Freitag, 19. April 2024

Waldmössinger Kindergartenerweiterung: Holpriger Start

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SCHRAMBERG  (him) –  Zu Wochenbeginn starteten in Waldmössingen die Vorbereitungen für die Erweiterung des dortigen katholischen Kindergartens. Doch schon nach wenigen Stunden haben die Bauarbeiter ihre Arbeiten wieder eingestellt. Laut Pfarrer Christian Albrecht gibt es „Differenzen zwischen der Baugenehmigungsbehörde und dem Architekten“.

Hintergrund seien Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit der Bauvorbereitung. „Ist die Hangstraße genug gesichert gegen Abrutschen?“ Er habe erst am Dienstagabend von dem Problem erfahren und sei bereits im Kontakt mit der Baurechtsbehörde in Schramberg, so Albrecht auf Nachfrage der NRWZ. Er gehe davon aus dass es bald weitergehe.

„Nichts Dramatisches“

Nach dem Gespräch mit der Baurechtsbehörde habe er klären können, dass  „verschiedene Sicherheitsmaßnahmen“ an der Baustelle durchzuführen seien, berichtet Albrecht später. „Solange wird nicht weitergearbeitet.“ Die Baufreigabe für die Übergangslösung mit den Modulen befinde sich in der Endbearbeitung und werde diese Woche noch zugestellt.

Es habe „ein paar Missverständnisse“ gegeben, es sei aber „nichts Dramatisches“, so Albrecht. Er sei nun selbst beruhigt.

Zum Projekt insgesamt stellt Albrecht fest, das laufe planmäßig. Bei den Vergaben sehe es „ganz gut“ aus. Man wolle ja preisgünstig bauen. „Mit den Einsparungen sind wir auf einem guten Weg, auch im Interesse der Steuerzahler.“ Das sei der Kirchengemeinde wichtig, betont Pfarrer Albrecht.

Die Stadtverwaltung wollte sich mit Blick auf ein „laufendes Verfahren“ nicht zum Baustopp äußern.

Derzeit ruht die Baustelle. Foto: privat

Debatten im Vorfeld

Um die geplante Erweiterung und Sanierung  des Kindergartens hatte es jahrelange Diskussionen in Waldmössingen und im Schramberger Gemeinderat gegeben. Ende April 2021 hatte der Rat dann mehrheitlich beschlossen, den Kindergarten zu sanieren und zu erweitern. Gleichzeitig soll auch eine betriebliche Kindergartenstätte in Waldmössingen „auf den Weg gebracht werden“, so Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr damals.

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.