SCHRAMBERG  (him) –  Mit 70 Pro­jek­ten befasst sich der­zeit die klei­ne Abtei­lung Stadt­pla­nung inner­halb des Fach­be­reichs Umwelt und Tech­nik. Das hat Abtei­lungs­lei­ter Bent Liebrich im Aus­schuss für Umwelt und Tech­nik berich­tet.

Im Wesent­li­chen geht es dabei um Bebau­ungs­plä­ne für Woh­nen und Gewer­be. Hin­zu kom­men aber auch die Arbei­ten für die Flä­chen­nut­zungs­plan­än­de­run­gen und –Fort­schrei­bun­gen, die Öko­kon­ten, Umfah­run­gen  oder auch ein neu­es Par­kie­rungs­kon­zept, die Ver­kehrs­pla­nung und das Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept 2030+. Alle Pro­jek­te habe die Ver­wal­tung in ihrer Bedeu­tung bewer­tet und ins­ge­samt 70 Fokus­pro­jek­te fest­ge­legt, die vor­ran­gig bear­bei­tet wer­den.

Wohnen

Bei den Bebau­ungs­plä­nen gehe es um  die Bau­ab­schnit­te 2 und 3 Scho­ren Süd, um mög­lichst bald neu­es Woh­nen zu ermög­li­chen. In Ten­nen­bronn und Wald­mös­sin­gen arbei­te man an den Para­graf-13b-Gebie­ten Berg­a­cker IV und Keh­len­stra­ße. Sei­ne Abtei­lung prü­fe auch wei­te­re Gebie­te, die nach dem ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren erschlos­sen wer­den könn­ten. Da das Pro­gramm Ende 2019 aus­lau­fe, hät­te dies Vor­rang. „Wir kom­men für wei­te­re Gebie­te in naher Zukunft auf Sie zu“, kün­dig­te Liebrich den Stadt­rä­ten an. Beim „Sonnenberg/Planie“ wer­de zunächst ein Inves­to­ren­wett­be­werb abge­hal­ten und dann der Bebau­ungs­plan auf­ge­stellt.

Industrie

Für Gewer­be und Indus­trie sei der Bebau­ungs­plan im Gehrn beson­ders wich­tig. Weil im inter­kom­mu­na­len Gewer­be­ge­biet See­dorf Wald­mös­sin­gen fast kei­ne Flä­chen mehr zur Ver­fü­gung stün­den, ste­he hier eine Erwei­te­rung an. Für den „Inno­va­ti­ons­park Schieß­acker“ auf dem Sul­gen wer­de gera­de die Vor­pla­nung abge­wi­ckelt, Ober­reu­te und Maden­wald kämen eben­falls dem­nächst in die Gre­mi­en.

Der Bebau­ungs­plan für ein Kre­ma­to­ri­um im Hir­ten­wald wer­de sich „noch etwas hin­zie­hen“. Zwei Bebau­ungs­plä­ne in Hei­li­gen­bronn dien­ten der Erwei­te­rung der Stif­tung und der Wohn­be­bau­ung. Ins­ge­samt 22 B-Plä­ne sei­en in Arbeit, „zwölf wei­te­re Bebau­ungs­plä­ne wer­den mit­ge­führt“, so Liebrich.

Verkehr

Bei der Ver­kehrs­pla­nung ste­he ein gesamt­städ­ti­sches Gut­ach­ten aus. Dabei sol­le  unter ande­rem  unter­sucht wer­den wie sich die Ver­kehrs­strö­me ändern, wenn die Tal­um­fah­rung gebaut sei. Wei­te­re The­ma sei die Umfah­rung Sul­gen Ost im Zusam­men­hang mit der Ent­wick­lung im Witt­t­um­ge­län­de und im Schieß­acker.

Der Auf­trag für ein Lärm­schutz­gut­ach­ten geht dem­nächst raus“, infor­mier­te Liebrich über ein wei­te­res Pro­jekt der Stadt­pla­ner. Geprüft wer­de noch ein­mal der Zwei-Rich­tungs­ver­kehr im Tun­nel, ein Par­kie­rungs­kon­zept für die Tal­stadt sei eben­falls in Arbeit.

Landschaft und Städtebau

Im Bereich der Land­schafts­pla­nung habe man acht Fokus­pro­jek­te. Dazu gehö­ren eine Erd­de­po­nie Para­dies­berg, die beim mög­li­chen Bau der Tal­um­fah­rung mit­ge­nutzt wer­den könn­te, ein Bio­top­ver­bund beim Beschen­hof, eine Hügel- und Seen­lang­schaft im Witt­um­ge­län­de, aber auch die öko­lo­gi­sche Durch­läs­sig­keit am Majo­li­ka-Wehr.

Im Bereich Städ­te­bau beschäf­ti­ge sich sein Team unter ande­rem mit dem Rah­men­plan 2030+ „als Grund­la­ge für alle wei­te­ren Pla­nun­gen“. Es gehe aber auch um die bestehen­den und mög­li­che wei­te­re Öko­kon­ten und einen Mas­ter­plan Wit­tum. Liebrichs Fazit: „Viel Arbeit, gro­ßer Auf­wand.“

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog mein­te, man schaue, wo sich Syn­er­gi­en erge­ben könn­ten, um die Auf­ga­ben Schritt für Schritt effek­tiv abzu­ar­bei­ten. Jür­gen Kaupp frag­te nach, wann es im Bereich Son­nen­berg wei­ter gehe, denn Wohn­raum­be­darf sei ja da. Liebrich kün­dig­te an, dass 2019 der Inves­to­ren­wett­be­werb ange­scho­ben wer­de. „Even­tu­ell kommt auch der Bebau­ungs­plan schon 2019.“ 

Der Schoren und das Vogelproblem

Ob denn das Vogel­pro­blem im Bereich Scho­ren 2 und 3 inzwi­schen gelöst sei, woll­te Ulli Bauknecht wis­sen. OB Her­zog berich­te­te, man habe bis­her noch kein Grund­stück, aber guten Kon­takt zu einem Grund­ei­gen­tü­mer. Da müs­se das Land­rats­amt als Natur­schutz­be­hör­de aber noch zustim­men: „Uns ärgert es alle“, so Her­zog, dass wir wegen eines Vogels ein Jahr Ver­zö­ge­rung haben.”

Ralf Rück­ert frag­te nach dem Bühle­park – Antrag läuft – und dank­te für die Zusam­men­stel­lung: Es sei wich­tig, damit die Gemein­de­rä­te sehen, wie vie­le Pro­jek­te in Arbeit sei­en.