Zu kalt und nass: Waldmössinger Storchenbabys verendet

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Eine traurige Nachricht hatte Hartmut Polet zu überbringen, als er am Mittwoch die Waldmössinger Ortsverwaltung besuchte: Die Storchenküken vom Kirchturmnest leben wohl nicht mehr.

Schramberg-Waldmössingen. „Die Küken waren noch keine zwei Wochen alt und hatten Nässe und Kälte nicht überlebt“, ist Storchenbetreuer Polet sicher. Er habe auch nicht beobachten können, ob das Wasser oben am Nest abläuft. Die Störche hatten ihr Nest auf dem Blechdach des Kirchturms platziert.

Als er gestern gegen 13.30 Uhr das Nest beobachtete, habe er keine Jungstörche mehr im Nest gesehen. „Ein Storch war im Nest und hatte das Nest mehrmals verlassen und klapperte alleine im Nest. Vermutlich ein Zeichen der Trauer.“

Die Storchenbeauftragte Judith Opitz betont, dass die Jungen verstorben sind, seit bei solch einem Wetter keine Ausnahme. „Sie sind allerdings mit Sicherheit nicht ertrunken sondern erfroren. Das Nest ist ganz frisch und neu und noch nicht zu dicht.“ Das Storchenküken  sterben sei normal und passiere jedes Jahr.

Kurz nach seiner Beobachtung war Polet zum Gespräch bei Ortsvorsteher Reiner Ulrich in der Ortsverwaltung und hat festgestellt, dass dieser „auch aus einer Storchenecke stammt und auch ein Storchenfreund ist“.

Vorträge geplant

Mit Ullrich habe er vereinbart, die Störche im Ort weiter zu beobachten und die amtliche Storchenbeauftragte zu benachrichtigen.

Außerdem möchte Polet der Kirchengemeinde anbieten, dort einen Vortrag über die Störche zu halten. Im Juni wird er in den Grundschulen Fluorn-Winzeln und Waldmössingen über die Störche berichten. „Die Kinder haben bereits Aufgaben für den Unterricht über den Weißstorch bekommen und malen und basteln Störche“, freut sich Polet.

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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.