch geprüft werden. Weiterführende ordnungspolizeiliche Maßnahmen kann die Polizei Schramberg leider nicht ergreifen.

Zurück zum vergangenen Wochenende: Haben Sie schon eine Spur von den Übeltätern?

Von den Verursachern fehlt derzeit leider jede Spur. Die Polizei Schramberg nimmt Hinweise von Zeugen unter der Telefonnummer 07422 27010 entgegen.

NRWZ-Redaktion Schramberg
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