Sonntag, 21. April 2024

Waldmössingens Ortsvorsteher Falk geht schon wieder +++ aktualisiert

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Erst im Oktober 2019 hatte der Gemeinderat nach langer Suche  einen Nachfolger für Waldmössingens Ortsvorsteherin Claudia Schmid gefunden. Aus Koblenz war Markus Falk nach Schramberg gekommen.  Nun geht er  zurück ins Rheinland, wie Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr auf Nachfrage der NRWZ berichtet. Dort werde er „am 1.01.2021 eine neue Aufgabe als Sachgebietsleiter Haushalt/Innerer Dienst bei der Stiftung ‚Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland‘ in Bonn antreten“.

Start im März 2020

Nach der Sommerpause 2019 stand die Wahl eines neuen Ortsvorstehers an. Wegen des Amtsantritt der neuen Oberbürgermeisterin verschob sich die Wahl dann auf Ende Oktober. Nach seiner Wahl in nichtöffentlicher Sitzung im Oktober 2019 erklärte Falk, er werde wohl erst im neuen Jahr in Schramberg-Waldmössingen anfangen können. Er freue sich auf die neue Aufgabe, sagte er nach der Wahl. „Ich denke, dass ich einiges zur weiteren Entwicklung des Ortes beitragen kann“, versicherte er im Gespräch mit der NRWZ.

Er war am 1. März in sein Amt eingeführt worden. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr meinte in einer Gemeinderatssitzung Anfang März: „Wir freuen uns, wieder einen kompetenten Mann auf dieser Stelle zu haben.“

Gemeinderat wusste von nichts

Der Gemeinderat war nicht über Falks Wechselpläne informiert. Der Ortschaftsrat soll in nichtöffentlicher Sitzung am Montag von Falks Weggang erfahren haben. Falk selbst war am Mittwochvormittag telefonisch nicht erreichbar. Die Telefonanlage in der Ortsverwaltung war defekt. Er versichert per Mail, dass er sich „die Entscheidung nicht leicht gemacht habe“.

In Waldmössingen wird Falks Wechsel bedauert. Ein kommunalpoiotisch engasgierter Waldmössinger meint etwa: „Sehr schade, aber abzusehen.“  Falk könne mit seinem Engagement, seiner fachlichen Qualifikation und seiner Sprachgewandtheit auch locker eine Großstadt führen. „Er hat sich wirklich hinter sehr viele Dinge geklemmt, offen und ehrlich kommuniziert und versucht Neues anzustoßen.“  Es sei bedauerlich, dass es nicht gelungen ist, ihn zum Hierbleiben zu bewegen.

OB Eisenlohr bedauert sein Ausscheiden

Zum Ausscheiden des Waldmössinger Ortschaftvorsteher teilt Eisenlohr der NRWZ mit, sie sei mit „Falk in einem stetigen sehr guten Austausch und bedauere es sehr, dass er uns nach so kurzer Zeit schon verlässt!“ Die Frage, seit wann die Stadtverwaltung von Falks Wechselwunsch weiß, ließ Eisenlohr unbeantwortet. Allerdings schreibt sie: „Die Details seines Wechsels wurden von unserer Personalabteilung mit der Personalabteilung des Hauses der Geschichte abgestimmt.“

Aus ihrer Sicht habe er sich sehr schnell eingearbeitet und für Waldmössingen schon Einiges erreicht. „Seine Entscheidung, wieder zurück in seine Heimat zu gehen, respektiere ich natürlich.“ Sie danke ihm für seinen Einsatz und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg, so Eisenlohr abschließend.

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.