Zwei Kitas mit Einschränkungen

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Am Kindergarten Hohlgasse der evangelischen Kirchengemeinde Sulgen, werden die Öffnungszeiten deutlich eingeschränkt. „Bis auf weiteres“ werde der Kindergarten nur noch von 7 bis 13 Uhr die Kinder betreuen können, teilte die Leitung den Eltern mit. Ebenfalls beim Martin Luther-Kindergarten werden die Öffnungszeiten wohl begrenzt.

Ein Leser und Vater beklagt sich in einem Post an die NRWZ die Umsetzung der neuen Corona-Verordnung werde „sehr kurzfristig und vor allem knallhart spürbar umgesetzt.“ Die Eltern bekämen gerade mal einen ganzen Tag Zeit zum Reagieren und um den Alltag neu zu organisieren. Er meint, bei der Obrigkeit des evangelischen Kindergartens käme wohl keiner auf den Gedanken, „dass es in der freien Wirtschaft da draußen in dieser eh bereits angespannten Lage viele Menschen sehr verunsichert sind und unter Umständen auch Angst um ihren Arbeitsplatz haben“.

Herausforderung für alle

Auf Nachfrage der NRWZ  erläutert Pfarrer Markus Krimmer, dass die neue Corona-Schutzverordnung und die Pandemiestufe 3 ihm keine andere Wahl gelassen habe. „Gruppenübergreifendes Arbeiten ist nicht mehr möglich.“ Der Kindergarten habe aber eine Betriebserlaubnis für gruppenübergreifende Betreuung. Wenn nun die Gruppen getrennt würden, reiche der Personalschlüssel nicht mehr für die längere Betreuung aus. „Ich kann die Eltern sehr gut verstehen“, so Krimmer. Aber die Verschärfungen machten es nicht anders möglich. Er erwarte, dass es auch in anderen Kitas Einschränkungen geben werde.

Auch beim Martin Luther Kindergarten in der Talstadt werde man die Öffnungszeiten einschränken müssen, so Martina Herzog von der evangelischen Kirchenpflege in Oberndorf. In Sulgen und in der Talstadt komme noch hinzu, dass  jeweils zwei Vollzeitkräfte wegen Coronaverdacht krankgeschrieben seien. „Das erschwert die Lage extrem.“

An städtischen Kitas läufts weitgehend normal

Sie wisse, dass es für die Eltern sehr schwierig sei, wenn die Betreuungszeiten nun auf sechs Stunden reduziert werden müssten. Aber die Sicherheit der Kinder gehe vor. „Niemand macht das einfach so.“ Es habe alle Träger „kalt erwischt“, dass ab Montag nach der neuen Verordnung das gruppenübergreifende Betreuen nicht mehr möglich sei.

Bei den beiden katholischen Kindergärten in der Talstadt Heilig-Geist und St. Maria läuft der Betrieb derzeit noch normal, so Kirchenpfleger Dieter Kosian. Es sei aber möglich, dass in dieser Woche noch neue Vorgaben kämen.

„Bei unseren städtischen Kindertagesstätten läuft der Betrieb weitgehend normal“, so Fachbereichsleiterin Susanne Gwosch auf Nachfrage der NRWZ. Auch dort habe man wegen der Pandemiebestimmungen das  offene Konzept aufgeben müssen. Sie rechne mit Schwierigkeiten, wenn mehrere Erzieherinnen krank werden. Am Kiga Seilerwegle werde eine Gruppe nur am Donnerstag geschlossen werden müssen.

Bei den Gruppen ist vorgeschrieben, dass dort jeweils zwei Fachkräfte in der Regelöffnungszeit tätig sind, so Herzog. Im offenen Konzept lässt sich ein Krankheitsfall leichter ausgleichen. Gwosch wartet „händeringend“ auf das neue Kita-Konzept der Landesregierung, das nächste Woche kommen soll. Die neuen Bedingungen seien für alle Beteiligten „eine Herausforderung“, so Gwosch.

Anmerkung: Wir haben die Info beim Seilerwegle ergänzt. Entschuldigung! Die Red.

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