4.4 C
Rottweil
Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Schram­berg Wohn­raum für 600 bis 700 Ein­woh­ner

Wohnraum für 600 bis 700 Einwohner

Ers­ter Spa­ten­stich für den zwei­ten Bau­ab­schnitt auf dem Scho­ren

-

Schram­berg-Sul­gen. Die Erschlie­ßungs­ar­bei­ten für den zwei­ten Bau­ab­schnitt des Wohn­bau­ge­biets Scho­ren Süd im Schram­ber­ger Stadt­teil Sul­gen haben begon­nen. Die Bebau­ung des neu­en Abschnitts ist ab Ende 2020 mög­lich.

Die Erschlie­ßung des Wohn­bau­ge­biets „Scho­ren Süd“ erfolgt in ins­ge­samt drei Bau­ab­schnit­ten. Ins­ge­samt geht es um eine Flä­che von 17,3 Hekt­ar. Dort fin­den Ein­fa­mi­li­en­häu­ser, Dop­pel­haus­ein­hei­ten, Rei­hen­haus- und Ket­ten­haus­ein­hei­ten und Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser Platz. Der am Don­ners­tag begon­ne­ne zwei­te Bau­ab­schnitt umfasst zusam­men mit dem drit­ten Bau­ab­schnitt 10,1 Hekt­ar.

Das Bau­schild infor­miert über die wich­tigs­ten Punk­te. Aller­dings ist es nicht mehr ganz aktu­ell und soll dem­nächst aus­ge­tauscht wer­den.

Woh­nungs­not und Bau­land­of­fen­si­ve – Schlag­wor­te, die über­all zu hören sind, beton­te Fach­be­reichs­lei­ter Rudolf Mager in Ver­tre­tung von Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog. „Mit dem zwei­ten Bau­ab­schnitt gelingt es uns eine groß­zü­gi­ge und hoch attrak­ti­ve Flä­che in Schram­berg-Sul­gen auf den Markt zu brin­gen, die eine wirk­li­che Ent­las­tung bringt. Außer­dem gibt sie der Stadt die Gele­gen­heit, die vie­len ande­ren Pro­jek­te, die in der Pipe­line sind, wie Pla­nie, Kran­ken­haus­are­al, Haus­tei­le, Keh­len­stra­ße und vie­les ande­re  geord­net und stra­te­gisch vor­an­zu­brin­gen“, so Mager.

Durch die Lage am Orts­aus­gang des Stadt­teils Sul­gen wird laut Mager eine attrak­ti­ve, natur­na­he Ver­bin­dung in die angren­zen­de Land­schaft, in die Nah­erho­lungs­ge­bie­te geschaf­fen. Den­noch bie­tet der Wohn­stand­ort nach sei­nen Wor­ten kur­ze Wege zu den bedeut­sa­men Ver­­­sor­gungs- und Infra­struk­tur­ein­rich­tun­gen des Stadt­teils.

Die ers­ten Arbei­ten sind mit dem Bag­ger bereits erle­digt.

Mager: „Ein­kau­fen, Kin­der­gar­ten, Schu­le, Kir­chen, Kul­tur, Arbeits­plät­ze  in Han­del, Ver­wal­tung, Gewer­be, Indus­trie und Hand­werk – dazu ein guter ÖPNV, Rad­we­ge und Fuß­we­ge – ein­fach mit­ten­drin, fast schon urban und den­noch im Grü­nen. Ins­be­son­de­re die Erreich­bar­keit des Bau­ge­bie­tes für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer wird durch die Errich­tung von Que­rungs­mög­lich­kei­ten auf der Hardt­stra­ße und einen geeig­ne­ten Anschluss an den bestehen­den Fuß- und Rad­weg nach Hardt sowie an den ers­ten Bau­ab­schnitt des Bau­ge­bie­tes „Scho­ren Süd“ auf­ge­wer­tet.

Und wei­ter: „Es dau­ert sei­ne Zeit bis heu­te Bau­land auf der grü­nen Wie­se zur Ver­fü­gung steht. Bereits Anfang der 2000er Jah­re ver­folg­te die Stadt­ver­wal­tung Schram­berg das Ziel, die damals nahe­zu unbe­bau­te Flä­che zwi­schen der Pan­or­a­­ma- und Hardt­stra­ße sowie den angren­zen­den Wald­flä­chen am Orts­aus­gang Sul­gens einer wohn­bau­li­chen Nut­zung zuzu­füh­ren.

Rudolf Mager bei sei­ner Anspra­che.

Ein ent­spre­chend gestal­te­tes städ­te­bau­li­ches Gesamt­kon­zept dien­te als nach­hal­ti­ge Grund­la­ge für die erfolg­rei­che Erschlie­ßung die­ser Flä­che. Nach­dem das Bau­ge­biet „Scho­ren Süd“ in einem ers­ten Bau­ab­schnitt vor zehn Jah­ren erschlos­sen wur­de und die Ver­mark­tung der Bau­grund­stü­cke erfolg­reich abge­schlos­sen wur­de, haben wir alle auf den Start der Erschlie­ßung der wei­te­ren Bau­ab­schnit­te gewar­tet.“

Daten und Fak­ten

Rudolf Mager erin­ner­te dar­an, dass der geplan­te Bau­start ursprüng­lich der 2.September 2019 war. „Auf Vor­schlag der Bau­fir­ma kön­nen wir heu­te am 8. August 2019 schon star­ten. Das gibt uns einen klei­nen Puf­fer für das erklär­te Ziel, bereits zum Ende des kom­men­den Jah­res, 2020, bau­rei­fe Grund­stü­cke den inter­es­sier­ten Fami­li­en zur Ver­fü­gung stel­len zu kön­nen“, freu­te sich Mager.

Er rech­net mit Erd­aus­hub von 4300 Kubik­me­ter. Außer­dem sol­len 1700 Meter Abwas­ser­ka­nä­le, 10.000 Qua­drat­me­ter Asphalt, 2800 Meter Bord­stei­ne, 1800 Qua­drat­me­ter Natur­stein- und Beton­pflas­ter ver­baut wer­den. Bei den Vege­ta­ti­ons­ar­bei­ten wird etwa 1500 Qua­drat­me­ter Wie­sen­flä­che und 42 Bäu­me als Hoch­stamm geschaf­fen. „20.000 Ton­nen Mate­ri­al das bewegt, ein­ge­baut und abge­fah­ren wer­den muss“, so Mager.

Ein Blick in die Pan­ora­ma­stra­ße zeigt Gebäu­de aus dem ers­ten Bau­ab­schnitt.

„Was man auf den ers­ten Blick nicht zu erken­nen ver­mag, ist die Bewer­tung von Schram­berg als ein äußerst erfolg­rei­cher Wirt­schafts­stand­ort. Eta­bliert sind in Schram­berg glo­bal auf­ge­stell­te Unter­neh­men mit den Schwer­punk­ten Maschi­­nen- und Anla­gen­bau, Fein­werk­tech­nik und Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer. In der unmit­tel­ba­ren Nach­bar­schaft sind die tra­di­tio­nel­len Hand­werks­be­trie­be. Bei rund 21.000 Ein­woh­nern ergibt sich die statt­li­che Anzahl an rund 12.000 ver­si­che­rungs­pflich­tig Beschäf­tig­te“, erin­ner­te Rudolf Mager.

„Vor allem in den letz­ten Jah­ren, in denen die Betrie­be hän­de­rin­gend um Fach­kräf­te gewor­ben haben, hat sich die Nach­fra­ge nach attrak­ti­vem Wohn­bau­land in der Nähe ver­mehrt ein­ge­stellt. Kli­ma­wan­del, CO2-Bilanz, Stau ‑ sind Schlag­wor­te, die uns ge“rade stän­dig begeg­nen. Woh­nen in der Nähe zum Arbeits­platz ist ein Schlüs­sel. Sich wohl­füh­len und leben, dort wo man wohnt und arbei­tet, der nächs­te Schlüs­sel. Nicht mehr und nicht weni­ger hat sich die Stadt Schram­berg hier vor­ge­nom­men“, mach­te Mager deut­lich.

Info: Wer bau­en möch­te, kann sich mit dem Eigen­be­trieb Wirt­schafts­för­de­rung unter der Tele­fon­num­mer 07422 / 29–237 in Ver­bin­dung set­zen.

 

- Adver­tis­ment -